Bund Future: Erwartete Trading Range: 128.17-129.53
Posted by Helaba Floor Research • Friday, July 16. 2010 • Category: Renten
Trading Range: 128.17-129.53
Tendenz: schwächer
Positive Unternehmensmeldungen einerseits und schwache Konjunkturdaten andererseits verursachen bei den Anlegern ein Wechselbad der Gefühle. In USA mehren sich nach dem überraschenden Rückgang des Konjunkturindex der Fed von Philadelphia (5.1 nach 8) und dem Einbruch des Empire- State Index für das verarbeitende Gewerbe im Bundesstaat New York (5.08 nach 19.57) die Hinweise auf eine deutliche Verlangsamung der wirtschaftlichen Erholung. Dagegen fielen die Erstanträge aus Arbeitslosenunterstützung auf 429.000, die Zahl der registrierten Arbeitslosen erhöhte sich jedoch um mehr als 200.000 auf knapp 4.7 Millionen. Das viel diskutierte Deflationsszenario erhielt durch den starken Rückgang der Erzeugerpreise im Juni (-0.5 %) neue Nahrung. Meldungen von JP Morgan mit einem überragenden Quartalsbericht, Goldman Sachs nach einem Vergleich im Betrugsstreit mit der SEC und BP nach dem angeblichen Verschluss des Bohrlochs im Golf von Mexiko schlugen dagegen positiv zu Buche. Die internationalen Finanzmärkte reagierten mit einer wahren Achterbahnfahrt auf die unterschiedlichen Meldungen und gingen zum Schluss nahezu unverändert aus dem Handel.
Der europäische Bondmarkt wurde wieder einmal von einer großen unlimitierten Verkaufsorder dominiert, die den Bund- Future bis auf 128.18 absacken ließ. Zuvor hatte schon die erfolgreiche Platzierung der 15- jährigen Spanienanleihe für leichten Verkaufsdruck gesorgt, nach den US- Daten machten sie die Verluste fast komplett wieder wett. In USA lassen Rezessionssorgen die Renditen deutlicher fallen, die schwachen Aktienbösen in Fernost unterstützen diesen Trend heute Morgen weiter. Der Bund- Kontrakt (128.72) schloss 17 Stellen leichter, Bobl (120.16) und Schatz (109.20) gingen 15 bzw. 7 Ticks niedriger aus dem Markt. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe stieg auf 2.66 %, der Renditeabstand zwischen 2- und 10-jährigen Bundesanleihe ermäßigte sich auf 187 BP aus. 10-jährige US- Treasuries rentieren 5 BP niedriger bei 2.98 %, der JGB- Future (141.78) legt 22 Ticks zu. Der Euro klettert auf 1.293 Dollar, der Preis für das Barrel Öl fällt auf 76.6 Dollar.
Zum Wochenausklang ist der Blick der Anleger weiter nach Amerika gerichtet. Dort stehen die Verbraucherpreise für Juni (-0.1 %/1.2 %; Kernrate 0.1 %/0.9 %) und als zentraler Indikator für das Konsumverhalten das Verbrauchervertrauen der University of Michigan (74 nach 76) zur Veröffentlichung an. Daneben legen die Citigroup, Bank of America und General Electric ihre Quartalszahlen auf den Tisch.
In der Eurozone stehen nur die Handelsbilanzzahlen (0.8 Mrd. Euro) für Mai auf der Agenda.
Am Primärmarkt kehrt in der kommenden Woche Ruhe ein. Nur Irland (1.1,5 Mrd. Euro) und der Bund mit der neuen 30-jährigen Bundesanleihe im Volumen von 4 Mrd. Euro nehmen den Markt in Anspruch. Großbritannien stockt Gilts mit Laufzeit bis 2016 auf, das amerikanische Schatzamt gibt am Donnerstag die Volumina für die in der übernächsten Woche anstehenden Versteigerungen 2-, 5- und 7-jähriger T- Notes bekannt.
Technik:
Der Bund- Future konnte sich nach dem Sturz auf das Tagestief bei 128.18 wieder erholen und schloss (128.72) 16 Stellen unter Vortagsniveau. Der Trend scheint gebrochen, zumal der Schluss unterhalb der Signallinie (heute bei 128.96) lag. Die starke Erholung zum Schluss und der immer noch intakte Wochentrend lassen jedoch hoffen. Das technische Bild hat sich weiter eingetrübt, der Stochastic revidiert sein Kaufsignal. RSI und MACD sind weiter nach Süden gerichtet. Unterstützungen sehen wir in den Bereichen 128.67/66 (Tief v.28.06./13.07.) bis 128.62 (Wochentrend), 128.53 (50 % von 129.93 bis 127.12) bis 128.49 (Tief v. 09.07.) und danach bei 128.18/17 (Tief v. 15.07./61.8 %). Widerstände liegen bei 129.02/09 (Hoch v.15./ 14.07.), 129.22 (Fibonacci von 129.86 bis 128.19) und im Bereich 129.47/53 (Hoch v. 13.07./12.07.).
Unterstützungen 128.66 128.49 128.17
Widerstände 129.02 129.22 129.47/53
Der nächste Kommentar wird am 26. Juli 2010 veröffentlicht!
Thomas Weidmann
Helaba Floor Research
www.helaba.de
Die Handelsexperten und das FloorResearch der Helaba verfolgen direkt das Geschehen an den Märkten. Täglich aktuell stellen Sie Ihnen ihr Wissen zur Verfügung. Informieren Sie sich über die aktuellen Tendenzen! Den vollständigen Marktbericht erhalten Sie als PDF-Datei auf www.helaba.de/de/MaerkteUndAnalysen/Marktkommentare.
Haftungsausschluss
Die Publikationen sind mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthalten jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in diesen Publikationen getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden.
Tendenz: schwächer
Positive Unternehmensmeldungen einerseits und schwache Konjunkturdaten andererseits verursachen bei den Anlegern ein Wechselbad der Gefühle. In USA mehren sich nach dem überraschenden Rückgang des Konjunkturindex der Fed von Philadelphia (5.1 nach 8) und dem Einbruch des Empire- State Index für das verarbeitende Gewerbe im Bundesstaat New York (5.08 nach 19.57) die Hinweise auf eine deutliche Verlangsamung der wirtschaftlichen Erholung. Dagegen fielen die Erstanträge aus Arbeitslosenunterstützung auf 429.000, die Zahl der registrierten Arbeitslosen erhöhte sich jedoch um mehr als 200.000 auf knapp 4.7 Millionen. Das viel diskutierte Deflationsszenario erhielt durch den starken Rückgang der Erzeugerpreise im Juni (-0.5 %) neue Nahrung. Meldungen von JP Morgan mit einem überragenden Quartalsbericht, Goldman Sachs nach einem Vergleich im Betrugsstreit mit der SEC und BP nach dem angeblichen Verschluss des Bohrlochs im Golf von Mexiko schlugen dagegen positiv zu Buche. Die internationalen Finanzmärkte reagierten mit einer wahren Achterbahnfahrt auf die unterschiedlichen Meldungen und gingen zum Schluss nahezu unverändert aus dem Handel.
Der europäische Bondmarkt wurde wieder einmal von einer großen unlimitierten Verkaufsorder dominiert, die den Bund- Future bis auf 128.18 absacken ließ. Zuvor hatte schon die erfolgreiche Platzierung der 15- jährigen Spanienanleihe für leichten Verkaufsdruck gesorgt, nach den US- Daten machten sie die Verluste fast komplett wieder wett. In USA lassen Rezessionssorgen die Renditen deutlicher fallen, die schwachen Aktienbösen in Fernost unterstützen diesen Trend heute Morgen weiter. Der Bund- Kontrakt (128.72) schloss 17 Stellen leichter, Bobl (120.16) und Schatz (109.20) gingen 15 bzw. 7 Ticks niedriger aus dem Markt. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe stieg auf 2.66 %, der Renditeabstand zwischen 2- und 10-jährigen Bundesanleihe ermäßigte sich auf 187 BP aus. 10-jährige US- Treasuries rentieren 5 BP niedriger bei 2.98 %, der JGB- Future (141.78) legt 22 Ticks zu. Der Euro klettert auf 1.293 Dollar, der Preis für das Barrel Öl fällt auf 76.6 Dollar.
Zum Wochenausklang ist der Blick der Anleger weiter nach Amerika gerichtet. Dort stehen die Verbraucherpreise für Juni (-0.1 %/1.2 %; Kernrate 0.1 %/0.9 %) und als zentraler Indikator für das Konsumverhalten das Verbrauchervertrauen der University of Michigan (74 nach 76) zur Veröffentlichung an. Daneben legen die Citigroup, Bank of America und General Electric ihre Quartalszahlen auf den Tisch.
In der Eurozone stehen nur die Handelsbilanzzahlen (0.8 Mrd. Euro) für Mai auf der Agenda.
Am Primärmarkt kehrt in der kommenden Woche Ruhe ein. Nur Irland (1.1,5 Mrd. Euro) und der Bund mit der neuen 30-jährigen Bundesanleihe im Volumen von 4 Mrd. Euro nehmen den Markt in Anspruch. Großbritannien stockt Gilts mit Laufzeit bis 2016 auf, das amerikanische Schatzamt gibt am Donnerstag die Volumina für die in der übernächsten Woche anstehenden Versteigerungen 2-, 5- und 7-jähriger T- Notes bekannt.
Technik:
Der Bund- Future konnte sich nach dem Sturz auf das Tagestief bei 128.18 wieder erholen und schloss (128.72) 16 Stellen unter Vortagsniveau. Der Trend scheint gebrochen, zumal der Schluss unterhalb der Signallinie (heute bei 128.96) lag. Die starke Erholung zum Schluss und der immer noch intakte Wochentrend lassen jedoch hoffen. Das technische Bild hat sich weiter eingetrübt, der Stochastic revidiert sein Kaufsignal. RSI und MACD sind weiter nach Süden gerichtet. Unterstützungen sehen wir in den Bereichen 128.67/66 (Tief v.28.06./13.07.) bis 128.62 (Wochentrend), 128.53 (50 % von 129.93 bis 127.12) bis 128.49 (Tief v. 09.07.) und danach bei 128.18/17 (Tief v. 15.07./61.8 %). Widerstände liegen bei 129.02/09 (Hoch v.15./ 14.07.), 129.22 (Fibonacci von 129.86 bis 128.19) und im Bereich 129.47/53 (Hoch v. 13.07./12.07.).
Unterstützungen 128.66 128.49 128.17
Widerstände 129.02 129.22 129.47/53
Der nächste Kommentar wird am 26. Juli 2010 veröffentlicht!
Thomas Weidmann
Helaba Floor Research
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