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Müller: Rosige Aussichten für LILA Logistik!

Posted by Armin Brack • Thursday, March 4. 2010 • Category: Aktien
Rosige Aussichten für Lila Logistik

Ohne hohe Integrations- und Expansionskosten und mit Hilfe operativer Verschlankung können die Besigheimer endlich ihr Rendite-Potenzial ausspielen.

Jahrelang gehörte der schwäbische Logistik-Spezialist Müller zu den Schattenkindern am deutschen Aktienmarkt. Die Besigheimer hatten mit einem enormen Margendruck und hohen Integrationskosten für Übernahmen zu kämpfen. Dabei können sich die Großkunden wahrlich sehen lassen, wie etwa Opel, Porsche und Audi aus dem Autosektor. Die letzteren beiden beliefert „Die lila Logistik“ beispielsweise mit Sitzanlagen.

Das Problem: Autohersteller gehen immer mehr dazu über, Aufträge per Ausschreibungen zu vergeben - und sei es nur pro forma, um bestehende Lieferanten im Preis zu drücken. Doch Michael Müller, Gründer und CEO, weist auf einen anderen Grund hin: „Oft geht es auch darum, einen Partner zu finden, der mittel- bis langfristig zur Verfügung steht.“

Angesichts der geringen Lagerhaltung kann es sonst schnell zu Produktionsausfällen kommen, wenn ein Zulieferer insolvent geht. Mit einer soliden Bilanz, Tochtergesellschaften in Österreich, Polen und der Slowakei sowie über 1.000 Mitarbeitern, gehört Müller zu diesen „sicheren Partnern“. Eine weitere Möglichkeit für Kunden, im Einkauf Kosten zu sparen, ist die Vergabe von Komplettpaketen.

Das heißt zusätzlich zur reinen Produktlieferung werden Kommunikationsdienstleistungen, Lagerbetrieb, Konfektionierung und Entsorgung an den gleichen Partner vergeben. Das spielt großen Anbietern mit tiefer Wertschöpfungskette in die Hände. „Die lila Logistik“ hat mit dem Geschäftsbereich Logistics Design eine eigene Beratungsdienstleistungssparte für die Entwicklung von Gesamtkonzepten, die dann vom Operating-Bereich umgesetzt wird. Damit liegt man voll im Trend.

Sehr gutes zweites Halbjahr

So schafft es das Unternehmen, aus dem zunehmenden Preisdruck Vorteile gegenüber der Konkurrenz zu ziehen. Das spiegelt sich in den vorläufigen Zahlen wider. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern soll bei 3,9 bis 4,4 Millionen Euro und damit rund ein Drittel höher liegen als prognostiziert.

Legt man einen Umsatz von etwas über 80 Millionen Euro zugrunde, so lässt die auf eine deutlich höhere Rentabilität als in den Vorjahren schließen - und das in 2009, dem Jahr der Wirtschaftskrise.

Die aktuellen Analystenprognosen, die für 2010 und 2011 nur mit moderaten Steigerungsraten bei Gewinn und Umsatz rechnen bzw. für 2011 sogar mit einem leicht rückläufigen Gewinn je Aktie, halte ich daher für konservativ. Unterstützung bekommt diese These dadurch, dass Mehrheitsaktionär Müller seinen Anteil weiter aufgestockt hat und der Schweizer Altaktionär Rudolf Reisdorf sich mit einem Anteil von 26,3 Prozent wieder im großen Stil bei Müller eingekauft hat.

Mein Fazit:

Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von nur 0,25 bei einer operativen Marge von rund fünf Prozent ist die Aktie weiter zu günstig. Kurspotenzial 30 Prozent!

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Ihr
Armin Brack
Chef-Redakteur Geldanlage-Report
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