EUR/USD: Erwartete Trading-Range: 1,2877 – 1,3095
Posted by Helaba Floor Research • Tuesday, July 27. 2010 • Category: Forex
Die Diskussion um die Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik in den USA, die zusammenfällt mit der positiv veränderten Wahrnehmung der europäischen Konjunktur, zeigt sich seit Anfang Juni auch in den Wechselkursen der Haupthandelswährungen. Während der EUR-USD-Kurs um über 10 Cent zulegen konnte, handeln EUR-JPY und EUR-GBP nur leicht über dem Niveau von vor sieben Wochen. EUR-CHF liegt per saldo sogar tiefer. In der Summe ergibt sich ein Bild, wonach es sich nicht um eine ausgemachte Eurostärke handelt, sondern dass der US-Dollar zur Schwäche neigt. Mit Interesse kann dabei aber auch verfolgt werden, dass der Devisenmarkt nicht unmittelbar das Ende des globalen Aufschwungs eskomptiert. Ein Gradmesser für die globale Konjunktureinschätzung ist unseres Erachtens der EUR-AUD-Kurs, denn eine globale Konjunkturschwäche sollte zuallererst den rohstofflastigen Austral-Dollar beeinträchtigen. Bislang zeigt sich dies nicht und EUR-AUD verharrt unter großen Schwankungen seit März um die Marke von 1,45.
Auch heute werden in den USA Daten veröffentlicht, die nicht dazu dienen, die Erwartungen in die US-Konjunktur zu stärken. So richtet sich die Aufmerksamkeit vor allem auf das Verbrauchervertrauen des Conference Boards. Die Konsumnachfragen ist mit rund 70 %-Anteil der größte Faktor des Wirtschaftswachstums. Insbesondere stellt sich die Frage, ob der Konsum ausreichend Kraft hat, um das Auslaufen der Konjunkturprogramme, den Ausfall des Immobiliensektors sowie die Beruhigung des Lagerzyklus zu ersetzen. Nur dann wäre die Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung gesichert. Der bislang nur schwach verbesserte Arbeitsmarkt mit einer noch immer sehr hohen Arbeitslosenquote und geringen Lohnzuwächsen wird dabei als Belastungsfaktor gesehen. Wenig Hoffnung haben wir, dass sich dieses Bild heute ändert. Die Indikationen für die Verbraucherstimmung sind durchweg negativ und Enttäuschungspotenzial gegenüber der Konsensschätzung ist vorhanden. Auch die Industriestimmung der Region Richmond wird wohl nicht das Vormonatsniveau halten und so den Eindruck geringeren Wachstums verstärken.
Hierzulande steht die Verbraucherstimmung an und wird robust erwartet. Eine quasi stagnierende Geldmenge wird in der Eurozone aber nicht für Euphorie sorgen und so bleibt der Blick in die USA gerichtet.
EUR-USD: Die Konsolidierung des Euro-Kurses an der 1,30er Marke setzte sich fort. Die Tagesindikatoren steigen aber wieder an und auf Wochenbasis bleibt die Perspektive für die kommenden Wochen positiv. Entscheidend sind die Hürden 1,2998 und 1,3028. Gelingt der Bruch, dürfte das Kursniveau rasch Richtung 1,31 steigen. Auf der Unterseite sind die Marken 1,2800 und 1,2730 wichtig. Trading-Range: 1,2877 – 1,3095.
Ihr Floor Research
www.helaba.de
Die Handelsexperten und das FloorResearch der Helaba verfolgen direkt das Geschehen an den Märkten. Täglich aktuell stellen Sie Ihnen ihr Wissen zur Verfügung. Informieren Sie sich über die aktuellen Tendenzen! Den vollständigen Marktbericht erhalten Sie als PDF-Datei auf www.helaba.de/de/MaerkteUndAnalysen/Marktkommentare.
Haftungsausschluss
Die Publikationen sind mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthalten jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in diesen Publikationen getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden.
Auch heute werden in den USA Daten veröffentlicht, die nicht dazu dienen, die Erwartungen in die US-Konjunktur zu stärken. So richtet sich die Aufmerksamkeit vor allem auf das Verbrauchervertrauen des Conference Boards. Die Konsumnachfragen ist mit rund 70 %-Anteil der größte Faktor des Wirtschaftswachstums. Insbesondere stellt sich die Frage, ob der Konsum ausreichend Kraft hat, um das Auslaufen der Konjunkturprogramme, den Ausfall des Immobiliensektors sowie die Beruhigung des Lagerzyklus zu ersetzen. Nur dann wäre die Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung gesichert. Der bislang nur schwach verbesserte Arbeitsmarkt mit einer noch immer sehr hohen Arbeitslosenquote und geringen Lohnzuwächsen wird dabei als Belastungsfaktor gesehen. Wenig Hoffnung haben wir, dass sich dieses Bild heute ändert. Die Indikationen für die Verbraucherstimmung sind durchweg negativ und Enttäuschungspotenzial gegenüber der Konsensschätzung ist vorhanden. Auch die Industriestimmung der Region Richmond wird wohl nicht das Vormonatsniveau halten und so den Eindruck geringeren Wachstums verstärken.
Hierzulande steht die Verbraucherstimmung an und wird robust erwartet. Eine quasi stagnierende Geldmenge wird in der Eurozone aber nicht für Euphorie sorgen und so bleibt der Blick in die USA gerichtet.
EUR-USD: Die Konsolidierung des Euro-Kurses an der 1,30er Marke setzte sich fort. Die Tagesindikatoren steigen aber wieder an und auf Wochenbasis bleibt die Perspektive für die kommenden Wochen positiv. Entscheidend sind die Hürden 1,2998 und 1,3028. Gelingt der Bruch, dürfte das Kursniveau rasch Richtung 1,31 steigen. Auf der Unterseite sind die Marken 1,2800 und 1,2730 wichtig. Trading-Range: 1,2877 – 1,3095.
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