VDAX springt an - EZB: Leitzins bleibt wie erwartet unverändert
Posted by Helaba Floor Research • Friday, April 9. 2010 • Category: Indizes
DAX Indikation 6.215 Unterstützungen 6.180 / 6.125 Widerstände 6.280 / 6.320 Handelsbreite 6.140 / 6.250
Euro Stoxx 50 Indikation 2.886 Unterstützungen 2.850 / 2.830 Widerstände 2.925 / 2.950 Handelsbreite 2.840 / 2.910
Die US-Börsen legten gestern moderat zu, wobei der S&P 500 die beste Tagesbilanz vorzuweisen konnte. Insbesondere die Financials (diese drehten im Verlauf von einem Minus in Höhe von 0,7 % auf ein Plus von 0,8 %) trugen dazu bei, dass die Indizes in die positive Zone zurückkehrten. Auch eine Abschwächung des Dollar half. Zu Beginn der Sitzung drückte erneut die Sorge um die Situation Griechenlands und schwächer als erwartet ausgefallene Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf das Sentiment. Die Sektoren Consumer Discretionary (+1,0 %) und Telecom (+0,9 %) wiesen die beste Tagesperformance aus, hingegen fanden sich die Bereiche Health Care (-0,2 %) und Utilities (-0,6 %) auf der Verliererseite wider. Im Blickpunkt standen auch Aktien aus dem Airlinesektor. Die Nachricht, dass US-Airways und UAL Corp. einen Merger vollziehen wirkte weiter positiv, was dem Amex Airline Index einen Zugewinn in Höhe von 3,3 % einbrachte. An der NYSE wurden 1,1 Mrd. Aktien umgesetzt, 1.559 Werte legten zu, während es für 1.440 Titel nach unten ging. Eine beachtenswerte Aussage wurde vom Chef der Notenbank von Kansas City gemacht. Er sieht die Gefahr einer Blasenbildung als hoch an und macht dafür die extreme Niedrigzinspolitik der Notenbank verantwortlich. Von den heute zur Veröffentlichung anstehenden US-Daten wird kaum ein nennenswerter Markteinfluss ausgehen. Man darf also gespannt sein, welche Story heute die Richtung vorgeben wird.
Der Dax startete mit Kursverlusten in den Handel. Diese wurden im weiteren Verlauf noch ausgeweitet, was dem deutschen Leitindex einen Tagesverlust in Höhe von 0,81 % auf 6.171,83 Punkte einbrachte. Bemerkenswert ist jedoch, dass das Closing damit recht komfortabel über dem Tagestief bei 6.138 Zählern lag, was für eine gewisse relative Stärke des Marktes spricht. Am Nachmittag rückte die Pressekonferenz der EZB in den Fokus. Dabei ging Notenbankchef Trichet auch auf das Thema Griechenland ein. Wie es hieß, ist eine Staatspleite kein Thema. Dies wiederum half dem Euro einwenig. Auch die Ratingagentur S&P 500 äußerte sich zu Griechenland. Demnach könnte das Rating für das Land weiter gesenkt werden, sofern der hohe Risikoaufschlag weiter besteht und die Regierung von den Sparplänen abweicht. Die Daxgewinnerliste wurde von Merck mit einem Plus von 0,58 % angeführt, Bayer (+0,46 %) und Fresenius Medical Care (+0,32 %) folgten. Volkswagen Vz. (-2,48 %) waren Inhaber der roten Laterne. Im M-Dax ragten Gerresheimer mit einem Plus von 5,89 % heraus. Angesichts der Kursverluste legte der V-Dax um mehr als einen Punkt von 18.63 auf 19.53 % zu. Damit wird auch optisch deutlich, dass die Märkte allmählich eine höhere Risikoprämie, nicht zuletzt wegen der Griechenlandkrise, einpreisen. Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass die Umsätze im fallenden Markt zugenommen haben.
Im kurzfristigen Chartbild des Dax zeigt sich, dass die Gefahr für eine obere Wendeformation zugenommen hat. Auf das Doji vom 06.04. folgten zwei Abwärtskerzen, welche die tendenziell negative Indikation des Doji nochmals untermauerten. Der Dreh im Stochastic Momentum Index ist ebenfalls ein Punkt, welcher die „Wendetheorie“ unterstützt. Entsprechend gilt es den Blick auf mögliche Unterstützungsmarken zu richten. Das erste Supportlevel bei 6.140 Zählern wurde gestern bereits erfolgreich getestet, darüber hinaus finden sich weitere Marken bei 6.089/ 6.084 (ein Cluster welchem eine besondere Bedeutung zukommt. Die Zahlen resultieren aus einer Fibonacci-Relation in Verbindung mit einem Level, welches über eine Quadratur der Zahl hergeleitet wurde), 6.046, 5.994 und 5.929 Punkten. Auf der Oberseite wirkt die unterschrittene Aufwärtslinien bei 6.200 Zählern als Widerstand.
Ihr Helaba FloorResearch
www.helaba.de
Die Handelsexperten und das FloorResearch der Helaba verfolgen direkt das Geschehen an den Märkten. Täglich aktuell stellen Sie Ihnen ihr Wissen zur Verfügung. Informieren Sie sich über die aktuellen Tendenzen! Den vollständigen Marktbericht erhalten Sie als PDF-Datei auf www.helaba.de.
Haftungsausschluss
Die Publikationen sind mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthalten jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in diesen Publikationen getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden.
Helaba übernimmt keinerlei Beratungstätigkeit in Bezug auf steuerliche, bilanzielle und/oder rechtliche Fragestellung
Euro Stoxx 50 Indikation 2.886 Unterstützungen 2.850 / 2.830 Widerstände 2.925 / 2.950 Handelsbreite 2.840 / 2.910
Die US-Börsen legten gestern moderat zu, wobei der S&P 500 die beste Tagesbilanz vorzuweisen konnte. Insbesondere die Financials (diese drehten im Verlauf von einem Minus in Höhe von 0,7 % auf ein Plus von 0,8 %) trugen dazu bei, dass die Indizes in die positive Zone zurückkehrten. Auch eine Abschwächung des Dollar half. Zu Beginn der Sitzung drückte erneut die Sorge um die Situation Griechenlands und schwächer als erwartet ausgefallene Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf das Sentiment. Die Sektoren Consumer Discretionary (+1,0 %) und Telecom (+0,9 %) wiesen die beste Tagesperformance aus, hingegen fanden sich die Bereiche Health Care (-0,2 %) und Utilities (-0,6 %) auf der Verliererseite wider. Im Blickpunkt standen auch Aktien aus dem Airlinesektor. Die Nachricht, dass US-Airways und UAL Corp. einen Merger vollziehen wirkte weiter positiv, was dem Amex Airline Index einen Zugewinn in Höhe von 3,3 % einbrachte. An der NYSE wurden 1,1 Mrd. Aktien umgesetzt, 1.559 Werte legten zu, während es für 1.440 Titel nach unten ging. Eine beachtenswerte Aussage wurde vom Chef der Notenbank von Kansas City gemacht. Er sieht die Gefahr einer Blasenbildung als hoch an und macht dafür die extreme Niedrigzinspolitik der Notenbank verantwortlich. Von den heute zur Veröffentlichung anstehenden US-Daten wird kaum ein nennenswerter Markteinfluss ausgehen. Man darf also gespannt sein, welche Story heute die Richtung vorgeben wird.
Der Dax startete mit Kursverlusten in den Handel. Diese wurden im weiteren Verlauf noch ausgeweitet, was dem deutschen Leitindex einen Tagesverlust in Höhe von 0,81 % auf 6.171,83 Punkte einbrachte. Bemerkenswert ist jedoch, dass das Closing damit recht komfortabel über dem Tagestief bei 6.138 Zählern lag, was für eine gewisse relative Stärke des Marktes spricht. Am Nachmittag rückte die Pressekonferenz der EZB in den Fokus. Dabei ging Notenbankchef Trichet auch auf das Thema Griechenland ein. Wie es hieß, ist eine Staatspleite kein Thema. Dies wiederum half dem Euro einwenig. Auch die Ratingagentur S&P 500 äußerte sich zu Griechenland. Demnach könnte das Rating für das Land weiter gesenkt werden, sofern der hohe Risikoaufschlag weiter besteht und die Regierung von den Sparplänen abweicht. Die Daxgewinnerliste wurde von Merck mit einem Plus von 0,58 % angeführt, Bayer (+0,46 %) und Fresenius Medical Care (+0,32 %) folgten. Volkswagen Vz. (-2,48 %) waren Inhaber der roten Laterne. Im M-Dax ragten Gerresheimer mit einem Plus von 5,89 % heraus. Angesichts der Kursverluste legte der V-Dax um mehr als einen Punkt von 18.63 auf 19.53 % zu. Damit wird auch optisch deutlich, dass die Märkte allmählich eine höhere Risikoprämie, nicht zuletzt wegen der Griechenlandkrise, einpreisen. Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass die Umsätze im fallenden Markt zugenommen haben.
Im kurzfristigen Chartbild des Dax zeigt sich, dass die Gefahr für eine obere Wendeformation zugenommen hat. Auf das Doji vom 06.04. folgten zwei Abwärtskerzen, welche die tendenziell negative Indikation des Doji nochmals untermauerten. Der Dreh im Stochastic Momentum Index ist ebenfalls ein Punkt, welcher die „Wendetheorie“ unterstützt. Entsprechend gilt es den Blick auf mögliche Unterstützungsmarken zu richten. Das erste Supportlevel bei 6.140 Zählern wurde gestern bereits erfolgreich getestet, darüber hinaus finden sich weitere Marken bei 6.089/ 6.084 (ein Cluster welchem eine besondere Bedeutung zukommt. Die Zahlen resultieren aus einer Fibonacci-Relation in Verbindung mit einem Level, welches über eine Quadratur der Zahl hergeleitet wurde), 6.046, 5.994 und 5.929 Punkten. Auf der Oberseite wirkt die unterschrittene Aufwärtslinien bei 6.200 Zählern als Widerstand.
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