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Risikoappetit steigt und bringt Risikowährungen Auftrieb

Posted by Forexyard • Tuesday, July 27. 2010 • Category: Forex
Anzeige - Devisenhandel mit ForexyardDer EUR erreichte am Montag erneut die Marke von $1,30, nachdem sich die Nachfrage nach gewinnträchtigen Anlagen, angesichts positiver Konjunktursignale aus den USA sowie steigender globaler Aktienkurse, verstärkte. Gold gibt derzeit leicht nach. Das Edelmetall verliert von seinem Reiz als sicherer Hafen, berichten Händler.

USD - Neuer Risikoappetit lässt USD abrutschen

Am Montag wertete der US-Dollar gegen übrige Hauptwährungen ab, während die US-Indizes an der Wall Street fester schlossen. Zuvor waren überraschend positive US-Konjunkturdaten veröffentlicht worden. Sowohl solide Daten vom US-Immobiliensektor als auch die Aufwärtsrevidierung von FedEx zum Ausblick des ersten Geschäftsquartals sorgten für ein positives Sentiment am Markt. Die Zahl der Neubauverkäufe in den USA ist im Juni im Vormonatsvergleich um 24% auf einen saisonbereinigten Jahreswert von 330.000 gestiegen.

Der US-Dollar gab im frühen asiatischen Handel heute um 0,7% auf $1,008 pro EUR nach, nachdem die US-Währung noch vor dem Wochenende bei $1,2909 notierte. Zum japanischen Yen fiel der Dollar auf 86,86 Yen von zuvor 87,46.

Als wichtiger Indikator aus den USA heute zählt der um 16:00 Uhr zur Veröffentlichung ausstehende Index des Verbrauchervertrauens für Juli, ausgegeben vom US-Conference Board. Positive Konjunkturergebnisse können die Risikobereitschaft am Markt steigern, was den USD wiederum belasten könnte.

EUR - EUR und GBP gewinnen nach Bankenstresstest

Der EUR verbleibt vorerst innerhalb seiner Handelsspanne der letzten 2 Wochen. EUR/USD bewegte sich im asiatischen Handel heute Morgen in einer Spanne von 41 Punkten. Das Tagestief, was kurz nach Markteröffnung markiert wurde, lag bei 1,2979, während das kurz darauf erreichte Tageshoch bei 1,3020 ausgegeben wurde. Der nächste Widerstand für das beliebte Cross befindet sich bei 1,3026, die nächste Unterstützung bei 1,2912.

Zum japanischen Yen kletterte der EUR bis auf ¥112,97, von zuvor ¥112,11, nachdem das Tageshoch hier bei ¥113,48 lag, dem höchsten Niveau seit dem 3. Juni. Das britische Pfund Sterling erreichte die Marke von $1,5490, von zuvor $1,5425 sowie kurzzeitigen $1,55 im Laufe des Tages. Diese Marke entsprach einem neuen Rekord seit der letzten Aprilwoche.
In Großbritannien hatten die Großbanken HSBC Holdings Plc, Barclays Plc, Lloyds Banking Group Plc sowie Royal Bank of Scotland Group Plc den europäischen Bankenstresstest bestanden.

JPY - Deutliche Verluste für Safe-Haven-Yen

Auch der japanische Yen wertete am Montag gegen die Hauptwährungen kräftig ab und dennoch geriet USD/JPY im Handelsverlauf am Montag insgesamt unter Druck. Die Attraktivität von Safe-Haven-Währungen lässt gegenwärtig nach, während die Kurse an den globalen Aktienmärkten anziehen und sich die Nachfrage nach Risikoanlagen steigert.

Der JPY handelte heute Morgen im frühen asiatischen Handel bei 113,07 pro EUR von zuvor 112,89 in New York, nachdem das Tagestief bei 113,48 ausgegeben wurde und dem niedrigsten Niveau seit dem 3. Juni entsprach. Mit 86,95 pro USD notiert der Yen gegen den Dollar fester von zuvor 86,88.

JPY-Anleger sollten heute nicht nur Veröffentlichungen aus Japan beobachten, sondern ebenso die wirtschaftlichen Ergebnisse weltweit im Auge behalten.

Rohöl - Rohöl verbleibt um die Marke von $79 pro Barrel

Die positive Stimmung an den Aktienmärkten gestern stützte die Ölpreise am Montag um $79 pro Barrel. Am Dienstagmorgen legten die Preise erneut leicht zu. Ein Barrel der US-Sorte WTI zur Auslieferung im September kostete $79,01 und somit $0,03 mehr als am Montag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent stieg um $0,05 auf $77,55.

Die Ölpreise schwanken derzeit zwischen $70 und $80. Händler erwarten einen Rückgang der US-Rohölbestände für die vergangene Woche. Heute Nachmittag veröffentlicht API aktuelle Daten zum US-Lagerbestand, während die offiziellen Zahlen durch den im Markt höher bewerteten Statusreport der US-Energiebehörde DoE am Mittwoch erwartet werden.
Möglicherweise nähert sich der Preis für Rohöl seinem nächsten Widerstand um die Marke von $80 pro Barrel.

Technische News

EUR/USD
Der Preis dieses Währungspaares ist bereits zum zweiten Mal aus der bisherigen zinsbullischen Handelsspanne auf der Tages-Chart heraus gebrochen und notiert deutlich über der oberen Grenze der Spanne. Ein Rückfall in das Handelsmuster würde einem False-Breakout gleichkommen, wie dies in der letzten Woche bereits der Fall war. Ein Anstieg bis zum 38,2%-Retracement-Level um 1,3110, würde ein neues Handelsmuster und den Ausbruch bestätigen.

GBP/USD
Dieses Währungspaar hat seinen nächsten Widerstand bei 1,5520 mittlerweile erreicht und ist anschließend wieder bis auf 1,5494 abgerutscht. Das Momentum bleibt hinter der Preisbewegung, während das 14-Tage-Momentum bei 103 höher tendiert und darauf deutet, dass Potenzial für weitere Aufwärtsbewegungen besteht. Der nächste bedeutende Widerstand liegt bei 1,5820.

USD/JPY
Die zinsbullische Kurskorrektur, die dieses Währungspaar seit Mitte letzter Woche an den Tag legte, fand gestern ein Ende. Dabei kletterte der Preis zunächst bis zur 20-Tage-Linie des Simple-Moving-Average (SMA), bevor er deutlich absackte. USD/JPY konnte diesen Widerstand nicht überwinden, was ein Zeichen dafür sein könnte, dass eine heftige Abwärtsbewegung bevorsteht. Für Händler könnte es sich heute auszahlen, bei einem Richtpreis um die 86,25-Unterstützungsmarke auf fallende Kurse zu setzen.

USD/CHF
Die entsprechenden Charts für kürzere Zeitrahmen geben für dieses Paar keine allzu deutliche Ausrichtung für USD/CHF an. Slow Stochastic und RSI auf der Stunden- und 4-Stunden-Chart verdeutlichen eine Aufwärtsbewegung, dennoch sind die Signale nicht eindeutig. Der Slow Stochastic der Wochen-Chart wiederum scheint aufwärts zu kreuzen. Der Aufwärtsdruck verstärkt sich, hier könnten Händler auf steigende Kurse setzen.

Die Wild-Card
USD/SEK

Nach einer deutlichen Seitwärtsausrichtung in den vergangenen Handelstagen, ergeben sich bei diesem Paar mittlerweile unübersehbare Kaufsignale. Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart scheint kurz davor zu sein, aufwärts zu kreuzen. Eine Aufwärtsbewegung scheint sich also anzukündigen. Auf der Tages- und Wochen-Chart signalisiert der Slow Stochastic ebenfalls bevorstehendes Aufwärtskreuzen. Der RSI der Tages-Chart bewegt sich wiederum im überverkauften Bereich und weist somit auf zusätzlichen Aufwärtsdruck hin. Forex -Anleger könnten sich diese Chart-Informationen zunutze machen, indem sie jetzt für schnelle Tages-Gewinne kurzfristig auf steigende Kurse setzen.

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