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Steigt Apple immer weiter?

Posted by Frank Sterzbach • Thursday, July 1. 2010 • Category: Aktien
Erwachsene Menschen stehen mit leuchtenden Kinderaugen vor Apple-Stores stundenlang Schlange. Technik-Journalisten drehen regelrecht durch, überschütten Apple mit Lob. Und auch der Aktienmarkt scheint Apple zu lieben. Nein, mit dem Begriff „Unternehmen“ ist die Firma aus Kalifornien wirklich nur unzureichend beschrieben. Apple ist zweifelsohne eine Kultmarke. Das Marketing der Mannschaft um Steve Jobs liefert Maßstäbe – von der Planung neuer Innovationen bis hin zur Präsentation, die medial einem WM-Finale gleicht. Apple bedient vorbildlich das Prestige-Streben von Konsumenten. Dass beispielsweise der schicke MP3-Player iPod bei Produkttests nur im Mittelfeld landete, aber wesentlich teurer ist als konkurrierende Geräte, ist eingefleischten Apple-Fans piepegal.

Kein Schnäppchen, aber …

Das iPhone ist ebenso ein Verkaufsschlager wie der Tablet-PC iPad, der in nur 80 Tagen nach Markteinführung bereits schlappe drei Millionen Mal über die Ladentheke ging. Die Apple-Aktie kletterte in den letzten drei Jahren um mehr als 100 Prozent und markierte vor einigen Tagen ein neues Allzeithoch. So als hätte es nie eine Finanzkrise gegeben. Zum Vergleich: Der Nasdaq 100 verlor im gleichen Zeitraum rund zehn Prozent. Bankanalysten blasen quasi unisono ins gleiche Horn und raten, die Aktie weiterhin zu kaufen. Nach Konsensusschätzungen ist Apple mit einem KGV11e um 16 ebenso wenig ein Schnäppchen wie Apple-Produkte. Wenngleich die weiterhin zu erwartende Wachstumsdynamik und der Kult-Charakter der Marke diese scheinbar stolze Bewertung relativieren.

Dialog interessant?

Als Halbleiter-Lieferant für iPhones agiert die im TecDAX notierte Dialog Semiconductor. Analysten gehen davon aus, dass etwa 40 Prozent des Umsatzes von Dialog durch Geschäfte mit Apple generiert werden. Dies erscheint uns jedoch nur als sehr vage Schätzung, denn Apple ist dafür bekannt, dass Lieferantenverträge ein gut behütetes Geheimnis sind. Zudem haben wir erfahren, dass im Markt das Gerücht kursiert, Infineon könnte Dialog übernehmen. Doch dies ist, wie gesagt, lediglich ein Gerücht. Insofern lebt die Dialog-Aktie mitunter von der Fantasie. Mit einem von uns geschätzten KGV11e um 12 und einem Kurs-Cashflow-Verhältnis (KCV) von 15 ist die Dialog-Aktie nicht wirklich billig. Kein Wunder nach einem Kurs-Feuerwerk von mehr als 500 Prozent in den letzten drei Jahren.

Viel Erfolg mit Ihren Geldanlagen wünscht
Frank Sterzbach
Finanzen & Börse
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