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Dow-Jones-Index und Dax weiterhin technisch angeschlagen

Posted by Helaba Floor Research • Wednesday, August 25. 2010 • Category: Indizes
DAX Indikation 5.908 Unterstützungen 5.907 / 5.809 Widerstände 5.975 / 6.061 Handelsbreite 5.850 / 5.975
EuroStoxx 50 Indikation 2.598 Unterstützungen 2.586 / 2.502 Widerstände 2.637 / 2.685 Handelsbreite 2.502 / 2.637

Der deutsche Leitindex hat sich am Dienstag weiter abgeschwächt und die psychologisch wichtige Marke von 6.000 Punkten unterschritten. Er schloss mit einem Minus von 1,26 % bei 5.935 Zählern. Der breiter gefasste EuroStoxx50 gab 1,74 % auf 2.614 Punkte nach. Verantwortlich für die schlechte Stimmung am Aktienmarkt sind anhaltende Konjunktursorgen. Vor allem für die USA wird das Szenario eines Double-Dip gespielt. Demgegenüber ist die deutsche Wirtschaft erstaunlich robust. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im zweiten Quartal mit 2,2 % VQ so stark wie noch nie seit Einführung der gesamtdeutschen Statistik 1991. Zwar muss auch für Deutschland zukünftig mit einer verlangsamten Wachstumsdynamik gerechnet werden, die konjunkturellen Frühindikatoren sind aber nach wie vor auf hohem Niveau.

Heute steht mit dem ifo-Geschäftsklimaindex das wichtigste Stimmungsbarometer zur Veröffentlichung an. Globale Konjunktursorgen und enttäuschende US-Zahlen legen einen Rückgang nahe. Dafür spricht auch der gesunkene ZEW-Saldo der Konjunkturerwartungen. Mit einem Einbruch des ifo-Indexes ist aber nicht zu rechnen, denn die ZEW-Lageeinschätzung ist kräftig gestiegen. Selbst wenn es zu einer Stimmungseintrübung kommen sollte: Werte jenseits von 100 Indexpunkten sind hoch und sprechen einem fortgesetzten Wirtschaftswachstum nicht entgegen. Vor diesem Hintergrund sollten vom ifo-Index keine Belastungen ausgehen.

Das technische Bild des Dax ist aber getrübt. Der Fall unter den seit Mai bestehenden Aufwärtstrend und der gestrige Rutsch unter die 200-Tagelinie verheißen nichts Gutes. Auch die Indikatoren im Tageschart legen weitere Verluste nahe. Daher sollten im Anschluss an eine mögliche kurzzeitige Stabilisierung weitere Verluste ins Kalkül gezogen werden. Unterstützungen zeigen sich bei 5.906 und 5.809 Punkten. Widerstände sind im Bereich der gestern gerissenen Kurslücke 5.975 – 5.995 zu finden.

In den USA haben die Aktienmärkte den fünften Handelstag in Folge Kursverluste erlitten. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 1,32 % auf 10.040 Punkte nach, temporär lag der Index sogar unter 10.000 Punkten. Der S&P500 verlor 1,45% und die Technologiebörse verabschiedete sich mit einem Verlust von 1,66 % bei 2.123 Punkten aus dem Handel. Auch hier dominierten die Sorgen vor einem Rückfall der USA in die Rezession. Zu den Sorgen beigetragen haben die schwachen Immobilienzahlen. So sind die Verkäufe bestehender Eigenheime im Vormonatsvergleich um 27 % eingebrochen. Von einer Stabilisierung am Häusermarkt kann somit nicht gesprochen werden. Darauf werden auch die heute anstehenden Neubauverkäufe und der Hauspreisindex hinweisen. Bei den anstehenden Auftragseingängen langlebiger Wirtschaftsgüter ist aufgrund zahlreicher Flugzeugbestellungen mit einem ordentlichen Zuwachs zu rechnen. Ohne den schwankungsanfälligen Transportsektor scheint aber nur ein kleines Plus möglich. Von daher dürften die Zahlen kaum in der Lage sein, die vorhandene Konjunkturskepsis zu zerstreuen.

Technisch hat sich das Bild des Dow-Jones-Indexes verschlechtert. Die quantitativen Indikatoren sind allesamt gen Süden gerichtet, ohne dass eine überverkaufte Marktlage zu beobachten ist. Sollten das Handelstief vom 20. Juli bei 10.007 und in der Folge die psychologisch bedeutende 10.000er Marke nachhaltig unterschritten werden, zeigt sich die nächste Unterstützung erst bei 9.757 Zählern.

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