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Die besten Aktien der letzten 5 Jahre!! - Aktien 1-2

Posted by Armin Brack • Monday, July 19. 2010 • Category: Aktien
Die besten Aktien der letzten 5 Jahre: Immer noch kaufenswert?

Lieber Geldanleger, ich weiß: Sie würden lieber die fünf besten Aktien der kommenden fünf Jahre an dieser Stelle lesen wollen. Aber auch aus den vergangenen Top-Performern lassen sich interessante Rückschlüsse für's Stock Picking ziehen.

Nachfolgend erläutere ich Ihnen diese und beleuchte kurz die Aussichten der fünf Top-Performer.
Um Sie nicht zu lange auf die Folter zu spannen, hier vorab das Ranking:

Aktie 1: SNP Schneider-Neureither +1.857%

Das Heidelberger Unternehmen ist auf die Automatisierung und Optimierung von Geschäftsprozesssystemen sowie deren Erweiterung um neue Funktionalitäten spezialisiert. Neben dem Beratungsgeschäft verfügt SNP auch über eine eigene Software, die an Kunden auslizensiert wird.

Ich finde es sehr interessant, dass sich mit SNP ausgerechnet ein IT-Consulting-Unternehmen als beste deutsche Aktie der letzten fünf Jahre qualifiziert und dabei einen phänomenalen Kursanstieg von 1.857 Prozent verbuchen konnte.

Die Produkte und das Geschäft von SNP sind erklärungsintensiv und für Außenstehende kaum nachvollziehbar. Trotzdem habe ich die Aktie in meinem Premium-Börsenbrief Bracks Millionendepot bereits bei rund 25 Euro zum Kauf empfohlen, weil sie folgende, typische Gewinnerkriterien aufwies:

Das Unternehmen ist eigentümergeführt. Soll heißen: Die beiden Gründer und Namensgeber Dr. Andreas Schneider-Neureither und Petra Neureither gehören nicht weniger als 54,6 Prozent aller Aktien. Damit haben beide ein vitales Interesse an einem steigenden Aktienkurs. Die Aktionäre können sich relativ sicher sein, dass das Unternehmen im Einklang mit den Interessen der Aktionäre geführt wird.

Hohe Dividendenausschüttungen und Aktienrückkäufe in den letzten Jahren belegen dies.

Weitere Erfolgsfaktoren: Das Geschäft ist margenstark und skalierbar. Das ist ein typisches Merkmal für Software-Firmen: Sind die Entwicklungskosten erst mal verbucht, schlagen Umsatzsteigerungen durch Auslizensierungen zum großen Teil auf die Gewinn- und Verlustrechnung durch. Das heißt, die Gewinne steigen überproportional zum Umsatz.

Passiert dies bei einem vom Markt kaum beachteten und damit anfangs extrem günstig bewerteten Unternehmen, kann es zu diesen enormen Kurssteigerungen kommen.

Auf dem aktuellen Niveau von 66,40 Euro, einem 2010er-KGV von 20 und einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 3,26 scheint die Aktie inzwischen allerdings ausreichend bewertet und bietet kaum weiteres Kurspotenzial. Bei Rücksetzern unter 20 Euro könnte das Papier allerdings wieder interessant werden.

Aktie 2: i:FAO AG +1.313%

Die Nummer 2 des Rankings, i:FAO, weist verblüffende Ähnlichkeiten mit SNP auf. Auch bei i:FAO, einem ehemaligen Neuer Markt-Highflyer, handelt es sich um ein Software-Unternehmen (Reisebuchungs-Software).

Wie SNP glänzt i:FAO mit hohen Margen und ebenfalls wie bei SNP ist das Unternehmen eigentümergeführt. Vorstand Louis Arnitz gehören 44,6 Prozent der Firma. Auch hier ist also von einer aktionärsfreundlichen Geschäftspolitik auszugehen.

Damit nicht genug, verfügen die Frankfurter über eine satte Dividendenrendite von 5,7 Prozent und starteten ebenfalls bereits mehrere Aktienrückkaufprogramme.

Ein Unterschied zu SNP macht die Aktie allerdings erst so richtig attraktiv: Im Gegensatz zum Heidelberger Highflyer ist der Wert in den letzten Monaten kaum gelaufen. Das 2010er-KGV ist bei zwölf wesentlich, nicht allerdings das Kurs-Umsatz-Verhältnis von 4,0. Letzteres hat allerdings einen guten Grund, weil bei i:FAO der Anteil des Lizenzgeschäfts am Gesamtumsatz wesentlich höher ist als bei SNP und damit auch höhere Margen erwirtschaftet werden.

Interessant auch: i:FAO ist mit einer Marktkapitalisierung von 47 Millionen Euro noch deutlich kleiner als SNP. Oder anders ausgedrückt: Das Unternehmen befindet sich noch in einem früheren Entwicklungsstadium und verfügt noch über einiges an Wachstumspotenzial.

Wenn Sie einen Kauf der Aktie ins Auge fassen, sollten Sie den 30. Juli rot im Kalender anstreichen: An diesem Tag meldet i:FAO seine Halbjahresergebnisse. In der Vergangenheit war die Software-Schmiede schon öfters für positive Überraschungen gut.

Einen weiteren Erfolgsfaktor für eine gute Aktienentwicklung habe ich bisher noch außen vor gelassen: Beide Firmen weisen mit Eigenkapitalquoten von 68 Prozent (SNP) sowie 93 Prozent (i:FAO) blitzsaubere Bilanzen mit einem hohen Cashbestand (SNP 6,1 Mio. Euro; i:FAO 9,1 Mio. Euro) auf.

Lesen Sie morgen den 2. Teil zum Thema
„Die besten Aktien der letzten 5 Jahre!! Aktien 3-5“

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Armin Brack
Chef-Redakteur Geldanlage-Report
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