EUR/SUD: Erwartete Trading-Range: 1,2850 - 1,3000
Posted by Helaba Floor Research • Friday, July 23. 2010 • Category: Forex
Die Datenlage in der Eurozone hat sich gestern überraschend freundlich präsentiert und der Euro konnte nach den positiven Einkaufsmanagerindizes der Eurozone zulegen. Weitere Stimmungsindikatoren der Industrie stehen heute in Deutschland und Belgien auf der Agenda. Die Erwartungen für das deutsche Geschäftsklima sollten vor dem Hintergrund der jüngsten Daten nicht zu tief gesteckt sein. So legten die deutschen PMIs laut Vorabschätzung und entgegen der Erwartungen zu und auch die ZEW-Umfrage zeigte einen deutlichen Anstieg der Lagekomponente, während der ZEW-Saldo der Konjunkturerwartungen kräftig nachgab. Daher rechnen wir auch mit einem Rücksetzer bei den ifo-Geschäftserwartungen, diese dürften aber durch die Beurteilung der Geschäftslage kompensiert werden. Raum für eine Enttäuschung des ifo-Gesamtindexes sehen wir daher nicht. Auch in Belgien sollte sich die Industriestimmung robust zeigen und das Bild einer fortgesetzten Konjunkturerholung unterstützen. Das Pendant in Frankreich stieg gestern unerwartet an.
Am Nachmittag richtet sich das Interesse auf die Veröffentlichung der Stresstest-Ergebnisse. Spekulationen über eine vorgezogene Veröffentlichung der Ergebnisse von 91 europäischen Banken wurden bislang nicht bestätigt. Nachdem in den letzten Tagen und Wochen oftmals Kritik an dem Verfahren laut wurde sowie hier und da bereits Teilergebnisse durchsickerten, ist unseres Erachtens schwer abzuschätzen, wie die Finanzmärkte darauf reagieren werden. Eine erhöhte Risikoaversion - dies zeigte sich zumindest nach der Bernanke-Rede - könnte den Euro belasten und umgekehrt.
EUR-USD: Gute europäische Stimmungsindikatoren verhalfen dem Euro gestern zu Terraingewinnen. In der Folge hat die Unterstützungszone 1,2710/30 gehalten und die Gemeinschaftswährung konnte sich wieder um 1,2900 etablieren. Der Stochastic liegt dennoch im Verkauf und richtet sich gen Süden. Allerdings hat der MACD bislang lediglich gedreht und das Kaufsignal ist unverändert intakt. Dieses uneinheitliche Bild der quantitativen Indikatoren mahnt ebenso zur Vorsicht wie das „event risk“ Stresstest. Fundamental dagegen sehen wir den Euro auch heute latent unterstützt, weshalb wir eine gut behauptete Tendenz erwarten. Einen Ausbruch über die Marke 1,30 sehen wir jedoch nicht als wahrscheinlich an und so reiht sich der heutige Tag ein in die Eurokonsolidierung in dieser Woche. Der Blick auf den Wochenchart offenbart jedoch unverändert Potenzial für mittelfristige Kursgewinne. Lesen Sie dazu mehr in der Rubrik Charttechnik im „Wochenausblick“ der Helaba. Trading-Range: 1,2850 - 1,3000.
Ihr Floor Research
www.helaba.de
Die Handelsexperten und das FloorResearch der Helaba verfolgen direkt das Geschehen an den Märkten. Täglich aktuell stellen Sie Ihnen ihr Wissen zur Verfügung. Informieren Sie sich über die aktuellen Tendenzen! Den vollständigen Marktbericht erhalten Sie als PDF-Datei auf www.helaba.de/de/MaerkteUndAnalysen/Marktkommentare.
Haftungsausschluss
Die Publikationen sind mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthalten jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in diesen Publikationen getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden.
Am Nachmittag richtet sich das Interesse auf die Veröffentlichung der Stresstest-Ergebnisse. Spekulationen über eine vorgezogene Veröffentlichung der Ergebnisse von 91 europäischen Banken wurden bislang nicht bestätigt. Nachdem in den letzten Tagen und Wochen oftmals Kritik an dem Verfahren laut wurde sowie hier und da bereits Teilergebnisse durchsickerten, ist unseres Erachtens schwer abzuschätzen, wie die Finanzmärkte darauf reagieren werden. Eine erhöhte Risikoaversion - dies zeigte sich zumindest nach der Bernanke-Rede - könnte den Euro belasten und umgekehrt.
EUR-USD: Gute europäische Stimmungsindikatoren verhalfen dem Euro gestern zu Terraingewinnen. In der Folge hat die Unterstützungszone 1,2710/30 gehalten und die Gemeinschaftswährung konnte sich wieder um 1,2900 etablieren. Der Stochastic liegt dennoch im Verkauf und richtet sich gen Süden. Allerdings hat der MACD bislang lediglich gedreht und das Kaufsignal ist unverändert intakt. Dieses uneinheitliche Bild der quantitativen Indikatoren mahnt ebenso zur Vorsicht wie das „event risk“ Stresstest. Fundamental dagegen sehen wir den Euro auch heute latent unterstützt, weshalb wir eine gut behauptete Tendenz erwarten. Einen Ausbruch über die Marke 1,30 sehen wir jedoch nicht als wahrscheinlich an und so reiht sich der heutige Tag ein in die Eurokonsolidierung in dieser Woche. Der Blick auf den Wochenchart offenbart jedoch unverändert Potenzial für mittelfristige Kursgewinne. Lesen Sie dazu mehr in der Rubrik Charttechnik im „Wochenausblick“ der Helaba. Trading-Range: 1,2850 - 1,3000.
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