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Bankenstresstest kann Euro aufgrund Zweifel an Glaubwürdigkeit nicht stützen

Posted by Forexyard • Monday, July 26. 2010 • Category: Forex
Anzeige - Devisenhandel mit ForexyardNach langem Warten wurden die Ergebnisse des europaweiten Bankenstresstests schließlich am Freitagabend veröffentlicht. Das Resultat überzeugte die Investoren von der Stabilität des europäischen Bankensystems nicht. Analysten kritisierten die Prüfung der Banken als zu leicht. Mit dem Start in die neue Handelswoche kann sich der Euro in den frühen Handelsstunden am Montag über der Marke von $1,29 behaupten. Nun stellt sich die Frage, ob diese Tendenz von Dauer sein wird?

USD - USD beendet volatile Handelswoche mit gemischten Konjunkturdaten

In der letzten Handelswoche schloss der US-amerikanische Dollar gegen die Hauptwährungen uneinheitlich. Gegen den EUR wertete der Dollar zeitweise auf, gab die erlangten Kursgewinne jedoch schnell wieder ab. Das Paar EUR/USD notierte bis zum Wochenende bei $1,29. Dem JPY gegenüber ergaben sich deutliche Aufwärtstendenzen. Zum GBP verlor der Greenback an Boden.

Die USD-Kursschwankungen waren die direkte Folge uneinheitlicher Konjunkturdaten aus der US-Wirtschaft. Die letzte Handelswoche begann mit positiven Impulsen aus dem Immobiliensektor. Laut entsprechendem Bericht der US-Baugenehmigungen im Juni, wurden Genehmigungen für 0,59 Mio. neue Wohnhäuser gezählt. Das Vormonatsniveau von 0,57 Mio. Privathäusern wurde somit um 2,1% übertroffen, während der entsprechende Vorjahresstand von 0,60 Mio. um 2,3% verfehlt wurde.

Enttäuschend wiederum waren die jüngsten Arbeitsmarktdaten aus den USA. Der wöchentliche Arbeitsmarktbericht, der die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in einer Woche ausgibt, kletterte in der letzten Woche auf 464.000 Anträge. In der vorangegangenen Woche lag die Zahl bei revidierten 427.000 Antragstellern. Analysten hatten einen Anstieg auf lediglich 449,000 Anträge erwartet.

In dieser Woche stehen wieder einige wichtige Veröffentlichungen aus der US-Wirtschaft auf der Agenda. Die bedeutendsten Indikatoren darunter: US-Verbrauchervertrauen, US-Neubauverkäufe, Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter, Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie die vorläufigen Zahlen zum BIP. Jeder dieser Indikatoren kann Einfluss auf den Kurs des USD nehmen. Händler, Augen auf!

EUR - Stresstest beruhigt Investoren und Sorgen um Kreditkrise nicht

In der vergangenen Woche ergab sich für den EUR ein äußerst volatiler Handel. Dabei startete die Gemeinschaftswährung bei zinsbullischen Tendenzen gegen Dollar und Yen in die Handelswoche. Bis zum Ende der Woche verbuchte der EUR dennoch kräftige Kursverluste und rutschte auf sein vorausgegangenes Niveau zurück.

Die Aufwärtstendenzen zum Wochenstart ließen sich größtenteils auf positive Konjunkturdaten aus der Eurozone zurückführen, die den Euro stützten. Der deutsche Erzeugerpreisindex stieg im Juni um 0,6% und übertraf dabei alle Erwartungen, die bei einem Anstieg von lediglich 0,2% lagen. Bei den Vorleistungsgütern erhöhten sich die Preise im Juni das 4. Mal in Folge und so stark wie seit über 3 Jahren nicht mehr. Die Aufträge im Verarbeitenden Gewerbe in der Eurozone überraschten Marktbeobachter ebenfalls positiv. Der Bericht verdeutlichte, dass der Ordereingang im Mai in der Eurozone um 2,8% in die Höhe geklettert war. Die Prognosen beliefen sich auf einen Rückgang um 0,1%.

Bis zum Wochenende konnte die europäische Einheitswährung ihre Gewinne jedoch nicht behaupten. Investoren waren angespannt und zeigten sich im Vorfeld der Ergebnisse des am Freitag veröffentlichten Bankenstresstests eher vorsichtig. Schließlich wurde das mit Spannung erwartete Ergebnis am Freitagabend ausgegeben: Nur 7 von 91 Instituten haben den Stresstest nicht bestanden. Das vermeintlich positive Resultat überzeugte die Investoren von der Stabilität des europäischen Bankensystems jedoch nicht. Analysten kritisierten die Prüfung der Banken als zu leicht. Die Lage bleibt nach wie vor instabil, so Marktbeobachter, dennoch ist die Rede von einem Härtegrad beim Test, den viele nicht erwartet hätten. Positiv sei, dass ein neues Maß an Transparenz hergestellt werde, das möglicherweise Vertrauen in die Banken schafft.

Für die kommende Woche werden auch aus der Eurozone einige wichtige Konjunkturdaten erwartet. Hier stehen die vorläufigen Zahlen zu Deutschlands Verbraucherpreisindex als führender Inflationsindikator auf der Agenda. EUR-Anleger sollten dabei nicht außer Acht lassen, dass die Märkte nach wie vor unter dem Einfluss der vor dem Wochenende veröffentlichten Stresstestergebnisse stehen.

JPY - Yen wertet gegen Hauptwährungen ab

In der letzten Handelswoche ergaben sich für den japanischen Yen überwiegend Abwärtstendenzen gegen die Hauptwährungen. Dabei verbuchte der JPY ein Minus von 100 Punkten zum USD und rutschte um nahezu 300 Punkte gegen das Pfund Sterling ab. GBP/JPY handelt aktuell um die Marke von 135,50.

Der Kursabfall ergab sich größtenteils aus Spekulationen darüber, dass sich die Konjunkturlage in Asien zunehmend zu verbessern scheint. Dies stützte die Risikobereitschaft der Händler und veranlasste Investoren, sich an Risikoanlagen zu orientieren. Der japanische Yen als Safe-Haven fällt in der Regel tendenziell, sobald sich die Risikoaversion am Markt abschwächt. Die positiven Konjunkturimpulse in Asien hatten ihren Ursprung in Südkorea, dessen Wirtschaft schneller wächst als von Experten erwartet, sowie in Japan. Hier stiegen die Exportzahlen wiederholt überraschend stark an.

Wie üblich stehen auch in dieser Woche einige kursbewegende Indizes auf der japanischen Wirtschaftsagenda. Montag - Einzelhandelsumsatz sowie Donnerstag - Kernrate Tokio-Verbraucherpreisindex. Sollten die Daten weiterhin positive Signale liefern, ist davon auszugehen, dass der JPY seine Talfahrt gegen die übrigen Hauptwährungen fortsetzt.

Rohöl - Ölpreise konsolidiert um $79 pro Barrel

Der Aufwärtstrend der Ölpreise setzte sich auch in der vergangenen Handelswoche fort. Zu Wochenbeginn handelte das Barrel Rohöl zunächst um $76. Im weiteren Wochenverlauf zogen die Preise kräftig an und liegen mittlerweile bei $79.

Die Hoffnung auf eine schnelle konjunkturelle Erholung in den USA und der Eurozone, angesichts viel versprechender Konjunkturdaten, ließ die Ölpreise zu Wochenbeginn steigen. Anleger vermuteten, dass auch die Nachfrage nach Rohöl demzufolge zunimmt. Darüber hinaus verwiesen Händler auf den Wirbelsturm „Bonnie“ im Golf von Mexiko als Beweggrund für die Preisentwicklungen bei Rohöl.

Am Montagmorgen sind die Ölpreise erneut leicht gestiegen. Im den frühen Handelsstunden kostete ein Barrel der US-Sorte WTI zur Auslieferung im September $79,00 und damit $0,02 mehr als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent stieg um $0,20 auf $77,65. Am Mittwoch wird der wöchentliche Bericht zu den US-Rohöllagerbeständen veröffentlicht, der sich bereits zuvor unmittelbar auf den Rohölhandel ausgewirkt hat. Händler sollten hier aufmerksam bleiben.

Technische News

EUR/USD
Die Handelstendenzen der vergangenen Woche haben zu einer Doji-Candlestick-Anordnung auf der Wochen-Chart geführt, die somit auf Kurskorrekturen nach unten deutet. Händler, die auf fallende Kurse setzen, sollten hier zwei Signale zunächst abwarten: Der nächste bedeutende Widerstand für EUR/USD liegt beim 38,2%-Fibonacci-Retracement-Level um 1,3110. Die nächste Unterstützung befindet sich beim am letzten Mittwoch erreichten Tagestief um 1,2730.

GBP/USD
Die zweimonatigen zinsbullischen Kurskorrekturen haben den Preis mittlerweile über bedeutende technische Widerstände hinaus gedrückt. Hier könnte sich langfristig eine Trendwende einstellen. Auf der Wochen-Chart wird deutlich, dass der Preis die Langzeit-Abwärtstrendlinie überwunden hat, die im Juli 2008 einsetzte. Darüber hinaus notierte das Paar oberhalb der 200-Tage-Linie des Simple-Moving-Average (SMA). Für Händler könnte es sich lohnen, mit einer nächsten Widerstandsmarke bei 1,5520 zu kaufen.

USD/JPY
USD/JPY fiel in der vergangenen Woche unterhalb der Unterstützung bei 86,25. Das Momentum dieses Paares hat sich mittlerweile gedreht - das Momentum (10) tendiert höher. Darüber scheint der Preis kurz davor zu sein, die 20-Tage-Linie des Simple-Moving-Average (SMA) zu durchbrechen. Ein Durchbruch dieser könnte den Preis bis zum Widerstand bei 89,15 drücken, nahe der langfristigen Abwärts-Trendlinie. Mögliche Kurskorrekturen könnten hier einen guten Einstieg ermöglichen, bei USD/JPY auf fallende Kurse zu setzen.

USD/CHF
Der Relative Strength Index (RSI) der 4-Stunden-Chart gibt das Paar im überkauften Bereich aus. Hier könnte sich bereits in naher Zukunft eine Kurskorrektur nach unten vollziehen. Da das Paar entsprechend einem Großteil der technischen Indikatoren überwiegend in neutralen Bereichen handelt, sollten Anleger weitere Kursbewegungen und damit eindeutigere Signale zunächst abwarten.

Die Wild-Card
AUD/USD

Der Slow Stochastic der 8-Stunden-Chart kreuzt aufwärts und bestätigt eine mögliche Kurskorrektur nach unten für den weiteren Handelstag. Der RSI der 4-Stunden-Chart stützt diese Interpretation. Auf fallende Kurse zu setzten kann für Forex -Händler heute eine gute Entscheidung sein, da sich für AUD/USD leichte Abwärtstendenzen ankündigen

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