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Dollar und Yen starten gestärkt in die neue Handelswoche

Posted by Forexyard • Monday, August 23. 2010 • Category: Forex
Anzeige - Devisenhandel mit ForexyardNach vier Handelstagen, an denen Euro und Pfund Sterling in der letzten Handelswoche das Marktgeschehen bestimmten, setzte schließlich am Donnerstag eine eindeutige Trendwende ein. Negative Ergebnisse makroökonomischer US-Daten verstärkten die Sorge der Anleger um eine nachhaltige Erholung der globalen Wirtschaft. Während sich die Risikoaversion verstärkte, verbuchten US-Dollar und Japanischer Yen Kursgewinne. Werden sich die jüngsten Tendenzen aus der letzten Woche auch in den kommenden Tagen fortsetzen?

USD - US-Dollar beendet volatile Handelswoche bei Aufwärtstendenzen

In der vergangenen Woche konnte für den US-Dollar ein verhältnismäßig volatiler Handel gegenüber den Hauptwährungen beobachtet werden. Noch zum Wochenstart trat die US-Währung gleich 150 Punkte gegen den Euro ab, schloss jedoch vor dem Wochenende mit 70 Zählern Gewinn. Ähnliche Entwicklungen zeichneten sich zum Britischen Pfund Sterling ab.

Bis zum Donnerstag gab der USD gegen einen Großteil der Hauptwährungen ab. Am letzten Handelstag der Woche konnte der Greenback dann ordentlich aufholen. Händler verwiesen auf die verzögerte globale Konjunkturerholung, die der US-Währung als sicherer Währungshafen Auftrieb bringt als Beweggrund für die Kursbewegungen. Auf der anderen Seite zeugten die aktuellen Zahlen zum US-Saldo von Wertpapierkäufen und -verkäufen ausländischer Investoren von einer wenn auch sehr leichten konjunkturellen Belebung der US-Wirtschaft. Der TIC-Bericht der langfristigen Nettokapitalzuflüsse übertraf mit $44,4 Mrd. die Prognosen von $36,3 Mrd. und lag damit über dem Mai-Ergebnis von $35,3 Mrd. Ferner ist der US-Erzeugerpreisindex im Juli gegenüber dem Vormonat laut US-Arbeitsministerium um 0,2% gestiegen. Zum ersten Mal seit vergangenem März zeigt der Index eine positive Rate auf. Die Stimmung am Markt beruhigte sich mit Veröffentlichung der Indizes und die Spekulationen um Deflation, niedriges Wachstum und eine weiterhin lockere Geldpolitik ließen nach. Gleichzeitig stellten Anleger die wirtschaftliche Erholung in der Eurozone im Anschluss an die jüngsten Aussagen von Deutsche Bundesbank Präsident Axel Weber in Frage. Laut Weber wird der EZB-Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik in diesem Jahr voraussichtlich nicht mehr stattfinden.

In Übersee wiederum schockierten die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe die Marktteilnehmer am Donnerstag. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, erhöhte sich die Zahl der Antragssteller überraschend auf 500.000. Experten hatten 478.000 Anträge erwartet. Des Weiteren enttäuschte der Philadelphia-Fed-Index die Märkte und sackte mit -7,7 im August deutlich in den negativen Bereich ab. Hier hatten Analysten mit einem Indexstand von 7,0 gerechnet, nachdem das letzte Ergebnis mit 5,1 ausgegeben wurde.

Auch in dieser Woche stehen wieder einige wichtige Veröffentlichungen aus der US-Wirtschaft auf der Agenda. Die bedeutendsten Indikatoren darunter: Verkäufe bestehende Häuser, US-Neubauverkäufe, Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter, Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie die vorläufigen Zahlen zum BIP. Jeder einzelne Indikator wird seinen Einfluss auf den Dollar-Kurs haben.

EUR - Enttäuschende Makrodaten ziehen Euro in die Tiefe

In der letzten Woche musste der Euro gegenüber einigen Hauptwährungen Kursverluste hinnehmen. Die Handelswoche begann der Euro zunächst bei Aufwärtstendenzen, beendete diese jedoch mit einem Verlust von 70 Punkten zum US-Dollar sowie 120 Punkten zum Japanischen Yen.

Dieses Mal lieferte auch die Eurozone wieder entmutigende Konjunkturdaten, die auf der Anlegerstimmung lasteten und Bedenken hinsichtlich des Erholungstempos der Wirtschaft im Euroraum aufleben ließen. Der Index der ZEW-Konjunkturerwartungen ging laut Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim im August von 21,2 Zählern im Vormonat auf 14 Punkte zurück. Zum 4. Mal in Folge war der viel beachtete Indikator Deutschlands somit rückläufig. Am Freitag waren die Augen der Händler auf Axel Weber gerichtet. Der Präsident der Deutschen Bundesbank sorgte vor dem Wochenende mit seinen Äußerungen für Aufregung am Markt, als er sich für die Beibehaltung der expansiven Geldpolitik der EZB bis ins kommende Jahr aussprach. Webers Worte drückten die Stimmung der Anleger, so dass der EUR mit $1,2664 am Freitag auf ein 5-Wochentief absackte.

Händler gehen in den kommenden Handelstagen nicht von einer Veränderung des allgemeinen Marktklimas aus. Händler sollten dennoch aufmerksam bleiben. Insbesondere Deutschland, als stärkste Wirtschaftsnation der Eurozone, liefert in dieser Woche wichtige Fundamentaldaten. Besondere Aufmerksamkeit sollte dabei Deutschlands Geschäftsklimaindex geschenkt werden. Der Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland gibt das monatliche Ergebnis einer Umfrage unter rund 7.000 Unternehmen in Bezug auf die Beurteilung der gegenwärtigen Geschäftslage sowie die Erwartungen für die nächsten 6 Monate aus. Voraussichtlich wird der Euro-Handel der anstehenden Woche überwiegend von diesem Index beeinflusst werden.

JPY - JPY klettert auf 7-Wochenhoch gegen EUR

In der letzten Handelswoche ergaben sich für den japanischen Yen überwiegend Aufwärtstendenzen gegenüber den Hauptwährungen. EUR/JPY rutschte um nahezu 100 Punkte und damit bis auf ein neues 7-Wochentief ab. Auch zum Pfund Sterling ergab sich ein Kursgewinn von ungefähr 100 Punkten.

Die negativen Ergebnisse makroökonomischer Daten sowohl aus den USA als auch aus dem Euroraum hätten die allgemeine Sorge am Markt um die sich abkühlende Wirtschaftsaktivität und die negativen konjunkturellen Aussichten weltweit verstärkt, so Händler. Wie bereits in der Vergangenheit deutlich zu beobachten war, profitiert der Yen vom Widerwillen der Händler, Risiken einzugehen. Dabei ist die Kursaufwertung der Inselstaatwährung alles andere als vorteilhaft für Japan, denn der Anstieg des Yen belastet den Außenhandel stark.

Mittlerweile zieht die japanische Regierung neue Hilfsprogramme zur Stützung der Konjunktur des Inselstaats in Erwägung. Aktuell behält der Safe-Haven-Status des Yen weiterhin seine Gültigkeit am internationalen Markt. Solange globale Konjunkturdaten die Anleger verunsichern, wird der Yen voraussichtlich Stärke zeigen, so Händler.

In dieser Woche werden auch mehrere bedeutende Konjunkturindikatoren aus Japan erwartet. Konzentrieren sollten sich Anleger dabei auf: Japans Handelsbilanz sowie die Kernrate zum Tokio-Verbraucherpreisindex. Beide Indizes können verstärkt Einfluss auf den JPY-Handel nehmen.

Rohöl - Abwärtstrend: Ölpreis bei $73,45 pro Barrel

Die schlechte Stimmung an den Märkten drückte vor dem Wochenende auch die internationalen Ölpreise. Am Freitag fielen diese nach dem Kursrutsch vom Vortag erneut und notierten zwischen $73 und $75 pro Barrel.

Hauptursache für die Abwertung schienen enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA zu sein, der größten Rohöl verbrauchenden Nation weltweit. Zu Wochenbeginn sind die Ölpreise jedoch wieder leicht gestiegen. Am Montagmorgen kostete ein Barrel der US-Referenzsorte WTI $74,13 und somit $0,31 mehr als am Freitag.

In der anstehenden Woche sollten Händler wieder Fundamentaldaten aus den USA und der Eurozone ihre Aufmerksamkeit schenken. Diese scheinen nach wie vor den größten Einfluss auf den Ölpreis zu nehmen. Damit spielt der Bericht der US-Rohöllagerbestände am Mittwoch die wichtigste Rolle diesbezüglich, der sich bereits zuvor unmittelbar auf den Rohölhandel ausgewirkt hat.

Technische News
EUR/USD

Dieses Paar schwankte in der vergangenen Woche bei stark rückläufigen Tendenzen und wird mittlerweile zwischen 1,2700 und 1,2730 gehandelt. Der Hauptoszillator der Tages-Chart deutet darauf hin, dass sich dieser Trend in unmittelbarer Zukunft fortsetzt. Dennoch wird auf der 4-Stunden-Chart deutlich, dass der Slow Stochastic schon bald aufwärts kreuzen könnte, was wiederum auf eine bevorstehende Aufwärtsausrichtung deutet. Dieser Augenblick ist dafür geschaffen, zu einem frühen Zeitpunkt Profit aus der Situation zu schlagen.

GBP/USD
Dieses Kurspaar konnte sich in letzter Zeit fortwährend stabilisieren und erreicht mittlerweile neue Höchststände. Eine Fortsetzung des zinsbullischen Trends wird vom MACD der Tages- und Wochen-Chart bestätigt. Auf der anderen Seite steht das Abwärtskreuzen des Slow Stochastic auf der 4-Stunden- und Tages-Chart im Widerspruch zu dieser Tendenz. Hier könnte es eine gute Entscheidung sein, eine Kauf-Position mit eng gesetzten Stopps zu eröffnen, bevor der zinsbullische Trend ein Ende findet.

USD/JPY
In den letzten Handelstagen ergaben sich für dieses Paar äußerst rückläufige Tendenzen. Der MACD der Stunden-Chart gibt keine eindeutigen Signale aus. Der Slow Stochastic und der RSI der Tages-Chart deuten darauf hin, dass dieses Paar zunächst weiter abrutschen könnte, bevor sich eine Aufwärtskorrektur einstellt. Händler sollten sich diesen zinsbullischen Trend jetzt zunutze machen, bevor sein Potenzial ausgeschöpft ist.

USD/CHF
Der jüngste Kursabfall dieses Paares hat USD/CHF bis in den überkauften Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart gedrückt und verdeutlicht bestehenden Aufwärtsdruck. Auch das jüngste Aufwärtskreuzen des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart bestätigt, dass eine Preiskorrektur bevorsteht. Kaufen könnte eine gute Wahl für heute sein.

Die Wild-Card
Gold

Die Goldpreise haben in der letzten Zeit wieder deutlich angezogen. Die Feinunze Gold wird mittlerweile bei über $1229 gehandelt. Auf der Tages- und Wochen-Chart wird deutlich, dass der zinsbullische Trend für den Rohstoff vorerst anhält. Auch der MACD-Oszillator der Stunden- und 4-Stunden-Chart stützt diese Einschätzung. Für Forex -Anleger könnte es heute von Vorteil sein, bei diesem äußerst gefragten Trend jetzt einzusteigen.

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