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Aktienmärkte im Rückwärtsgang - Porsche verbucht im Juni und Juli Rekordauftragseingänge

Posted by Helaba Floor Research • Thursday, July 22. 2010 • Category: Indizes
DAX Indikation 5.960 Unterstützungen 5.881 / 5.806 Widerstände 6.084 / 6.160 Handelsbreite 5.860 / 6.040
EuroStoxx 50 Indikation 2.610 Unterstützungen 2.554 / 2.520 Widerstände 2.705 / 2.727 Handelsbreite 2.550 / 2.660

Morgan Stanley mit Milliardengewinn

Die führenden US-Börsenindizes mussten gestern Kurabschläge von jeweils mehr als 1,0 % hinnehmen. Die schlechteste Performance hatte der marktbreite Russel 2000 hinzunehmen. Ursächlich für die Abschläge war insbesondere die Rede von Fed-Chef Bernanke. Der Notenbankchef hatte die Wachstumsaussichten als „ungewöhnlich unsicher“ beschrieben. Weiter sagte er, dass die Fed bereit stünde, um notfalls weitere Maßnahmen zur Stützung der konjunkturellen Erholung zu treffen. Die Wirtschaft erhole sich weiterhin, so Bernanke, wenngleich die Fiskalpolitik die konjunkturelle Erholung weniger befeuern wird, als dies in den vergangenen Quartalen der Fall war. „Die Zinsen werden für einen längeren Zeitraum niedrig bleiben“. Unter den einzelnen Sektoren ging es für die Financials und Consumer Discretionary (jeweils -1,8 %) am deutlichsten nach unten. Health Care (-1,5 %) und Utiliets (-1,4 %) und Energy (-1,4 %) gaben ebenfalls nach. Gewinner gab es nicht.

Im Gegensatz zu den Vortagen ist der Konjunkturdatenkalender heute gut gefüllt. In den USA zeichnet sich eine stärkere Verlangsamung der Wirtschaftsaktivität ab. Dies dürften die Immobilienzahlen sowie der Index der Frühindikatoren bestätigen. Die Eigenheimverkäufe sollten den schwebenden Hausverkäufen (Pending Home Sales) folgen und im Juni gesunken sein. Ein kräftiges Minus sollte nicht überraschen. Beim Index der Frühindikatoren zeichnet sich ebenfalls ein Rückgang ab. Die Konsensschätzung von -0,3 % erscheint uns aber hinreichend pessimistisch. Darüber hinaus stehen heute die Unternehmensergebnisse weiter im Blickpunkt. Allein 51 Werte aus dem S&P 500 werden heute berichten. Besonderes Augenmerk gilt es u.a. auf Mircosoft (im Konsens wird mit einem EPS in Höhe von 0,47 USD gerechnet, während in den Flüsterschätzungen von 0,45 USD ausgegangen wird), Amazon.com (0,55 vs. 0,56), 3M (1,48 vs. 1,45), ATT (0,57 vs. 0,57), Caterpillar (0,85 vs. 0,83), The Travelers (1,51 vs. 1,51), UPS (0,76 vs. 0,80), QLogic (0,29 vs. 0,27), Fifth Third Bancorp (0,02 vs. 0,01) zu richten.

Nach den Vortagesverlusten zeigte sich der Dax gestern zunächst von seiner freundlichen Seite. Hilfreich erwiesen sich die Vorgaben der Wall Street (vor allem dass die Aktie von Goldman Sachs in die Plusszone zurückkehrte) aber auch das sehr gute Quartalsergebnis von Apple vom Vorabend sorgte für Phantasie. Diese wurde von den guten Morgan Stanley-Zahlen weiter getragen. Auffallend war jedoch einmal mehr, dass die Anstiegsbewegung von sehr dünnen Handelsumsätzen auf Xetra begleitet wurde. Dass diese nicht idealtypische Situation nicht lange durchzuhalten sein würde, hat sich bereits zu diesem Zeitpunkt abgezeichnet. Spätestens als der Widerstand im Bereich von 6.056 Zählern nicht überwunden werden konnte, setzten Verkäufe ein, welche einen Großteil der zuvor erreichten Tagesgewinne wieder zunichte machten. Nach den Kursverlusten an der Wall Street, in Folge der Rede von Ben Bernanke, wird der Dax heute schwächer in den Handel starten. Zur Definition des weiteren Abwärtspotenzials wollen wir heute einen Blick auf den 4 Stunden-Chart des Dax werfen. Die Unterstützung im Bereich von 6.007 Zählern wurde bereits unterschritten. Folgerichtig stellt die Marke von 5.930 Punkten das erste Ziel auf der Unterseite dar. Darüber hinaus kann in den kommenden Tagen ein Austritt aus dem abwärts gerichteten Trendkanal nicht ausgeschlossen werden, was laut Kurszielformel weiteres Rückschlagspotenzial von 180 Zählern (5.690) nach sich ziehen würde. Über eine Projektion lässt sich zudem die Marke von 5.625 Punkten ermitteln, dies setzt jedoch voraus, dass das letzte Impulstief von 5.806 Zählern unterschritten wird.

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