US-Arbeitsmarktdaten enttäuschen Aktienmärkte
Posted by Helaba Floor Research • Friday, August 20. 2010 • Category: Indizes
DAX Indikation 6.076 Unterstützungen 6.052 / 6.000 Widerstände 6.168 / 6.229 Handelsbreite 6.052 / 6.168
EuroStoxx 50 Indikation 2.670 Unterstützungen 2.629 / 2.586 Widerstände 2.750 / 2.780 Handelsbreite 2.600 / 2.730
Die Kurse am deutschen Aktienmarkt sind wieder unter Druck gekommen. Dafür verantwortlich waren unter anderem die schwachen Arbeitsmarktdaten der USA. So sind die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf 500.000 gestiegen. Damit wird klar, dass der US-Arbeitsmarkt nicht in Schwung kommt. Die Zahlen dürften auch die Fed beunruhigen. Markterwartungen werden bestärkt, wonach die US-Notenbank eine weitere Lockerung der Geldpolitik beschließen könnte. Im Anschluss der Datenveröffentlichung hat der Dax ins Minus gedreht. Verstärkt wurde der Abschwung dann durch den schwachen Philadelphia-Fed-Index. Die Stimmungsumfrage der Fed ist zum ersten Mal seit 13 Monaten wieder negativ. Der Dax schloss bei 6.075 Punkten 1,8 % im Minus. Der breiter gefasste EuroStoxx50 ging bei 2.675 Punkten mit einem Minus von 1,97 % aus dem Handel.
Heute stehen keine wichtigen Daten zur Veröffentlichungen an. Daher bietet sich ein Blick auf die technische Verfassung des Dax an. Der seit Ende Mai bestehende Aufwärtstrend ist nach wie vor intakt. Die Unterstützungslinie dieses Trends verläuft heute bei etwa 6.050 Punkten. Ein Test der Aufwärtstrendlinie muss ins Kalkül gezogen werden, denn die Indikatoren im Tageschart mahnen zur Vorsicht. MACD und Stochastic richten sich unterhalb ihrer jeweiligen Signallinien gen Süden, ohne dass dabei eine überverkaufte Marktlage zu beobachten ist. Unterstützungen zeigen sich bei 6.062 und 6.050 Punkten. Der Bruch der Trendlinie könnte eine erhöhte Abwärtsdynamik zur Folge haben, die leicht bis 5.800 Punkte reichen kann. Widerstände sind unverändert im Bereich 6.236 – 6.247 zu finden.
In den USA haben sich die Aktienbörsen ebenfalls abgeschwächt. Auch hier standen die Sorgen um die Erholung der US-Wirtschaft im Vordergrund. Der Dow-Jones-Index verlor 1,39 % und schloss bei 10.271 Punkten. Der S&P500 gab 1,69 % auf 1.075 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank um 1,66 % auf 2.179 Punkte. Mit Blick auf die nächste Woche sollten die Konjunktursorgen allerdings nicht kleiner werden. Im Gegenteil: Die Revision der US-Wachstumszahlen des zweiten Quartals sowie Immobilienverkaufszahlen könnten die Risikoaversion erneut steigen lassen. Vor diesem Hintergrund erhöht sich die Wahrscheinlichkeit nachgebender Aktiennotierungen.
Auch das technische Umfeld für den Dow Jones Index weist Risiken auf. Mit dem Bruch des kurzfristigen Aufwärtstrends am 11. August müssen weitere Verluste ins Kalkül gezogen werden. Auch die quantitativen Indikatoren im Tageschart verheißen nichts Gutes. MACD und Stochastic sind im Verkauf, und der leicht steigende ADX deutet an, dass die Abwärtsbewegung an Kraft gewinnen könnte. Unterstützungen zeigen sich bei 10.209 und 10.007 Punkten. Darunter rückt das markante Tief vom 2. Juli bei 9.614 Zählern ins Blickfeld. Widerstände finden sich an der 200-Tagelinie bei 10.451 und bei 10.480 Punkten.
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Die Handelsexperten und das FloorResearch der Helaba verfolgen direkt das Geschehen an den Märkten. Täglich aktuell stellen Sie Ihnen ihr Wissen zur Verfügung. Informieren Sie sich über die aktuellen Tendenzen! Den vollständigen Marktbericht erhalten Sie als PDF-Datei auf www.helaba.de/de/MaerkteUndAnalysen/Marktkommentare.
Haftungsausschluss
Die Publikationen sind mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthalten jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in diesen Publikationen getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden.
EuroStoxx 50 Indikation 2.670 Unterstützungen 2.629 / 2.586 Widerstände 2.750 / 2.780 Handelsbreite 2.600 / 2.730
Die Kurse am deutschen Aktienmarkt sind wieder unter Druck gekommen. Dafür verantwortlich waren unter anderem die schwachen Arbeitsmarktdaten der USA. So sind die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf 500.000 gestiegen. Damit wird klar, dass der US-Arbeitsmarkt nicht in Schwung kommt. Die Zahlen dürften auch die Fed beunruhigen. Markterwartungen werden bestärkt, wonach die US-Notenbank eine weitere Lockerung der Geldpolitik beschließen könnte. Im Anschluss der Datenveröffentlichung hat der Dax ins Minus gedreht. Verstärkt wurde der Abschwung dann durch den schwachen Philadelphia-Fed-Index. Die Stimmungsumfrage der Fed ist zum ersten Mal seit 13 Monaten wieder negativ. Der Dax schloss bei 6.075 Punkten 1,8 % im Minus. Der breiter gefasste EuroStoxx50 ging bei 2.675 Punkten mit einem Minus von 1,97 % aus dem Handel.
Heute stehen keine wichtigen Daten zur Veröffentlichungen an. Daher bietet sich ein Blick auf die technische Verfassung des Dax an. Der seit Ende Mai bestehende Aufwärtstrend ist nach wie vor intakt. Die Unterstützungslinie dieses Trends verläuft heute bei etwa 6.050 Punkten. Ein Test der Aufwärtstrendlinie muss ins Kalkül gezogen werden, denn die Indikatoren im Tageschart mahnen zur Vorsicht. MACD und Stochastic richten sich unterhalb ihrer jeweiligen Signallinien gen Süden, ohne dass dabei eine überverkaufte Marktlage zu beobachten ist. Unterstützungen zeigen sich bei 6.062 und 6.050 Punkten. Der Bruch der Trendlinie könnte eine erhöhte Abwärtsdynamik zur Folge haben, die leicht bis 5.800 Punkte reichen kann. Widerstände sind unverändert im Bereich 6.236 – 6.247 zu finden.
In den USA haben sich die Aktienbörsen ebenfalls abgeschwächt. Auch hier standen die Sorgen um die Erholung der US-Wirtschaft im Vordergrund. Der Dow-Jones-Index verlor 1,39 % und schloss bei 10.271 Punkten. Der S&P500 gab 1,69 % auf 1.075 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank um 1,66 % auf 2.179 Punkte. Mit Blick auf die nächste Woche sollten die Konjunktursorgen allerdings nicht kleiner werden. Im Gegenteil: Die Revision der US-Wachstumszahlen des zweiten Quartals sowie Immobilienverkaufszahlen könnten die Risikoaversion erneut steigen lassen. Vor diesem Hintergrund erhöht sich die Wahrscheinlichkeit nachgebender Aktiennotierungen.
Auch das technische Umfeld für den Dow Jones Index weist Risiken auf. Mit dem Bruch des kurzfristigen Aufwärtstrends am 11. August müssen weitere Verluste ins Kalkül gezogen werden. Auch die quantitativen Indikatoren im Tageschart verheißen nichts Gutes. MACD und Stochastic sind im Verkauf, und der leicht steigende ADX deutet an, dass die Abwärtsbewegung an Kraft gewinnen könnte. Unterstützungen zeigen sich bei 10.209 und 10.007 Punkten. Darunter rückt das markante Tief vom 2. Juli bei 9.614 Zählern ins Blickfeld. Widerstände finden sich an der 200-Tagelinie bei 10.451 und bei 10.480 Punkten.
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