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Dollar wertet aufgrund unterschiedlicher Konjunkturdaten ab

Posted by Forexyard • Friday, March 12. 2010 • Category: Forex
Anzeige - Devisenhandel mit ForexyardIm Anschluss an die im gestrigen Handelsverlauf veröffentlichten Konjunkturdaten wertete der Dollar bereits heute Morgen gegen gewinnträchtige Währungen ab. Der Rohölpreis blieb größtenteils unverändert. Anleger spekulieren, ob die seitens Chinas angekündigte Straffung der expansiven Geldpolitik, die Nachfrage nach dem Rohstoff bremsen könnte.

USD - Dollar verliert wegen uneinheitlicher US-Daten an Wert

Der Dollar wertete gestern leicht gegen den EUR ab, nachdem eine Reihe unterschiedlicher US-Daten sowie neueste überraschende Konjunkturzahlen aus China veröffentlicht wurden. Die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen von 468.000 Zählern in der Vorwoche auf saisonbereinigt angepasste 462.000 Anträge. Experten waren von insgesamt 456.000 Erstanträgen ausgegangen. Des Weiteren ist das US-Handelsdefizit im Januar im Vergleich zum Vormonat Dezember überraschend von $39,90 Mrd. auf $37,29 Mrd. geschrumpft. Marktbeobachter hatten mit einem Anstieg des Defizits in den USA gerechnet.
Der Dollar-Index, der gewichtete Durchschnitt von sechs Währungen, kletterte im Anschluss auf 80,542 von zuvor 80,484 zu später Handelsstunde am Mittwoch.
Heute sollten USD-Händler das Ergebnis zum US-Einzelhandelsumsatz um 14:30 Uhr sowie den US-Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan für den Monat März in der 1. Umfrage, ausgegeben um 15:55 Uhr, aufmerksam verfolgen. Sollten die Daten über den Erwartungen der Experten liegen, könnte der USD gestärkt in die kommende Handelswoche starten.

EUR - Pfund steigt aufgrund erhöhter Inflationserwartungen

Der EUR stabilisierte sich am gestrigen Donnerstag gegen einen Großteil der Hauptwährungen. Unterstützung fand der EUR in den uneinheitlichen US-Konjunkturdaten, die im Laufe des Handelstages veröffentlicht wurden. Nachdem jedoch deutlich wurde, dass die Ursache für den Abbau des gestern ausgegebenen US-Handelsdefizits zum Teil ein Rückgang der Importe um 1,7% war, ergaben sich auch für die europäische Gemeinschaftswährung leichte Kursverluste. Bis in die Nachmittagsstunden kletterte der EUR zunächst von $1,3651 auf $1,3685 und von123,59 Yen auf 123,88 Yen.
Ferner machte das Pfund Sterling am Donnerstag Boden gegen den USD gut, nachdem der vierteljährliche Inflationsbericht der Bank of England verdeutlichte, dass ein jährlicher Inflationsanstieg von 2,4% auf 2,5% erwartet wird. Händler begannen sogleich zu spekulieren, ob und wann die BoE ihre expansive Währungspolitik straffen wird. Das Pfund Sterling kletterte folglich bis über die $1,50-Marke auf $1,5063 von zuvor $1,4964 am Mittwoch.
Während die bedeutendsten Konjunkturdaten heute aus den USA veröffentlicht werden, sollten EUR-Investoren die Ausgabe der aktuellen Zahlen der Industrieproduktion im Euroraum nicht außer Acht lassen. Die Januar-Daten werden um 11:00 Uhr bekannt gegeben. Ein positives Ergebnis könnte den EUR weiter stützen.

JPY - Erwartete geldpolitische Lockerungen bringen JPY unter Druck

Japans Yen verzeichnete gestern gegen die übrigen 15 Hauptwährungen Kursverluste. Händler verwiesen auf eine nachlassende Nachfrage nach Safe-Havens am Markt als Beweggrund für die Kursentwicklung. Der japanische Yen wertet im Vorfeld des nächsten für die kommende Woche angesetzten Monetary Policy Meeting der Bank of Japan (BoJ) ab, bei dem die Notenbank über weitere geldpolitische Maßnahmen beraten wird, um die vorhandene Deflation im Land zu bekämpfen. Gegen den EUR handelte der Yen gestern Abend in New York bei 124,09 pro EUR von zuvor 123,82. Zum USD handelte Japans Währung bei 90,69 pro Dollar von zuvor 90,51.

Rohöl - Ölpreis nach US- und China-Daten unverändert

Das Barrel Rohöl zur Auslieferung im April kostete am Donnerstag im New Yorker Börsenhandel unverändert $82,11. Aktuell handelt der Rohstoff bei $80,20 pro Barrel. Während jüngste Konjunkturdaten aus China eine höhere Inflationsrate als erwartet lieferten, die in Spekulationen resultierte, nach denen die Regierung der Volksrepublik beginnen könnte, ihre Währungspolitik zu straffen und Leitzinsen anzuheben, blieb der Ölpreis unverändert. Händler fürchten um einen Nachfragerückgang nach dem Rohstoff. China gilt als einer der größten Einflussfaktoren auf einen möglichen Nachfragezuwachs. Positive Rohstoff-Berichte aus der Volksrepublik China und den USA hatten den Ölpreis am Mittwoch bis über die Marke von $83 pro Barrel gedrückt.
Anleger sollten heute wichtige Konjunkturdaten aus den USA gut im Auge behalten, da positive US-Konjunkturdaten den Rohstoffpreis voraussichtlich stützen werden.

Technische News

EUR/USD
Für dieses Paar konnte in den vergangenen drei Wochen eine Phase der Konsolidierung beobachtet werden. Entsprechend hat sich auf der Tages-Chart ein Triangle-Muster gebildet. Mittlerweile ist der Preis zurück auf die Marke von 1,3700 geklettert und nähert sich dabei einer bedeutenden abwärts geneigten Trendlinie, die am 3. Dezember begann. Es könnte von Vorteil sein, auf fallende Kurse zu setzen, sobald die Trendlinie erreicht ist. Nahe der Abwärts-Trendlinie zu verkaufen, könnte ein ausgezeichneter Einstiegspunkt in den Markt sein.

GBP/USD
Auf der 4-Stunden-Chart werden gute Verkaufsgelegenheiten deutlich. Der Preis dieses Paares konnte die abwärts gerichtete Trendlinie vom 19. Januar bislang nicht überwinden. Der Slow Stochastic-Oszillators gibt mittlerweile ein bärisches Cross aus, was auf eine mögliche rückläufige Preisbewegung deutet. Mutige Händler könnten jetzt Short-Positionen eröffnen, während vorsichtige Händler zunächst abwarten sollten, bis der Wochen-RSI unter die 70-Marke fällt und eine bevorstehende Preisbewegung nach unten bestätigt.

USD/JPY
Die jüngsten Kurskorrekturen nach oben der vergangenen 7 Tage könnten ein Ende finden. Auf der Tages-Chart wird etwas technischer Widerstand deutlich, so dass Händler damit beginnen könnten, ihre Long-Positionen aufzulösen. Der RSI der 7-Tages-Chart ist ebenfalls bis unter die 70-Marke gefallen und gibt Verkaufssignale aus. Der Preis dieses Paares könnte noch bis zur 91,25-Marke klettern und anschließend langfristig einen Abwärtstrend einschlagen.

USD/CHF
Auf der Tages-Chart ist wenig technischer Widerstand zum Abwärtstrend dieses Paares zu erkennen. Das USD/CHF handelt deutlich unterhalb seines 10-Tages Simple Moving Average und das 10-Tages-Momentum spiegelt einen kontinuierlichen Abwärtstrend wider. Händler könnten hier weiterhin auf fallende Kurse setzen, bis die Unterstützungsmarke bei 1,0610 erreicht ist.

Die Wild-Card
EUR/GBP

Gestern ergab sich eine mäßige Kurskorrektur nach oben zum aufwärts gerichteten Preistrend, der am 25. Februar einsetzte. Der Preis konnte diese Trendlinie jedoch nicht überwinden, was bedeutet, dass die Trendlinie nach wie vor intakt ist. Der RSI der Wochen-Chart behält seine Aufwärtstrendlinie ebenfalls bei und steigt. Das Paar erreicht möglicherweise seine kurzfristige Widerstandsmarke bei 0,9150. Für Forex -Händler lohnt es sich womöglich, bei diesem Währungspaar auf steigende Kurse zu setzen, da ein Durchbruch den Preis bis auf die nächste Widerstandsmarke um 0,9410 treiben könnte.

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