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4x Report: US-Märkte konsolidieren – Apple Computer im Fokus – Toyota Motors unter Druck – Nokia überraschend positiv

Posted by Börse Stuttgart • Friday, January 29. 2010 • Category: Aktien
Marktbericht der Börse Stuttgart - Auslandsaktien KW 04 (25.01. bis 29.01.2010)

Diese Handelswoche konnte der amerikanische Aktienmarkt bis zum Mittwoch leicht zulegen und konsolidierte somit auf dem niedrigeren Niveau vom Freitag vergangener Woche. Sowohl der Dow Jones als auch der S&P 500 konnten jeweils ein halbes Prozent zulegen.

Am Montag war auf dem Parkett „sich die Wunden lecken“ angesagt, nach dem man die Vorwoche mit deutlichen Kursabschlägen beendet hatte. Der Markt ging daher auch mit einer behaupteten Tendenz aus dem Handel. Zu den Lichtblicken des Tages gehörte die Aktie von AK Steel (WKN: 890363), die um über fünf Prozent zulegen konnte. Das Unternehmen konnte mit den gemeldeten Quartalszahlen die Erwartungen des Marktes übertreffen. Auch die Intel-Aktie (WKN: 855681) konnte überdurchschnittlich ansteigen, nach dem man in der Vorwoche von den guten Quartalszahlen nicht profitieren konnte. Der Titel verteuerte sich um zwei Prozent. Auch andere Chipwerte wurden mitgezogen. Ebenfalls im Interesse der Marktteilnehmer stand die Aktie von Apple (WKN: 865985). Mit großer Spannung wartet der Markt auf den neuen Rechner, den Apple herausbringt. Dadurch konnte die Aktie um weitere zwei Prozent klettern.

Der Aktienmarkt kam am Dienstag nicht richtig von der Stelle. Auffällig waren jedoch die Kursbewegungen einiger Einzelhändler. Nach dem der Branchenverband positive Signale aussendete, kletterte die Aktie vom Schwergewicht Wal-Mart (WKN: 860853) um 1,4 Prozent. Stärkeren Rückenwind hatten die Aktien von Target (WKN: 856243) und Nordstrom (WKN: 867804), deren Aktien um über zwei Prozent anstiegen. Von zahlreichen Anhebungen des Kursziels profitierte die Aktie von Apple (WKN: 865985), die sich weiterhin über der Marke von 200 Dollar gefestigt hat. Einen rabenschwarzen Tag musste die Aktie von US Steel (WKN: 529498) hinnehmen. Da der Stahlproduzent die Gewinnerwartungen des Marktes nicht einhalten konnte, sauste die Aktie um über elf Prozent in den Keller. Da machte es die Softwareschmiede VMware (WKN: A0MYC8) erheblich besser. Die Umsatz- und Gewinnerwartungen des Marktes wurden deutlich geschlagen. Es folgte eine Hochstufung des Kursziels nach dem anderen aus dem Analystenlager. Die Anleger konnten sich über einen Anstieg von über zwölf Prozent freuen.

Zur Wochenmitte sah der Börsenhimmel wieder besser aus. Auch die Entscheidung der US-Notenbank FED, die Zinsen unverändert zu lassen, sorgte für Erleichterung bei den Marktteilnehmern. Dadurch ergab sich der nötige Rückenwind für die Bankentitel. Bank of America (WKN: 858388) und JP Morgan (WKN: 850628) konnten über zwei Prozent zulegen.

Nach positiven Quartalszahlen stieg die Aktie von Boeing (WKN: 850471) um über sieben Prozent. In Fokus des Marktes war wiederum die Aktie von Apple (WKN: 865985), denn endlich wurde die Neuheit, der iPad, der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit einem Minus von über vier Prozent fiel die Aktie von Caterpillar (WKN: 850598) auf. Die Marktteilnehmer zeigten sich vor allem vom Ausblick des Unternehmens für die nächsten Quartale enttäuscht.

Schwach präsentierte sich in dieser Woche der japanische Aktienmarkt. Der Nikkei-225-Index verlor 454 Zähler und schloss bei 10.414 Punkten.

Die Aktie von Toyota Motor Corp. (WKN: 853510) kam in dieser Berichtswoche ziemlich unter die Räder und verlor gut 15 Prozent an Wert. Eine große Rückrufaktion wegen nicht richtig funktionierenden Pedalen und ein damit einhergehender Verkaufsstopp von acht Fahrzeugmodellen ließen die Aktie in den Keller rauschen. „Der Druck, der auf den japanischen Aktien lag, kam auch wieder von einem sehr starken Yen und somit lagen vor allem die großen Exportwerte stark im Minus“, erklärte Björn Marten von der Baader Bank AG in Stuttgart.

In Hongkong hat die 20.000er-Marke gehalten. Der HangSeng verlor im Wochenverlauf 506 Punkte (2,4 Prozent) auf 20.356 Punkte. Einen ähnlichen Abschlag mit 2,7 Prozent verzeichnete der HSCE auf nunmehr 11.636 Punkte. Das Marktgeschehen wurde von einer erhöhten Nervosität und Volatilität begleitet. Gegen den Trend freundlich präsentierten sich Esprit (WKN: A0ML39), die am Donnerstag von dem guten Ergebnis von H&M (WKN: 872318) profitierten. Ob sich der Vertrauensbeweis auszahlt, wird die Veröffentlichung der Espritzahlen am Dienstag zeigen. Bis Donnerstag bleibt ein Wochengewinn von knapp 4,7 Prozent auf 54,80 HK-Dollar (5,03 Euro). Einen schlechten IPO-Zeitpunkt hat die mit Spannung erwartete United CO Rusal (WKN: A0YH7R) erwischt. Der IPO-Preis lag bei 10,80 HK-Dollar – wurde aber nie erreicht. Der Höchstkurs lag bei 10,18 HK-Dollar, das Tief bei 9,60 HK-Dollar (0,88 Euro).

Der Schweizer Lifesciencekonzern Lonza (WKN: 928619) gab dem Publikum am Donnerstag einen Überblick über das abgeschlossene Geschäftsjahr 2009. Von einem Umsatzrückgang um 8,4 Prozent wurden alle Geschäftsfelder durch die geschmälerte Nachfrage betroffen. Drastisch wirkte sich das auf den Reingewinn aus, der um 62,1 Prozent auf 159 Millionen Schweizer Franken sank. Zu berücksichtigen ist dabei allerdings, dass in dieser Zahl bereits die Kosten der Restrukturierung komplett in das abgelaufene Jahr geflossen sind. Trotz dieser, auf den ersten Blick eher schwachen Zahlen, wurde dies bereits erwartet und lediglich der Umsatz enttäuschte. Bei dem Ausblick für 2010 bleibt Lonza eher vage, obwohl man optimistisch in die Zukunft sieht.
Mittelfristige Wachstumsziele werden von dem Spezialchemie-Konzern trotzdem nicht abgegeben. Die Aktie gab in der Schweiz im frühen Handel nach und war am Donnerstag der einzige Wert des SMI, der im Minus notierte.

Die Quartalszahlen von Nokia (WKN: 870737) überraschten die Märkte am Donnerstag. Nokia verkaufte im 4. Quartal 2009 127 Millionen Handys und verdiente 0,25 Euro je Aktie. Das waren fünf Cent mehr als von Analysten prognostiziert. Die Aktie erreichte im Tagesverlauf ein Kursplus von 15 Prozent auf 10,40 Euro. “Offensichtlich wurden die Shortseller auf dem falschen Fuß erwischt. Die Zahlen waren weit über den Erwartungen. Die letzten Quartale ließen eigentlich nichts Gutes erwarten. Doch Nokia konnte nicht nur beim Quartalsgewinn und Umsatz überzeugen, auch im vielbeachteten Smartphone-Geschäft wurden Marktanteile erhöht und gleichzeitig der durchschnittliche Verkaufspreis pro Mobilfunkgerät bei 63 Euro stabilisiert”, analysierte Steffen Kircher, Händler für europäische Aktien bei der Baader Bank AG in Stuttgart.

NEU: 4x im Video Center!
Ab sofort finden Sie hier (https://www.boerse-stuttgart.de/de/aktuelles/boersestuttgarttv/boersestuttgarttv.html) ein wöchentlich aktualisiertes Interview mit einem Experten der Baader Bank zum Thema Auslandsaktien.

Kontakt: Cornelia Frey, boerse-stuttgart AG,
Telefon: 0711 – 222 985 – 518,
E-Mail: cornelia.frey@boerse-stuttgart.de

Quelle: Börse Stuttgart

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