Bonds Weekly: Bund-Future: Stabil seitwärts
Posted by Börse Stuttgart • Friday, March 5. 2010 • Category: Renten
Rentenreport der Börse Stuttgart KW 09 (01.03. bis 05.03.2010)
In einer Woche voller Konjunkturdaten, sowie den Sitzungen der EZB und der Bank of England, konnte sich der Bund-Future auf hohem Niveau stabilisieren. Auch das Dauerthema Griechenland bewegte einmal mehr die Finanzmärkte.
Zum Wochenauftakt hat sich das Anleihenbarometer trotz der Kursgewinne an den Aktienmärkten wacker geschlagen und verbuchte lediglich ein kleines Minus. Die Diskussionen über Griechenland-Hilfe gingen in die nächste Runde. So wurde der Griechenland-Besuch von EU-Vertretern als Zeichen für eine näher rückende Einigung auf ein Hilfspaket für Griechenland gewertet. Die SDP hingegen sprach sich gegen direkte Hilfe aus Deutschland aus.
Am Mittwoch hat die griechische Regierung ein umfangreiches Sparpaket vorgestellt, das unter anderem die Erhöhung der Mehrwertsteuer und die Kürzung von Ausgaben beinhaltet. Die EZB hat in einer Presseerklärung das Paket begrüßt und griechische Staatsanleihen konnten etwas zulegen. Das private US-Lohnbuchhaltungs-unternehmen ADP hat in seiner monatlichen Umfrage ermittelt, dass von privaten Unternehmen im Februar 20.000 Jobs gestrichen wurden. Die Zahlen werden gerne als Vorbote für den monatlichen Bericht vom US-Arbeitsmarkt gesehen, der generell viel Aufmerksamkeit erntet.
Sowohl die Europäische Zentralbank, als auch die Bank of England haben am Donnerstag die Leitzinsen bestätigt. Die Bank of England gab zudem bekannt, ihr Anleihenrückkaufprogramm nicht aufzustocken. „Die EZB überraschte mit der Ankündigung, die Banken mindestens bis zum Herbst großzügig mit Geld zu versorgen“, berichtet die Leiterin des Stuttgarter Anleihenhandels, Sabine Traub. „Zudem äußerte sich EZB-Präsident Jean-Claude Trichet zuversichtlich zu Griechenland und ihren Sparmaßnahmen“, so die Anleihenexpertin.
Am Freitagmorgen war der Handel vom Abwarten auf die US-Arbeitsmarktdaten bestimmt und verlief entsprechend in ruhigen Bahnen. Mit den um 14.30 Uhr anstehenden US-Arbeitsmarktzahlen erhoffen sich die Anleger weitere Hinweise auf den Zustand der US-Wirtschaft. Im Vorfeld gehen die Marktbeobachter von einem Anstieg der Arbeitslosenquote auf 9,8 Prozent aus. 50.000 Jobs sind nach Ansicht der Experten im vergangenen Monat weggefallen.
enttäuscht hatte. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind unerwartet kräftig auf 496.000 angestiegen. Die Orders für langlebige Güter für Januar und der Hauspreisindex für Februar blieben ebenfalls hinter den Erwartungen zurück.
Zum Wochenausklang konnte der Bund-Future trotz der Kursgewinne am Aktienmarkt sein hohes Niveau halten. Neue Impulse könnten am Nachmittag anstehende Konjunkturdaten liefern: So werden um 16 Uhr neue Zahlen vom amerikanischen Immobilienmarkt veröffentlicht.
Anlegertrends: Argentinien kündigt Umtauschangebot an
Zu Wochenbeginn hat der argentinische Finanzminister Boudou verkündet, dass die Gläubiger der noch ausstehenden Argentinien-Anleihen innerhalb von drei Wochen ein neues Angebot bekommen sollen. Die Kurse argentinischer Anleihen zogen daraufhin an. „Nun bleibt zu hoffen, dass dieses Mal den Worten auch Taten folgen. Im Februar hatten die Anleger vergeblich auf das versprochene Angebot gewartet“, so Sabine Traub.
Seit heute ist die neue Spanien-Anleihe in Stuttgart handelbar. Die Neuemission ist mit einem festen Kupon von 3,00 Prozent ausgestattet und wird am 30. April 2015 fällig. Privatanlegerfreundlich ist die Mindeststückelung mit 1.000 Euro nominal (WKN: A1AUF3).
Per heute wurden drei neue Bankanleihen in den Handel aufgenommen. Eine Anleihe der Bank Neuseeland, die sich mit 4,00 Prozent verzinst und am 8. März 2017 fällig wird (WKN: A1AT7X), sowie eine siebenjährige Anleihe der Australia und New Zealand Banking Group, mit 3,75 prozentiger Verzinsung (WKN: A1AUF4). Die dritte Neuemission steuert die Santander Bank mit einem Kupon von 3,5 Prozent und fünfjähriger Laufzeit bei (WKN: A1AT84). Kleinste handelbare Einheit bei allen drei Anleihen ist 50.000 Euro nominal.
Die Republik Südafrika hat eine neue Anleihe emittiert, die ab Montag am Börsenplatz Stuttgart handelbar ist (WKN: A1AUFG). Mit einem Kupon von 5,5 Prozent ausgestattet, läuft die in US-Dollar notierte Anleihe bis zum 9. März 2020. Das Emissionsvolumen beträgt 2 Milliarden US-Dollar, die kleinste handelbare Einheit liegt bei 100.000 US-Dollar.
Die neue 10-jährige Griechenland-Anleihe ist ebenfalls ab Montag in Stuttgart notiert. Der neue Bond ist mit einem Kupon von 6,25 Prozent ausgestattet und läuft bis zum 19. Juni 2020. Wie bei allen Eurostaatsanleihen ist die kleinste handelbare Einheit mit 1.000 Euro nominal privatanlegerfreundlich.
Die Rhön-Klinikum AG, einer der größten Dienstleister im Gesundheitswesen in Deutschland, hat seine erste Anleihe mit einem Kupon von 3,625 Prozent und einer Laufzeit bis 11. März 2016 emittiert. Der Bond des Unternehmens, dessen Ziel eine bezahlbare, wohnortnahe Gesundheitsversorgung für jedermann auf hohem Qualitätsniveau ist, wird ab Montag mit einer Mindeststückelung von 1.000 Euro nominal an der Stuttgarter Börse gehandelt.
Aktuelle Informationen zum Geschehen an den Anleihenmärkten: Ab sofort finden Sie hier (https://www.boerse-stuttgart.de/de/aktuelles/boersestuttgarttv/boersestuttgarttv.html)das wöchentliche Video-Interview mit unserer Anleihen-Expertin Sabine Traub.
Quelle: Börse Stuttgart
In einer Woche voller Konjunkturdaten, sowie den Sitzungen der EZB und der Bank of England, konnte sich der Bund-Future auf hohem Niveau stabilisieren. Auch das Dauerthema Griechenland bewegte einmal mehr die Finanzmärkte.
Zum Wochenauftakt hat sich das Anleihenbarometer trotz der Kursgewinne an den Aktienmärkten wacker geschlagen und verbuchte lediglich ein kleines Minus. Die Diskussionen über Griechenland-Hilfe gingen in die nächste Runde. So wurde der Griechenland-Besuch von EU-Vertretern als Zeichen für eine näher rückende Einigung auf ein Hilfspaket für Griechenland gewertet. Die SDP hingegen sprach sich gegen direkte Hilfe aus Deutschland aus.
Am Mittwoch hat die griechische Regierung ein umfangreiches Sparpaket vorgestellt, das unter anderem die Erhöhung der Mehrwertsteuer und die Kürzung von Ausgaben beinhaltet. Die EZB hat in einer Presseerklärung das Paket begrüßt und griechische Staatsanleihen konnten etwas zulegen. Das private US-Lohnbuchhaltungs-unternehmen ADP hat in seiner monatlichen Umfrage ermittelt, dass von privaten Unternehmen im Februar 20.000 Jobs gestrichen wurden. Die Zahlen werden gerne als Vorbote für den monatlichen Bericht vom US-Arbeitsmarkt gesehen, der generell viel Aufmerksamkeit erntet.
Sowohl die Europäische Zentralbank, als auch die Bank of England haben am Donnerstag die Leitzinsen bestätigt. Die Bank of England gab zudem bekannt, ihr Anleihenrückkaufprogramm nicht aufzustocken. „Die EZB überraschte mit der Ankündigung, die Banken mindestens bis zum Herbst großzügig mit Geld zu versorgen“, berichtet die Leiterin des Stuttgarter Anleihenhandels, Sabine Traub. „Zudem äußerte sich EZB-Präsident Jean-Claude Trichet zuversichtlich zu Griechenland und ihren Sparmaßnahmen“, so die Anleihenexpertin.
Am Freitagmorgen war der Handel vom Abwarten auf die US-Arbeitsmarktdaten bestimmt und verlief entsprechend in ruhigen Bahnen. Mit den um 14.30 Uhr anstehenden US-Arbeitsmarktzahlen erhoffen sich die Anleger weitere Hinweise auf den Zustand der US-Wirtschaft. Im Vorfeld gehen die Marktbeobachter von einem Anstieg der Arbeitslosenquote auf 9,8 Prozent aus. 50.000 Jobs sind nach Ansicht der Experten im vergangenen Monat weggefallen.
enttäuscht hatte. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind unerwartet kräftig auf 496.000 angestiegen. Die Orders für langlebige Güter für Januar und der Hauspreisindex für Februar blieben ebenfalls hinter den Erwartungen zurück.
Zum Wochenausklang konnte der Bund-Future trotz der Kursgewinne am Aktienmarkt sein hohes Niveau halten. Neue Impulse könnten am Nachmittag anstehende Konjunkturdaten liefern: So werden um 16 Uhr neue Zahlen vom amerikanischen Immobilienmarkt veröffentlicht.
Anlegertrends: Argentinien kündigt Umtauschangebot an
Zu Wochenbeginn hat der argentinische Finanzminister Boudou verkündet, dass die Gläubiger der noch ausstehenden Argentinien-Anleihen innerhalb von drei Wochen ein neues Angebot bekommen sollen. Die Kurse argentinischer Anleihen zogen daraufhin an. „Nun bleibt zu hoffen, dass dieses Mal den Worten auch Taten folgen. Im Februar hatten die Anleger vergeblich auf das versprochene Angebot gewartet“, so Sabine Traub.
Seit heute ist die neue Spanien-Anleihe in Stuttgart handelbar. Die Neuemission ist mit einem festen Kupon von 3,00 Prozent ausgestattet und wird am 30. April 2015 fällig. Privatanlegerfreundlich ist die Mindeststückelung mit 1.000 Euro nominal (WKN: A1AUF3).
Per heute wurden drei neue Bankanleihen in den Handel aufgenommen. Eine Anleihe der Bank Neuseeland, die sich mit 4,00 Prozent verzinst und am 8. März 2017 fällig wird (WKN: A1AT7X), sowie eine siebenjährige Anleihe der Australia und New Zealand Banking Group, mit 3,75 prozentiger Verzinsung (WKN: A1AUF4). Die dritte Neuemission steuert die Santander Bank mit einem Kupon von 3,5 Prozent und fünfjähriger Laufzeit bei (WKN: A1AT84). Kleinste handelbare Einheit bei allen drei Anleihen ist 50.000 Euro nominal.
Die Republik Südafrika hat eine neue Anleihe emittiert, die ab Montag am Börsenplatz Stuttgart handelbar ist (WKN: A1AUFG). Mit einem Kupon von 5,5 Prozent ausgestattet, läuft die in US-Dollar notierte Anleihe bis zum 9. März 2020. Das Emissionsvolumen beträgt 2 Milliarden US-Dollar, die kleinste handelbare Einheit liegt bei 100.000 US-Dollar.
Die neue 10-jährige Griechenland-Anleihe ist ebenfalls ab Montag in Stuttgart notiert. Der neue Bond ist mit einem Kupon von 6,25 Prozent ausgestattet und läuft bis zum 19. Juni 2020. Wie bei allen Eurostaatsanleihen ist die kleinste handelbare Einheit mit 1.000 Euro nominal privatanlegerfreundlich.
Die Rhön-Klinikum AG, einer der größten Dienstleister im Gesundheitswesen in Deutschland, hat seine erste Anleihe mit einem Kupon von 3,625 Prozent und einer Laufzeit bis 11. März 2016 emittiert. Der Bond des Unternehmens, dessen Ziel eine bezahlbare, wohnortnahe Gesundheitsversorgung für jedermann auf hohem Qualitätsniveau ist, wird ab Montag mit einer Mindeststückelung von 1.000 Euro nominal an der Stuttgarter Börse gehandelt.
Aktuelle Informationen zum Geschehen an den Anleihenmärkten: Ab sofort finden Sie hier (https://www.boerse-stuttgart.de/de/aktuelles/boersestuttgarttv/boersestuttgarttv.html)das wöchentliche Video-Interview mit unserer Anleihen-Expertin Sabine Traub.
Quelle: Börse Stuttgart

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