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Steigert Spaniens Weltmeisterschaftssieg die Risikobereitschaft am Markt?

Posted by Forexyard • Monday, July 12. 2010 • Category: Forex
Anzeige - Devisenhandel mit ForexyardDer 1:0-Sieg Spaniens über Holland im gestrigen WM-Finale bringt die interessante Fragestellung unter Marktbeobachtern auf: Kann der Weltmeisterschaftstitel dem EU-Staat Spanien neuen Optimismus und das Vertrauen zurück in die angeschlagene Wirtschaft bringen? Liefert der WM-Sieg womöglich genügend kurzfristige Wachstumsimpulse, um die jüngsten Aufwärtstendenzen des EUR gegen die Hauptwährungen zu fördern?

USD - USD sackt mit zunehmender Risikobereitschaft ab

Der gesteigerte Risikoappetit am Markt lastete in der vergangenen Handelswoche auf dem US-Dollar, der einen Teil der in den letzten Wochen erzielten Kursgewinne wieder abgab. Zumindest temporär scheint die Anlegerstimmung spürbar aufgehellt. Investoren zeigen sich angesichts ermutigender globaler Konjunkturdaten risikofreudig, während die US-Wirtschaft stark enttäuscht.

Zum EUR fiel der USD in der letzten Handelswoche bis auf ein Tief bei 1,2700. Positive Konjunktursignale aus Europa bringen der Eurozone neue Impulse. Seit gestern mutmaßen Marktbeobachter: Kann der Weltmeisterschaftstitel Spaniens dem EU-Staat das Vertrauen in die angeschlagene Wirtschaft zurückbringen? Liefert der WM-Sieg womöglich genügend kurzfristige Wachstumsimpulse, um die jüngsten Aufwärtstendenzen des EUR gegen die Hauptwährungen zu fördern? Durch freundlich aufgenommene Konjunkturdaten im Euroraum legten in den Handelstagen vor dem Wochenende wichtige Aktien-Indizes weltweit zu. Der Risikoappetit ist tendenziell am steigen.

Am Sonntag brachten wieder einmal politische Entwicklungen in Japan den JPY unter Druck. Bei der Oberhauswahl am Sonntag verlor die Regierungskoalition von Ministerpräsident Naoto Kan die Mehrheit im Parlament. Die Börse in Tokio eröffnete zum Wochenstart heute Morgen schwächer. Der US-Dollar macht somit kräftig Boden gegen den japanischen Yen gut. Zunächst ist von einem Anhalten der Unsicherheiten in Bezug auf Japans Währungspolitik auszugehen. USD/JPY wird seine Aufwärtstendenzen voraussichtlich fortsetzen.

Die Vereinigten Staaten liefern heute kaum kursbewegende Konjunkturindikatoren. Um 16:00 Uhr spricht US-Notenbankchef Ben Bernanke bei einer Konferenz vor dem Federal Reserve Board in Washington zum Thema: „Finanzbedarf des Mittelstands und von Kleinunternehmen“. Eine zinsbullisch geprägte Stellungnahme seitens des US-Währungshüters, könnte den USD stützen.

EUR - Hilft Spaniens WM-Sieg dem EUR?

Der 1:0-Sieg Spaniens über Holland im gestrigen WM-Finale bringt eine interessante Fragestellung unter Marktbeobachtern auf: Kann der Weltmeisterschaftstitel dem EU-Staat Spanien neuen Optimismus und das Vertrauen zurück in die angeschlagene Wirtschaft bringen? Liefert der WM-Sieg womöglich genügend kurzfristige Wachstumsimpulse, um die jüngsten Aufwärtstendenzen des EUR gegen die Hauptwährungen zu fördern?

Theoretisch ist alles möglich. Nimmt die Fußballweltmeisterschaft direkten Einfluss af die Währungskurse? Vermutlich nicht. Andererseits besteht unter Umständen Wirkung auf Konjunkturoptimismus, -erwartungen und Risikoappetit. Die vorgenannten Faktoren können den Wert einer Währung beeinflussen. In welchem Umfang dies der Fall ist, bleibt jedoch offen.

In der letzten Handelswoche verbuchte der EUR verhältnismäßig deutliche Kursgewinne gegen den US-Dollar. Dabei kletterte die Gemeinschaftswährung von 1,2200 zu Wochenbeginn bis auf 1,2720 zu Handelsschluss am Freitag. Die Teilnahme zwei europäischer Mannschaften im WM-Finale hat durchaus Einfluss auf den Einzelhandel und den Konsum von Verbrauchsartikeln - zumindest kurzfristig. Marktbeobachter mutmaßen über die Dauer des derzeit aufgehellten Konsumentensentiments im Euroraum.

Auch die Eurozone veröffentlicht heute nur einige wenige Konjunkturdaten. Als wichtiger Indikator dabei gilt Großbritanniens BIP für das 1. Quartal (3. Veröffentlichung) um 10:30 Uhr. Die Prognosen belaufen sich auf ein Wachstum von 0,3% für die britische Wirtschaft.

JPY - Kans Wahlschlappe lastet auf JPY

Der japanische Yen verbuchte in den frühen Handelsstunden heute Morgen heftige Kursverluste gegenüber übrigen Hauptwährungen. Analysten erklärten die Kursentwicklung mit der Angst vor einem Reformstau im Lande nach der Niederlage der Regierung von Ministerpräsident Naoto Kan. Der erst seit einem Monat amtierende Kan steht vor der Aufgabe, das immense Haushaltsdefizit Japans unter Kontrolle zu bringen. Vor der Wahl kündigte Kan neue Steuerpläne an, denen unter anderem seine Koalitionspartner nicht zustimmten.

Zum USD fiel der JPY am vergangenen Donnerstag von 87,00 auf 89,10 heute Morgen. Gegen den EUR markiert der japanische Yen ebenfalls ein neues Rekordtief bei 112,15. Zuvor hatte die Inselstaatwährung noch ein 2-Wochen-Hoch bei 107,50 erreicht. Solange sich die politische Lage in Japan nicht stabilisiert, können die Unsicherheiten den JPY weiterhin belasten.

Rohöl - Chinas Importzahlen und USD-Schwäche drücken Ölpreise bis über $76

Die internationalen Ölpreise setzten ihren jüngsten Aufwärtstrend auch am vergangenen Freitag zum Wochenausklang fort. Händler verweisen unter anderem auf die anhaltenden Kursgewinne an den Aktienmärkten als Beweggrund für die freundlichere Stimmung an den Ölmärkten. Darüber hinaus bringen robuste Importzahlen aus China Auftrieb. Eine stabile Weltkonjunktur zieht eine hohe Ölnachfrage nach sich, so Anleger. Dennoch haben die Ölpreise am Montag einen Teil ihrer Kursgewinne vom Freitag wieder abgegeben. Ein Barrel der US-Referenzsorte WTI zur Auslieferung im August kostete in den frühen Handelsstunden $75,92 und somit $0,17 weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent ging um $0,12 auf $75,30 zurück.

Seit vergangenem Mittwoch haben die Ölpreise um rund $4 zugelegt, während sich die gegenwärtige USD-Schwäche fortsetzt. Wie sich die Lage an den Rohstoffmärkten in dieser Woche entwickelt, bleibt abzuwarten. In den vergangenen Jahren haben Marktteilnehmer aus den Schwellenländern wie China teilweise dramatische Missverhältnisse zwischen Rohstoffangebot und -nachfrage ausgelöst und damit wiederholt sprunghafte Preissteigerungen hervorgerufen.

Technische News

EUR/USD
Aktuell bewegt sich der Preis von EUR/USD im überverkauften Bereich auf der Stunden-Chart. Ihr RSI deutet auf eine bevorstehende Aufwärtsausrichtung hin. Die steigende Tendenz des Momentum-Oszillators auf der 4-Stunden-Chart bestätigt diese Annahme. Eine gute Strategie könnte lauten, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist.

GBP/USD
Die Handelsspanne dieses Paares verengt sich fortschreitend, da sich GBP/USD richtungslos bewegen. Auf der Tages-Chart werden für das Momentum Anzeichen einer Abwärtstendenz deutlich. Auch die Bollinger Bands verdichten sich, während ein Durchbruch in eine der beiden Richtungen möglicherweise bevorsteht. Eine gute Strategie könnte lauten: Warten Sie auf eindeutigere Signale, bevor Sie anschließend diesem Markt beitreten.

USD/JPY
Die gemäßigt zinsbullische Preisentwicklung innerhalb der aufwärts gerichteten Handelsspanne auf der Tage-Chart setzt sich fort. Ein Durchbruch ist hier noch nicht erfolgt. Auch die 4-Stunden-Chart bestätigt diesen Trend. Ihr Slow Stochastic ist abwärts gerichtet und deutet auf ein Anhalten der Abwärtstendenzen für das Momenutm. Die nächste Marke, die USD/JPY testen könnte liegt bei 90,50. Für heute könnte es von Vorteil sein, auf steigende Kurse zu setzen.

USD/CHF
Die deutlichen Kursgewinne am vergangenen Freitag haben bei USD/CHF womöglich vorteilhafte Verkaufsgelegenheiten geschaffen. Das Paar tendiert deutlich tiefer, sowohl auf der Wochen- als auch auf der Tages-Chart. Der Preis handelt in einem idealen Grad unterhalb der 200-, 100-, 50-, 20- und 10-Tage-Linie des Simple-Moving-Average (SMA). Händler können hier auf fallende Kurse setzen und das Tief des gegenwärtigen Abwärtstrends als nächste Unterstützung anwenden.

Die Wild-Card
Rohöl

Für Rohöl konnte in der letzten Handelswoche ein deutlicher Aufwärtstrend beobachtet werden. Der Preis kletterte hier innerhalb weniger Tage von $71 auf $76,40 pro Barrel. Dieser Aufwärtstrend hat Kaufsignale ausgelöst, die der 5-Tage SMA wiedergibt, indem er die berühmte 200-Tage-Linie überschreitet. Es besteht ein stark tendierendes Handelsumfeld. CFD- Forex -Händler könnten den nächsten Widerstand direkt unterhalb der $80-Marke ansetzen.

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