4x Report: US-Märkte konsolidieren - Aktie von Toyota Motors mit herben Verlusten - Gewinneinbruch bei BP
Posted by Börse Stuttgart • Friday, February 5. 2010 • Category: Aktien
Marktbericht der Börse Stuttgart - Auslandsaktien KW 05 (01.02. bis 05.02.2010)
In dieser Handelswoche tendierten die amerikanischen Indizes bis einschließlich Mittwoch freundlich. Sowohl der Dow Jones als auch der NASDAQ Composite kletterten um zwei Prozent nach oben.
Schon zum Wochenstart herrschte eine gute Stimmung am Markt. Zu den Tagesgewinnern zählten die Chipaktien, deren Branchenindex um mehr als drei Prozent zulegen konnte. Spitzenreiter war die Aktie von AMD (WKN: 863186), die um mehr als sieben Prozent anzog. Die konjunktursensitiven Werte gehörten ebenfalls zu den Gewinnern. Dazu zählten Fluglinien und Einzelhandelswerte. Die Aktie von Amazon.com (WKN: 906866) fiel jedoch mit einem Minus von 5,3 Prozent auf. Damit reagierte der Markt darauf, dass Amazon.com im Bereich E-Books nun durch das iPad von Apple (WKN: 865985) erhebliche Konkurrenz bekommt.
Am Dienstag hielt der Aufwärtstrend an. D.R. Horton (WKN: 884312) sorgte mit den Quartalszahlen für eine Überraschung. Erstmals seit drei Jahren wurde ein Quartalsgewinn ausgewiesen. Die Aktie kletterte um fast elf Prozent. Hinzu kamen positive Nachrichten zum Absatz von Eigenheimen. Dies deutet auf eine weitere Entspannung am Immobilienmarkt hin. Der Branchenindex stieg um mehr als fünf Prozent. Die Aktie von General Electric (WKN: 851144) führte im Dow Jones mit einem Plus von 3,7 Prozent die Gruppe der Gewinner an. GE gilt als großer Profiteur eines möglichen Konjunkturaufschwungs. Durch Kaufempfehlungen bekamen die Aktien von Alcoa (WKN: 850206) und Tiffany & Co. (WKN: 872811) den nötigen Rückenwind. Noch besser lief es für die Palm-Aktie (WKN: A0ETPB) mit einem Plus von mehr als sieben Prozent. Eine deutsche Großbank zeigte sich besonders angetan von diesem Wert, den sie auch als Übernahmekandidat ansieht.
Am Mittwoch legte der Markt eine Verschnaufpause ein. Am Ende des Handels wiesen die Indizes leichte Verluste aus. Der weltgrößte Netzausrüster Cisco Systems (WKN: 878841) meldete die Quartalszahlen für das vergangene Quartal. Der Umsatz konnte um acht Prozent gesteigert werden. Der Gewinn kletterte von 1,5 Milliarden auf 1,9 Milliarden Dollar. Damit wurde die Erwartung des Marktes übertroffen. Da die Zahlen erst nach Handelsschluss veröffentlicht wurden, konnte der Markt erst am Donnerstag darauf reagieren. In einem sehr schwachen Gesamtumfeld ragte die Aktie mit einem Plus von 1,5 Prozent (Stand: Donnerstag 17 Uhr) deutlich heraus.
Der japanische Leitindex Nikkei225 ging am Ende dieser Berichtswoche mit 10.355 Punkten so gut wie unverändert aus dem Markt. Beherrschendes Thema war in dieser Woche natürlich die Rückrufaktion bei Toyota Motor Corp. (WKN: 853510). Defekte bzw. fehlerhafte Pedale waren der Grund für eine gigantische Rückrufaktion beim weltgrößten Automobilhersteller. Außerdem musste deswegen die Produktion von einigen Modellen vorerst eingestellt werden. Die Kosten für die Rückrufaktion und den vorübergehenden Produktionsstopp können noch nicht exakt bemessen werden. Aber Toyota selbst geht von mindestens 1,4 Milliarden Euro aus. Der Aktienkurs reagierte dementsprechend äußerst negativ und brach alleine in dieser Woche um knapp zehn Prozent ein. Das sehr gute Qualitätsimage von Toyota Motor ist nun stark angekratzt. Ob potentielle Käufer sich jetzt anderen Herstellern zuwenden, bleibt abzuwarten.
Der niederländische Lebensmittelkonzern Unilever (WKN: A0JMZB) hat am Donnerstag die Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2009 bekanntgegeben. Gegen den Trend der Gesamtbranche wurden erneut steigende Erlöse erzielt. Das Unternehmen konnte diese um 1,8 Prozent steigern. Von Analysten war eine Steigerung von 1,4 Prozent erwartet worden. Da Unilever selbst mit einem weiter schwierigen Marktumfeld rechnet, musste die Aktie an der Börse in Amsterdam deutliche Abschläge hinnehmen. Am Donnerstagmittag notierte das Papier mit einem Abschlag von vier Prozent bei 21,50 Euro.
Der Ölkonzern RoyalDutch/Shell (WKN: A0D94M) hat im vierten Quartal 2009 einen Gewinneinbruch in Höhe von 75 Prozent verbucht. Das Unternehmen erwirtschaftete „nur“ noch 1,18 Milliarden Dollar. Nach Aussagen von Marktteilnehmern hatte RoyalDutch/Shell vor allem mit Ertragsproblemen in den Bereichen Erdgas und Flüssiggas zu kämpfen.
Die Irische Billigfluglinie Ryanair (WKN: A0MJ5T) hat im vergangenen Quartal einen geringeren Verlust als erwartet erwirtschaftet. Trotz eines höheren Passagieraufkommens stieg der Umsatz aufgrund geringerer Ticketpreise nur leicht an. Für das laufende Geschäftsjahr hob das Management des Unternehmens die Gewinnprognose auf 275 Millionen Euro an. Der Kurs von Ryanair legte im Wochenverlauf um fast acht Prozent auf 3,55 Euro zu. Die irischen Banken Allied Irish Bank (WKN: 861542) und Bank of Ireland (WKN: 853701) mussten hingegen weiter Federn lassen und lagen mit mehr als fünf Prozent im Minus.
Der Schweizer Versicherer Zurich Financial Services (WKN: 579919) überraschte in dieser Woche die Marktteilnehmer für 2009 mit einem im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent höheren Gewinn. Die Aktionäre dürfen sich zusätzlich noch über eine Dividendenerhöhung auf 16 Franken freuen, die natürlich noch genehmigt werden muss. Wie der Konzern mitteilte, konnten 2009 weitere Kosten eingespart werden, die dann auch zu dem Ergebnis von 3,2 Milliarden Dollar beitrugen. Der weltweit vertretene Versicherer konnte auch die viel beachtete Combined Ratio, bei der das Verhältnis von Prämienzahlungen zu Schadenzahlungen betrachtet wird, auf 96,8 Prozent verbessern. Mit einem Eigenkapital von 29,7 Milliarden Dollar ist das Unternehmen dann auch weiterhin sehr gut aufgestellt. Die Aktie konnte am frühen Morgen des Donnerstags ihre Gewinne um bis zu fünf Prozent ausbauen.
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Ab sofort finden Sie hier (https://www.boerse-stuttgart.de/de/aktuelles/boersestuttgarttv/boersestuttgarttv.html) ein wöchentlich aktualisiertes Interview mit einem Experten der Baader Bank zum Thema Auslandsaktien.
Kontakt: Cornelia Frey, boerse-stuttgart AG,
Telefon: 0711 – 222 985 – 518,
E-Mail: cornelia.frey@boerse-stuttgart.de
Quelle: Börse Stuttgart
In dieser Handelswoche tendierten die amerikanischen Indizes bis einschließlich Mittwoch freundlich. Sowohl der Dow Jones als auch der NASDAQ Composite kletterten um zwei Prozent nach oben.
Schon zum Wochenstart herrschte eine gute Stimmung am Markt. Zu den Tagesgewinnern zählten die Chipaktien, deren Branchenindex um mehr als drei Prozent zulegen konnte. Spitzenreiter war die Aktie von AMD (WKN: 863186), die um mehr als sieben Prozent anzog. Die konjunktursensitiven Werte gehörten ebenfalls zu den Gewinnern. Dazu zählten Fluglinien und Einzelhandelswerte. Die Aktie von Amazon.com (WKN: 906866) fiel jedoch mit einem Minus von 5,3 Prozent auf. Damit reagierte der Markt darauf, dass Amazon.com im Bereich E-Books nun durch das iPad von Apple (WKN: 865985) erhebliche Konkurrenz bekommt.
Am Dienstag hielt der Aufwärtstrend an. D.R. Horton (WKN: 884312) sorgte mit den Quartalszahlen für eine Überraschung. Erstmals seit drei Jahren wurde ein Quartalsgewinn ausgewiesen. Die Aktie kletterte um fast elf Prozent. Hinzu kamen positive Nachrichten zum Absatz von Eigenheimen. Dies deutet auf eine weitere Entspannung am Immobilienmarkt hin. Der Branchenindex stieg um mehr als fünf Prozent. Die Aktie von General Electric (WKN: 851144) führte im Dow Jones mit einem Plus von 3,7 Prozent die Gruppe der Gewinner an. GE gilt als großer Profiteur eines möglichen Konjunkturaufschwungs. Durch Kaufempfehlungen bekamen die Aktien von Alcoa (WKN: 850206) und Tiffany & Co. (WKN: 872811) den nötigen Rückenwind. Noch besser lief es für die Palm-Aktie (WKN: A0ETPB) mit einem Plus von mehr als sieben Prozent. Eine deutsche Großbank zeigte sich besonders angetan von diesem Wert, den sie auch als Übernahmekandidat ansieht.
Am Mittwoch legte der Markt eine Verschnaufpause ein. Am Ende des Handels wiesen die Indizes leichte Verluste aus. Der weltgrößte Netzausrüster Cisco Systems (WKN: 878841) meldete die Quartalszahlen für das vergangene Quartal. Der Umsatz konnte um acht Prozent gesteigert werden. Der Gewinn kletterte von 1,5 Milliarden auf 1,9 Milliarden Dollar. Damit wurde die Erwartung des Marktes übertroffen. Da die Zahlen erst nach Handelsschluss veröffentlicht wurden, konnte der Markt erst am Donnerstag darauf reagieren. In einem sehr schwachen Gesamtumfeld ragte die Aktie mit einem Plus von 1,5 Prozent (Stand: Donnerstag 17 Uhr) deutlich heraus.
Der japanische Leitindex Nikkei225 ging am Ende dieser Berichtswoche mit 10.355 Punkten so gut wie unverändert aus dem Markt. Beherrschendes Thema war in dieser Woche natürlich die Rückrufaktion bei Toyota Motor Corp. (WKN: 853510). Defekte bzw. fehlerhafte Pedale waren der Grund für eine gigantische Rückrufaktion beim weltgrößten Automobilhersteller. Außerdem musste deswegen die Produktion von einigen Modellen vorerst eingestellt werden. Die Kosten für die Rückrufaktion und den vorübergehenden Produktionsstopp können noch nicht exakt bemessen werden. Aber Toyota selbst geht von mindestens 1,4 Milliarden Euro aus. Der Aktienkurs reagierte dementsprechend äußerst negativ und brach alleine in dieser Woche um knapp zehn Prozent ein. Das sehr gute Qualitätsimage von Toyota Motor ist nun stark angekratzt. Ob potentielle Käufer sich jetzt anderen Herstellern zuwenden, bleibt abzuwarten.
Der niederländische Lebensmittelkonzern Unilever (WKN: A0JMZB) hat am Donnerstag die Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2009 bekanntgegeben. Gegen den Trend der Gesamtbranche wurden erneut steigende Erlöse erzielt. Das Unternehmen konnte diese um 1,8 Prozent steigern. Von Analysten war eine Steigerung von 1,4 Prozent erwartet worden. Da Unilever selbst mit einem weiter schwierigen Marktumfeld rechnet, musste die Aktie an der Börse in Amsterdam deutliche Abschläge hinnehmen. Am Donnerstagmittag notierte das Papier mit einem Abschlag von vier Prozent bei 21,50 Euro.
Der Ölkonzern RoyalDutch/Shell (WKN: A0D94M) hat im vierten Quartal 2009 einen Gewinneinbruch in Höhe von 75 Prozent verbucht. Das Unternehmen erwirtschaftete „nur“ noch 1,18 Milliarden Dollar. Nach Aussagen von Marktteilnehmern hatte RoyalDutch/Shell vor allem mit Ertragsproblemen in den Bereichen Erdgas und Flüssiggas zu kämpfen.
Die Irische Billigfluglinie Ryanair (WKN: A0MJ5T) hat im vergangenen Quartal einen geringeren Verlust als erwartet erwirtschaftet. Trotz eines höheren Passagieraufkommens stieg der Umsatz aufgrund geringerer Ticketpreise nur leicht an. Für das laufende Geschäftsjahr hob das Management des Unternehmens die Gewinnprognose auf 275 Millionen Euro an. Der Kurs von Ryanair legte im Wochenverlauf um fast acht Prozent auf 3,55 Euro zu. Die irischen Banken Allied Irish Bank (WKN: 861542) und Bank of Ireland (WKN: 853701) mussten hingegen weiter Federn lassen und lagen mit mehr als fünf Prozent im Minus.
Der Schweizer Versicherer Zurich Financial Services (WKN: 579919) überraschte in dieser Woche die Marktteilnehmer für 2009 mit einem im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent höheren Gewinn. Die Aktionäre dürfen sich zusätzlich noch über eine Dividendenerhöhung auf 16 Franken freuen, die natürlich noch genehmigt werden muss. Wie der Konzern mitteilte, konnten 2009 weitere Kosten eingespart werden, die dann auch zu dem Ergebnis von 3,2 Milliarden Dollar beitrugen. Der weltweit vertretene Versicherer konnte auch die viel beachtete Combined Ratio, bei der das Verhältnis von Prämienzahlungen zu Schadenzahlungen betrachtet wird, auf 96,8 Prozent verbessern. Mit einem Eigenkapital von 29,7 Milliarden Dollar ist das Unternehmen dann auch weiterhin sehr gut aufgestellt. Die Aktie konnte am frühen Morgen des Donnerstags ihre Gewinne um bis zu fünf Prozent ausbauen.
NEU: 4x im Video Center!
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Quelle: Börse Stuttgart

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