eltee.de - trade the future I lt-forex.de - all about forex

DailyResearch /

Das Research-Magazin für Trader

Industriemetalle vor weiterem Absturz?

Posted by Stefan Böhm • Wednesday, June 9. 2010 • Category: Rohstoffe
In den letzten Jahren gab es am Rohstoffmarkt Verhaltensweisen, die so gut wie jede Krise überlebten und den Marktteilnehmern auf diese Weise Orientierung ermöglichten. Eine solche Verhaltensweise ist bzw. war der schier unerschöpfliche Rohstoffhunger des Riesenreiches China. Was war nicht alles in den Gazetten zu lesen. Das Land wolle Rohstoffkonzerne übernehmen und bereite eine neue Kolonisation von Afrika vor, um sich Zugang zu Ressourcen zu sichern. Die jüngsten Marktdaten bringen dieses Konstrukt allerdings ins Wanken.

Engpässe bei Rohstoffen sind nicht in Sicht

Natürlich ist es ein Fakt, dass Rohstoffe ein knappes Gut sind und die Förderung in vielen Bereichen komplizierter bzw. aufwändiger wird. Aus geologischer Sicht drohen nach Meinung von Experten jedoch nicht wirklich ernsthafte Engpässe. Seit Jahresanfang ist dies auf dem Markt für Industriemetalle zu beobachten, auf dem ein Angebotsüberhang besteht. Dafür gibt es mehrere Gründe, vor allem jedoch die Tatsache, dass die Produktion zuletzt stärker angestiegen ist, als der Verbrauch. So stieg beispielsweise die Kupferproduktion in Chile im April um 6,4 Prozent im Vergleich zum April 2009. Bei Kupfer könnte es nach einer starken Nachfragezunahme 2009 in diesem Jahr sogar einen deutlichen Rückgang geben. Auch aus den USA und Europa sind keine Nachfrageimpulse zu erwarten. Dies hat dazu geführt, dass die Lager auch in Asien inzwischen gut gefüllt sind und auf diese Weise allmählich auf den Preis drücken.

Kupfer vor Abwärtsspirale?

Sobald jedoch die Nachfrage durch Lagerabbau befriedigt wird, dürften erfahrungsgemäß große Finanzinvestoren auf sinkende Preise setzen, was für zusätzlichen Druck auf die Preise sorgen würde. Die von den Bullen immer wieder als stabilisierender Faktor genannten Chinesen würde ich nicht überstrapazieren. China hat sich zumeist immer recht clever bei seinen Rohstoffkäufen verhalten. Solange die Lager so prall gefüllt sind und keine Notwendigkeit für Zukäufe besteht, werden die Chinesen nicht in großem Stil auf dem Kupfermarkt als Käufer auftreten. Erst auf deutlich tieferen Preisniveaus kann nach meiner Meinung wieder mit einer stärkeren Nachfrage gerechnet werden. Auch wenn es am Kupfermarkt vielleicht keinen ganz großen Einbruch geben wird, so scheint zumindest eine Korrektur unvermeidlich.

Fazit:

Gefüllte Lager, eine schleppende Nachfrage und nicht zuletzt das krisenhafte Umfeld an den Finanzmärkten machen nun auch Industriemetallen wie Kupfer zu schaffen, die bis vor kurzem noch als knapp und begehrt galten. Auch die Charttechnik spricht bei den meisten Metallpreisen für einen weiteren Rückgang. Im DaxVestor zeigen wir Ihnen, wie Sie mit einer Spekulation auf einen fallenden Kupferpreis hohe Gewinne erzielen können.

Lesen Sie darüber hinaus im aktuellen DaxVestor:

- DAX: Die Börse bleibt nervös
- HeidelbergCement: Jetzt noch in den DAX-Aufsteiger investieren?
- ThyssenKrupp vor weiterem Kursrückgang
- Steigt der Goldpreis weiter?
- Musterdepot: 38 Prozent Gewinn mit Short-Zertifikat auf EUR/USD

Erfolgreiche Investments wünscht
Stefan Böhm
Chefredakteur DaxVestor
www.dax-vestor.de

Konkrete Empfehlungen für Aktien, Optionsscheine und Hebelzertifikate sowie hochwertige Basiswissenserien. Testen Sie den DaxVestor: http://www.dax-vestor.de/abo.html

0 Trackbacks

  1. No Trackbacks

0 Comments

Display comments as (Linear | Threaded)
  1. No comments

Add Comment


Enclosing asterisks marks text as bold (*word*), underscore are made via _word_.

To prevent automated Bots from commentspamming, please enter the string you see in the image below in the appropriate input box. Your comment will only be submitted if the strings match. Please ensure that your browser supports and accepts cookies, or your comment cannot be verified correctly.
CAPTCHA