TUI-Aktie vor Turnaround!
Posted by Stefan Böhm • Wednesday, March 3. 2010 • Category: Aktien
Die TUI AG kann auf eine lange Unternehmensgeschichte zurückblicken. Als Preussag erlebte die Firma seit 1923 Höhen und Tiefen im Bergbau und in der Metall- und Schwerindustrie. Seit 2000 wandelte sich der Konzern mit dem Kauf der Thomson Travel Group. Seitdem ist der Tourismus das wichtigste Geschäftsfeld. Der Versuch, den Konzern mit der Containerreederei Hapag-Lloyd ein zweites Standbein zu bescheren, ging jedoch in die Hose. Seit März 2008 laufen daher die Bestrebungen, diesen Bereich zu verkaufen. Noch hält TUI 43,3 Prozent an Hapag-Lloyd.
Hapag-Lloyd auf dem Wege der Erholung
Mit der Erholung der Weltkonjunktur und aufgrund eines harten Sparprogramms hat sich Hapag-Lloyd zuletzt besser als erwartet geschlagen. Mit dem bereinigten Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen von -21,3 Mio. Euro (TUI-Anteil: -14,4 Mio. Euro) ist die Null-Linie fast schon wieder erreicht. Noch im Vorquartal wurde ein Minus von -247,7 Mio. Euro verzeichnet. Sollte sich der positive Trend im operativen Geschäft fortsetzen, so könnte Hapag-Lloyd auch ohne Staatsgarantien über die Runden kommen. Nach wie vor ein Problem ist allerdings die hohe Verschuldung des Konzerns, die 2009 zwar etwas reduziert werden konnte, dennoch auf die nächsten Jahre hinaus ein bestimmender Faktor bei TUI bleiben wird.
Stabile Entwicklung im Tourismusbereich
Zwar wurde 2009 ein deutlicher Rückgang beim Gästevolumen verzeichnet, dennoch hat der Vorstand einen positiven Ausblick auf das Gesamtjahr gegeben. Das operative Ergebnis im Touristik-Geschäft sollte daher eine stabile Entwicklung aufweisen. In Deutschland wird dies vor allem von der weiteren konjunkturellen Entwicklung sowie der Arbeitslosigkeit abhängen. TUI-Chef Frenzel sieht den Konzern, der künftig sein Geschäftsjahr zum 30. September und damit am Ende des Tourismusjahres bilanziert, jedoch mit gesteigerter Ertragskraft. Das mag stimmen, jedoch dürfte Frenzels optimistische Rhetorik auch dem Dauerkonflikt mit Großaktionär John Fredriksen geschuldet sein. Der norwegische Milliardär versucht seit langem vergeblich, den TUI-Vorstand und insbesondere Michael Frenzel abzulösen. Nun wollen die beiden Streithähne offenbar unter der Moderation des neuen Aufsichtsratschef Dietmar Kuhnt aufeinander zugehen. Ein schnelles Ende des Konflikts – Fredriksen fordert mindestens einen Sitz im Aufsichtsrat – ist jedoch nicht zu erwarten.
Fazit:
Die TUI-Aktie hat einen tiefen Fall hinter sich. Noch vor zwei Jahren wurde der Titel für 18 Euro gehandelt, im März 2009 war dann mit 3,64 Euro der Tiefpunkt erreicht. Seitdem hat sich die Aktie mit großen Schwankungen wieder auf den Weg nach oben gemacht. Nun befindet sich der Titel auf Erholungskurs. Das Papier ist sowohl im Tourismus- als auch im Containergeschäft stark von der Konjunkturentwicklung abhängig. Neue Hoffnungsmärkte wie Russland dürften sich erst langfristig positiv bemerkbar machen. TUI ist zwar chancenreich, aber auch riskant. Im DaxVestor zeigen wir Ihnen, wie Sie mit Risikopuffer in die interessante Aktie investieren können.
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- EUR/USD: Hält die Unterstützung bei 1,34/1,35 USD?
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Erfolgreiche Investments wünscht
Stefan Böhm
Chefredakteur DaxVestor
www.dax-vestor.de
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Hapag-Lloyd auf dem Wege der Erholung
Mit der Erholung der Weltkonjunktur und aufgrund eines harten Sparprogramms hat sich Hapag-Lloyd zuletzt besser als erwartet geschlagen. Mit dem bereinigten Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen von -21,3 Mio. Euro (TUI-Anteil: -14,4 Mio. Euro) ist die Null-Linie fast schon wieder erreicht. Noch im Vorquartal wurde ein Minus von -247,7 Mio. Euro verzeichnet. Sollte sich der positive Trend im operativen Geschäft fortsetzen, so könnte Hapag-Lloyd auch ohne Staatsgarantien über die Runden kommen. Nach wie vor ein Problem ist allerdings die hohe Verschuldung des Konzerns, die 2009 zwar etwas reduziert werden konnte, dennoch auf die nächsten Jahre hinaus ein bestimmender Faktor bei TUI bleiben wird.
Stabile Entwicklung im Tourismusbereich
Zwar wurde 2009 ein deutlicher Rückgang beim Gästevolumen verzeichnet, dennoch hat der Vorstand einen positiven Ausblick auf das Gesamtjahr gegeben. Das operative Ergebnis im Touristik-Geschäft sollte daher eine stabile Entwicklung aufweisen. In Deutschland wird dies vor allem von der weiteren konjunkturellen Entwicklung sowie der Arbeitslosigkeit abhängen. TUI-Chef Frenzel sieht den Konzern, der künftig sein Geschäftsjahr zum 30. September und damit am Ende des Tourismusjahres bilanziert, jedoch mit gesteigerter Ertragskraft. Das mag stimmen, jedoch dürfte Frenzels optimistische Rhetorik auch dem Dauerkonflikt mit Großaktionär John Fredriksen geschuldet sein. Der norwegische Milliardär versucht seit langem vergeblich, den TUI-Vorstand und insbesondere Michael Frenzel abzulösen. Nun wollen die beiden Streithähne offenbar unter der Moderation des neuen Aufsichtsratschef Dietmar Kuhnt aufeinander zugehen. Ein schnelles Ende des Konflikts – Fredriksen fordert mindestens einen Sitz im Aufsichtsrat – ist jedoch nicht zu erwarten.
Fazit:
Die TUI-Aktie hat einen tiefen Fall hinter sich. Noch vor zwei Jahren wurde der Titel für 18 Euro gehandelt, im März 2009 war dann mit 3,64 Euro der Tiefpunkt erreicht. Seitdem hat sich die Aktie mit großen Schwankungen wieder auf den Weg nach oben gemacht. Nun befindet sich der Titel auf Erholungskurs. Das Papier ist sowohl im Tourismus- als auch im Containergeschäft stark von der Konjunkturentwicklung abhängig. Neue Hoffnungsmärkte wie Russland dürften sich erst langfristig positiv bemerkbar machen. TUI ist zwar chancenreich, aber auch riskant. Im DaxVestor zeigen wir Ihnen, wie Sie mit Risikopuffer in die interessante Aktie investieren können.
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