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4x Report - USA mitten in der Berichtssaison - Japan Airlines meldet Insolvenz an - Delisting in Tokyo voraussichtlich am 20. Februar

Posted by Börse Stuttgart • Friday, January 22. 2010 • Category: Aktien
Marktbericht der Börse Stuttgart - Auslandsaktien KW 03 (18.01. bis 22.01.2010)

Die Handelswoche begann in den USA mit einem Feiertag, insofern konnte man erst am Dienstag auf die Nachrichten reagieren. Nach den deutlichen Kursabschlägen vom Freitag vergangener Woche konnte der amerikanische Aktienmarkt am Dienstag wieder zulegen. Der Dow Jones kletterte um ein Prozent nach oben. Einen Tick besser machte es der S&P und der NASDAQ. Zu den Gewinnern im Dow Jones zählten die Pharmaaktien, wie Pfizer (WKN: 852009) und Merck (WKN: A0YD8Q), die um über zwei Prozent steigen konnten. Hierin spiegelte sich die Hoffnung, dass US-Präsident Obama sich mit seinem Vorhaben der Gesundheitsreform nicht durchsetzen kann. Mit großer Spannung wurden die Zahlen von Citigroup (WKN: 871904) erwartet. Da diese vom Markt mit Erleichterung aufgenommen wurden, kletterte die Aktie um 3,5 Prozent nach oben.

Auffällig war auch der Kursanstieg vom NASDAQ-Schwergewicht Apple (WKN: 865985), deren Aktie um über vier Prozent anstieg. Der Markt erwartet sehr gute Quartalszahlen, die am kommenden Montag veröffentlicht werden. Im Vorfeld hob ein Broker schon mal das Kursziel an. Von einer Hochstufung profitierte auch die Aktie von US-Steel (WKN: 529498) mit einem Plus von 5,5 Prozent. Nach langem Hin und Her konnte nun Kraft Foods (WKN: 655910) die Übernahme von Cadbury (WKN: A0NJP5) vermelden. Der Aktienmarkt zeigte sich eher skeptisch, ob Kraft nicht einen zu hohen Preis bezahlen muss. Die Aktie von Kraft verlor leicht.

Der Mittwoch wurde wieder von den negativen Vorzeichen beherrscht. Die Indizes gaben die Gewinne vom Vortag wieder ab. Die Ursache lag in den Quartalzahlen von IBM (WKN: 851399), die am Vorabend präsentiert wurden. Das Unternehmen konnte zwar die Erwartungen des Marktes erfüllen und hob auch die Gewinnprognose an, dennoch nutzten die Marktteilnehmer die Gelegenheit, indem sie Gewinne mitnahmen. Die Aktie ging mit einem Minus von fast drei Prozent aus dem Handel. Die zahlreichen Heraufstufungen aus der Analystenzunft verpufften völlig. Besser als der Gesamtmarkt schlugen sich die Fluglinien, die von einem abbröckelnden Ölpreis profitierten. Am Ende blieb ihnen ein kleines Plus. Die Eisenbahngesellschaft CSX (WKN: 865857) enttäuschte mit ihrem Zahlenwerk und sorgte für einen Kursverlust von über sechs Prozent.

Die 11.000er Marke hat der Nikkei225 in dieser Berichtswoche zwar nicht knacken können, aber mit einem Schlussstand von 10.868 Punkten kamen wir dieser psychologisch wichtigen Marke doch schon sehr nahe. Das Marktbeherrschende Thema in dieser Woche war natürlich der Insolvenzantrag von Japan Airlines (WKN: 777495). Am Dienstag dieser Woche stellte die ehemalige Ikone der japanischen Wirtschaft und die größte Fluggesellschaft Asiens den lang erwarteten Insolvenzantrag und begab sich unter Gläubigerschutz. Neuer Vorstandsvorsitzender wird der Gründer der Hightechfirma Kyocera Corp. (WKN: 860614) Kazuo Inamori. Er wird als der Hoffnungsträger schlechthin in Japan gehandelt. Dabei gilt es Investoren, Belegschaft und Pensionäre davon zu überzeugen, dass nur sehr harte Einschnitte zu einem Erfolg führen werden. Wichtig für die Aktionäre ist natürlich der Tag des Delistings der Aktie von der Börse in Tokyo. Dies könnte voraussichtlich am 20. Februar der Fall sein. Denn normalerweise wird eine Aktie noch vier Wochen nach Insolvenzantrag weitergehandelt.

Der HangSeng durchbrach am Donnerstag die wichtige charttechnische Marke von 21.000 Punkten und schloss bei 20.862 Punkten. Dies ist ein Wochenminus von 854 Punkten oder 3,9 Prozent. Der HSCE büßte 406 Punkte oder 3,3 Prozent auf 11.957 Punkte ein und konnte damit die 12000er-Marke nicht verteidigen. Nach Ansicht von Marktbeobachtern wird sich in den nächsten Handelstagen der Trend für die nächsten Wochen herauskristallisieren. Dem negativen Trend konnte sich China Southern Air (WKN: A0M4XR) entziehen. Die Company verkündete, dass sie aufgrund der sinkenden Kerosinpreise und einer ansteigenden Passagiernachfrage für das abgelaufene Geschäftsjahr 2009 mit einer Rückkehr in die Gewinnzone rechnen. Im Wochenvergleich bleibt ein kleines Plus von 0,04 HK-Dollar auf 2,84 HK-Dollar (0,26 Euro).

Nachdem die finnische Nokia (WKN: 870737) am Donnerstag mitgeteilt hat, dass sie für ihre Geräte einen kostenlosen Navigationsdienst anbieten wird, sind die Aktien des niederländischen Herstellers für Navigationsgeräte TomTom (WKN: A0ET88) deutlich unter Druck geraten. Den Herstellern von Navigationsgeräten erwächst aus diesem Angebot erneute Konkurrenz nachdem bereits in den USA Google einen Navigationsdienst anbietet. Nach Aussagen von Branchenexperten ist der Schritt von Nokia ein schwerer Schlag für TomTom. Der Aktienkurs von TomTom gab in Amsterdam bis zum Mittag um 15 Prozent auf 5,57 Euro nach.

Der Schweizer Uhrenhersteller Swatch (WKN: 865126) überraschte diese Woche den Markt damit, dass er seine Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr bereits vor dem angekündigten Datum präsentierte. Trotz des drittbesten Resultats der Firmengeschichte wurden dennoch acht Prozent weniger umgesetzt, dies entspricht 5,42 Milliarden Schweizer Franken. Wie das Unternehmen mitteilte, wären es ohne ungünstige Währungseffekte sogar 100 Millionen Schweizer Franken mehr gewesen. Nach einem schwachen Start in das Jahr 2009, konnte der Umsatz dann in der zweiten Hälfte deutlich gesteigert werden und mit einen Rekord-Dezember abgeschlossen werden. Zu dem Unternehmen gehören Marken wie Omega, die mit einer starken Nachfrage den schwachen Absatz von Luxusuhren wettmachten. Aufgrund der zuvor hohen Bewertung der Aktie und einem Kursanstieg von 79 Prozent seit Juni 2009 ließen Gewinnmitnahmen die Aktie bis zum Börsenschluss am Mittwoch um zwei Prozent fallen.

Der österreichische Leiterplattenhersteller AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG (WKN: 922230) hat im dritten Quartal 2009/2010 ein Ergebnis (Ebit) von 13,5 Millionen Euro erzielt. Dies sind rund 45 Prozent Gewinnsteigerung gegenüber dem Vorjahresquartal. Analysten gingen lediglich von einem Ergebnis von 9,8 Millionen Euro aus. Somit hat die Gesellschaft bereits nach dem dritten Quartal das Jahresziel 2009/2010 erreicht. Die Aktie reagierte mit einem Kursaufschlag von über fünf Prozent und liegt momentan bei 7,50 Euro.

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Ab sofort finden Sie hier (https://www.boerse-stuttgart.de/de/aktuelles/boersestuttgarttv/boersestuttgarttv.html) ein wöchentlich aktualisiertes Interview mit einem Experten der Baader Bank zum Thema Auslandsaktien.

Kontakt: Cornelia Frey, boerse-stuttgart AG,
Telefon: 0711 – 222 985 – 518,
E-Mail: cornelia.frey@boerse-stuttgart.de

Quelle: Börse Stuttgart

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