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Marktunsicherheit und lahmendes Wachstum lassen Dollar und Yen aufwerten

Posted by Forexyard • Tuesday, August 24. 2010 • Category: Forex
Anzeige - Devisenhandel mit ForexyardAn den Märkten verdunkelt sich die Stimmung zunehmend, während die zurückkehrende Risikoaversion das Anlegerverhalten beherrscht. Trotz zum Teil positiver globaler Konjunkturdaten scheint der allgemeine Gesamttrend auf ein gebremstes Erholungstempo sowie ein lahmendes Wachstum der Weltkonjunktur zu deuten. Risikoaversion steht erneut im Mittelpunkt des Handelsgeschehens, während sich Händler von risikoreichen Anlagen abwenden, um in Safe-Haven-Währungen wie US-Dollar und Japanischen Yen zu investieren.

USD - Deutliche USD-Gewinne durch abgeneigtes Risikoverhalten

Bereits seit einigen Handelstagen befindet sich der US-Dollar im Aufwärtstrend. Auch am gestrigen Montag kam es wiederholt zu einer deutlichen Aufwertung des US-Dollar gegen die europäischen Gemeinschaftswährung Euro. EUR/USD ist längst von seinem jüngsten Hoch bei 1,2900 bis auf knapp über die Marke von $1,2600 abgerutscht. Dieser neue Trend wird so schnell kein Ende finden, so viele Händler. Gegenüber dem Britischen Pfund Sterling machte die US-Währung ebenfalls an Boden gut und drückt somit das Paar von seinen letzten Höchstwerten um 1,5700 in Richtung 1,5400-Marke.

An den Märkten verdunkelt sich die Stimmung zunehmend, während die zurückkehrende Risikoaversion das Anlegerverhalten beherrscht. Trotz zum Teil positiver globaler Konjunkturdaten scheint der allgemeine Gesamttrend auf ein gebremstes Erholungstempo sowie ein lahmendes Wachstum der Weltkonjunktur zu deuten. Risikoaversion steht erneut im Mittelpunkt des Handelsgeschehens, während sich Händler von risikoreichen Anlagen abwenden, um in Safe-Haven-Währungen wie US-Dollar und Japanischen Yen zu investieren.

Wichtigste Veröffentlichungen aus den USA heute: Verkauf bestehender Häuser für Juli sowie aktuelle Konjunkturdaten aus Industrie und Produktion der Richmond Federal Reserve in Virginia, die die US-Bundesstaaten Columbia, Maryland, North und South Carolina sowie Virginia umfassen. Marktbeobachter erwarten wie bereits seit Wochen eher entmutigende Zahlen. Voraussichtlich wird Marktaversion auch heute die Märkte erneut beherrschen und der USD entsprechend ohne Bezug zu den veröffentlichten Konjunkturdaten aus den USA aufwerten.

EUR - Euro kann sich trotz Risikoaversion halten - wie lange noch?

Die Unterstützung bei $1,2672 konnte der Euro bislang nicht brechen. Gestern handelte das Währungspaar EUR/USD knapp unter dem Widerstand bei $1,2738. Zum Britischen Pfund Sterling legte die europäische Einheitswährung gleich um 130 Punkte zu und notiert hier bei 0,8181. Gegenüber dem Australischen Dollar kletterte der EUR aktuell vom zuletzt erreichten Tief bei 1,4140 bis zur Marke von 1,4230.

Kurzfristig kann das Cross EUR/USD noch bis auf $1,2550 fallen, so die Meinung vieler Händler. Langfristig sehen Anleger den Wechselkurs EUR/USD jedoch gestützt. Gegenwärtig bleibt die Nachfrage nach US-Dollar als sicherer Anlagehafen, aufgrund der sich intensivierenden Konjunktursorgen, groß.

Heute stehen zwei wichtige Indikatoren auf der Wirtschaftsagenda der Eurozone: Auftragseingang (Eurozone) in der Industrie für Juni und Belgiens Geschäftsklimaindex für August. Für beide Indizes fallen die Prognosen enttäuschend aus. Ein Großteil der Analysten erwartet für die zweite Jahreshälfte eine Euro-Erholung, bei der EUR/USD wieder über $1,3000 steigen kann.

JPY - Bringt JPY-Aufwertung BoJ-Intervention?

Die vergangenen Handelstage bescherten dem japanischen Yen wiederholt deutliche Kursgewinne. Wie auch der US-Dollar, kann sich Japans Währung aufgrund einer geminderten Risikobereitschaft der Händler gut behaupten. Die extreme Aufwertung des Yen in den vergangenen Wochen brachte die Inselstaatwährung gegenüber dem US-Dollar auf den höchsten Stand seit fünfzehn Jahren. Der Kursanstieg belastet jedoch zunehmend die exportabhängige Wirtschaft. Die Aussichten für die japanische Konjunktur bleiben angesichts des verstärkten Exportrückgangs ungewiss. Abzuwarten bleibt, welche Schritte die Bank of Japan gegebenenfalls einleitet und ob Japans Währungshüter mit einer staatlichen Intervention zur signifikanten Abschwächung des Yen eingreifen werden.

JPY-Anleger erwarten heute nur wenige Anhaltspunkte aus Japans Wirtschaft in Form von Konjunkturdaten. Momentan bestimmen Risikoaversion und Safe-Haven-Status weiterhin den Kurs des JPY.

Rohöl - Dollar-Aufwertung treibt Abwärtsbewegung der Ölpreise an

In den USA haben die jüngste Aufwertung des US-Dollar sowie das Ende der Ferienzeit die Ölpreise belastet, so Marktbeobachter. Seit dem 6. August legten die internationalen Preise für Rohöl überwiegend rückläufige Tendenzen an den Tag. Auch am gestrigen Montag sind die Rohölpreise erneut gefallen. Im asiatischen Handel fiel das Barrel der US-Referenzsorte WTI mit Auslieferung im Oktober um $0,33 auf $72,77 und somit auf den tiefsten Stand seit sieben Wochen. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete mit $73,39 $0,23 weniger als am Vortag.

Der heutige Handelstag könnte angesichts des Mangels an kursbewegenden Konjunkturdaten verhältnismäßig ruhig verlaufen. Bereits am Dienstagmorgen präsentierte sich der nächstfällige Future auf WTI mit leicht schwächeren Notierungen. Der Abwärtstrend für Rohöl scheint zunächst weiteres Potenzial in sich zu tragen.

Technische News

EUR/USD
Dieses Kurspaar setzt seine Abwärtsbewegung kontinuierlich fort und hat jüngst das 23,6%-Fibonacci-Retracement-Level der Dezember-Juni-Abwärtstrendlinie bei 1,2640 gebrochen. Das gestrige Tagestief wurde knapp über dem 50%-Fibonacci-Retracement-Level der Juni-August-Aufwärtskorrektur bei 1,2610 ausgegeben. Die Abwärtstendenzen scheinen sich fortzusetzen, während das Tage-Momentum (14) abwärts gerichtet ist. Die nächste Unterstützung bei 1,2520, bzw. 1,2470 könnte das Paar in Kürze testen. Der nächste Widerstand liegt bei 1,2730.

GBP/USD
Der gestrige Preissturz hat dieses Währungspaar bis zur Unterstützung bei 1,544 knapp oberhalb der 50-Tage-Linie des Exponential-Moving-Average (EMA) gedrückt. Auch bei GBP/USD hält der Abwärtstrend voraussichtlich an. Kurzfristig befindet sich der nächste Richtpreis um die Unterstützung bei 1,5330, dem 38,2% Fibonacci-Retracement-Level zwischen dem Mai-Tief sowie dem August-Hoch.

USD/JPY
Die deutlichen Abwärtstendenzen dieses Kurspaares setzen sich fort. USD/JPY notiert mittlerweile um die Marke von 85,00. Verkaufsgelegenheiten bieten sich nahe der 20-Tage-Linie des Exponential-Moving-Average (EMA). Händler könnten den nächsten Richtpreis bei 84,70 (Kurzzeit-Tief) festlegen.

USD/CHF
Für USD/CHF ergaben sich gestern rückläufige Handelstendenzen. Die technischen Daten bestätigen mögliche Abwärtsbewegungen für heute. Der RSI der Tages- und 4-Wochen-Chart zeigt, dass das Paar inzwischen in den überkauften Bereich gedreht hat. Eine Kurskorrektur nach unten steht unmittelbar bevor. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte sich heute auszahlen.

Die Wild-Card
Rohöl

Die Ölpreise sind in den vergangenen drei Wochen deutlich zurückgegangen und haben bereits ein Rekordtief bei $72,75 pro Barrel markiert. Der RSI der Tages-Chart bewegt sich jedoch im überverkauften Bereich und deutet auf eine sich ankündigende Kurskorrektur nach oben. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine großartige Gelegenheit bieten, bei diesem Trend jetzt, zu einem äußerst frühen Zeitpunkt, einzusteigen.

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