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DAX - Weg nach oben versperrt

Posted by Helaba Floor Research • Thursday, August 19. 2010 • Category: Indizes
DAX Indikation 6.205 Unterstützungen 6.123 / 6.059 Widerstände 6.247 / 6.333 Handelsbreite 6.123 / 6.247
EuroStoxx 50 Indikation 2.738 Unterstützungen 2.680 / 2.586 Widerstände 2.750 / 2.780 Handelsbreite 2.690 / 2.780

Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Mittwoch mangels fundamentaler Einflussfaktoren nur wenig bewegt. Nach einem Auf und Ab schloss der Leitzindex bei 6.186 Punkten 0,32 % tiefer. Der breiter gefasste EuroStoxx50 ging bei 2.728 Punkten aus dem Handel. Dies entspricht einem Minus von 0,33 %. Da die heutigen Datenveröffentlichungen kaum in der Lage sein werden, die Konjunkturskepsis weiter zu zerstreuen, bleibt das Potenzial auf der Oberseite begrenzt. Vor diesem Hintergrund erscheint es unwahrscheinlich, dass die am 11. August gerissene Kurslücke bei 6.236 bis 6.247 Punkten geschlossen wird. Da zudem bei 6.244 ein Widerstand in Form des markanten Kurstiefs vom 6. August lauert, ist der Weg nach oben versperrt. Erst ein Überwinden der genannten Hürden macht den Weg für weitere Kursgewinne frei. In diesem Fall zeigen sich die nächsten Widerstände erst bei 6.333 und 6.386. Unterstützungen lokalisieren wir bei 6.123 und 6.062. Anzumerken ist, dass die Unterstützungslinie des sei Ende Mai existierenden Aufwärtstrends bei 6.070 Punkten verläuft.

An der Wall Street ist es gestern zu leichten Kursgewinnen gekommen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,09 % höher bei 10.415 Punkten. Der S&P500 stieg um 0,15 % und ging bei 1.094 Punkten aus dem Handel. Die Technologiebörse Nasdaq legte um 0,28 % auf 2.215 Zähler zu. Heute gibt es neue Informationen über den Zustand der US-Konjunktur. Sorgen vor einer erneuten Rezession haben kurzzeitig nachgelassen, nachdem große US-Einzelhändler (Wal-Markt und Home Depot) hohe Gewinne meldeten und die Industrieproduktion mit 1,0 % VM unerwartet stark gestiegen ist.

Heute stehen zunächst die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf dem Programm, bei denen kaum von einer positiven Überraschung auszugehen ist. Vielmehr haben die Zahlen in letzter Zeit enttäuscht. Erst ein Rückgang unter 400.000 wäre mit einem nachhaltigen Wirtschaftsaufschwung vereinbar. Damit ist heute aber nicht zu rechnen. Der Index der Frühindikatoren sollte ebenfalls nicht in der Lage sein, positiv zu überraschen. Nicht zuletzt sprechen die um mehr als drei Prozent gesunkenen Baugenehmigungen gegen einen nennenswerten Anstieg. Leicht verbessert wird der Philadelphia-Fed-Index erwartet. Die Konsensschätzung liegt bei 7,2 nach 5,1 im Juli. Allerdings gilt zu berücksichtigen, dass der Empire-State-Index ebenfalls gestiegen ist, in wichtigen Subkomponenten aber enttäuschten und somit eine schwache Indikation für den landesweiten ISM-Index des Verarbeitenden Gewerbes liefern. Alles in allem dürften die heute anstehenden Zahlen nicht in der Lage sein, die Konjunktursorgen weiter zurückzudrängen. Daher erhält der Aktienmarkt von fundamentaler Seite keine Unterstützung.

Von technischer Seite dominieren ebenfalls Risiken für einen nachgebenden Dow-Jones-Index. Negativ zu beurteilen ist die Tatsache, dass die bei 10.427 verlaufende 200-Tagelinie nicht zurückerobert werden konnte. Da auch die Indikatoren im Tageschart weiterhin gen Süden gerichtet sind, sollten schwächere Kurse ins Kalkül gezogen werden. Unterstützungen zeigen sich bei 10.297 und 10.209 Punkten. Darunter kommt bei 10.007 Zählern das markante Tief vom 20. Juli zum Vorschein. Widerstände sind an der 200-Tagelinie und bei 10.480 Punkten anzutreffen.

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