Adinotec: Anstieg mit vielen Fragezeichen!
Posted by Armin Brack • Friday, March 5. 2010 • Category: Aktien
Aus Neosino wurde Adinotec. Wird mit einem neuen Namen alles besser? Börsianer trieben das Papier im letzten Monat in die Höhe. Wir sind skeptisch.
Zu den positiven Überraschungen der letzten Monate zählt ohne Zweifel die Kursentwicklung bei Adinotec, der ehemaligen Neosino. Im Halbjahresbericht 2009, der im September letzten Jahres erschienen war, hatte das Unternehmen einen Umsatz von immerhin gut 3,7 Millionen Euro gemeldet, nachdem im entsprechenden Vorjahreszeitraum nur magere 15.000 Euro ausgewiesen worden waren. Nachdem sich das Geschäft mit Nahrungsergänzungsmitteln auf Basis der Nanotechnologie als Flop erwiesen hat, setzt man nun auf nanoSTAB.
Dabei handelt es sich nach Angaben von Adinotec um „eine komplexe Verfahrenstechnik zur Bodenstabilisierung, bei der der Unterbau von Straßen und sonstigen Verkehrswegen verfestigt werden kann, ohne dass der anstehende Boden des Straßenunterbaus ausgehoben und ausgetauscht werden muss“. Sollte das Verfahren wirklich den Marktdurchbruch schaffen, so ergäbe sich ein enormes Potenzial.
Viele Fragezeichen
Allerdings gibt es einige Fragezeichen: Für das erste Halbjahr 2010 wurde zwar ein kleiner Gewinn von 185.000 Euro ausgewiesen, Geld ist jedoch noch keines geflossen. Das heißt, das Unternehmen verbrennt aktuell weiter Geld. Wer genau die Kunden sind, geht aus der Pressemeldung ebenfalls nicht hervor. Es ist nur von „den Behörden“ und „den Interessenten“ die Rede.
Auch die Tatsache, dass das operative Geschäft im Bereich Straßenbau über eine Tochter in Malta abgewickelt wird, trägt nicht gerade dazu bei, das Vertrauen in das Unternehmen zu erhöhen. Genau das wäre aber nach dem Desaster im Jahr 2006 dringend nötig. Damals wurde ein Nahrungsergänzungsmittel auf Basis der Nanotechnologie mit Werbepartner Bayern München im großen Stil promoted.
Die Aktie hatte sich zwischenzeitlich seit dem Ausgabepreis verdreifacht. Anschließend wurde das Produkt dann im ARD Magazin „Panorama“ und bei „Spiegel Online“ gnadenlos auseinander genommen und die Wirkung angezweifelt. Inzwischen spielt das Produkt keine Rolle mehr in den Planungen der Firma. Der Cashbestand lag zum Ende des ersten Halbjahres 2009 nur noch bei 112.220 Euro. Ob und wenn ja wieviel Geld die im August 2009 angestrebte Kapitalerhöhung eingebracht hat, wurde nicht gemeldet.
Mein Fazit:
Die Aktie ist nur für hochspekulative Anleger eine Option. Wir raten dringend, vor einem eventuellen Kauf der Aktie Zahlungseingänge und konkrete Fakten abzuwarten.
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Viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage wünscht
Ihr
Armin Brack
Chef-Redakteur Geldanlage-Report
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Zu den positiven Überraschungen der letzten Monate zählt ohne Zweifel die Kursentwicklung bei Adinotec, der ehemaligen Neosino. Im Halbjahresbericht 2009, der im September letzten Jahres erschienen war, hatte das Unternehmen einen Umsatz von immerhin gut 3,7 Millionen Euro gemeldet, nachdem im entsprechenden Vorjahreszeitraum nur magere 15.000 Euro ausgewiesen worden waren. Nachdem sich das Geschäft mit Nahrungsergänzungsmitteln auf Basis der Nanotechnologie als Flop erwiesen hat, setzt man nun auf nanoSTAB.
Dabei handelt es sich nach Angaben von Adinotec um „eine komplexe Verfahrenstechnik zur Bodenstabilisierung, bei der der Unterbau von Straßen und sonstigen Verkehrswegen verfestigt werden kann, ohne dass der anstehende Boden des Straßenunterbaus ausgehoben und ausgetauscht werden muss“. Sollte das Verfahren wirklich den Marktdurchbruch schaffen, so ergäbe sich ein enormes Potenzial.
Viele Fragezeichen
Allerdings gibt es einige Fragezeichen: Für das erste Halbjahr 2010 wurde zwar ein kleiner Gewinn von 185.000 Euro ausgewiesen, Geld ist jedoch noch keines geflossen. Das heißt, das Unternehmen verbrennt aktuell weiter Geld. Wer genau die Kunden sind, geht aus der Pressemeldung ebenfalls nicht hervor. Es ist nur von „den Behörden“ und „den Interessenten“ die Rede.
Auch die Tatsache, dass das operative Geschäft im Bereich Straßenbau über eine Tochter in Malta abgewickelt wird, trägt nicht gerade dazu bei, das Vertrauen in das Unternehmen zu erhöhen. Genau das wäre aber nach dem Desaster im Jahr 2006 dringend nötig. Damals wurde ein Nahrungsergänzungsmittel auf Basis der Nanotechnologie mit Werbepartner Bayern München im großen Stil promoted.
Die Aktie hatte sich zwischenzeitlich seit dem Ausgabepreis verdreifacht. Anschließend wurde das Produkt dann im ARD Magazin „Panorama“ und bei „Spiegel Online“ gnadenlos auseinander genommen und die Wirkung angezweifelt. Inzwischen spielt das Produkt keine Rolle mehr in den Planungen der Firma. Der Cashbestand lag zum Ende des ersten Halbjahres 2009 nur noch bei 112.220 Euro. Ob und wenn ja wieviel Geld die im August 2009 angestrebte Kapitalerhöhung eingebracht hat, wurde nicht gemeldet.
Mein Fazit:
Die Aktie ist nur für hochspekulative Anleger eine Option. Wir raten dringend, vor einem eventuellen Kauf der Aktie Zahlungseingänge und konkrete Fakten abzuwarten.
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