4x Report: Kapitalerhöhungen belasten japanischen Aktienmarkt – Gold bleibt weiter gefragt
Posted by Börse Stuttgart • Friday, November 20. 2009 • Category: Aktien
Marktbericht der Börse Stuttgart - Auslandsaktien KW 47 (16.11. bis 20.11.2009)
Die US-Börsen konnten im Wochenverlauf um knapp 1,5 Prozent zulegen, wobei zum Ende der Woche eher wieder dunkle Wolken am Börsenhimmel aufzogen. Der Halbleitersektor wurde von einem Investmenthaus herabgestuft. Daraufhin verloren der Chiphersteller Intel (WKN: 855681) rund drei Prozent auf 13,15 Euro und Texas Instruments (WKN: 852654) 3,5 Prozent auf 16,75 Euro an Wert. Der Dow Jones markierte sein Hoch bei 10.438 Punkten, der Nasdaq Composite kämpft um die Marke von 2.160 Punkten und der S+P 500 kann nur schwer seine 1.100 Punkte verteidigen.
Keine gute Woche hat der japanische Aktienmarkt hinter sich. Der Nikkei 225 verlor 255 Punkte und schloss am Donnerstag bei 9.549 Zählern. Der japanische Leitindex entfernt sich damit immer weiter von der psychologisch wichtigen Zehntausender-Marke. Die massiven Kapitalerhöhungen, vor allem aus dem Finanzbereich, belasten zunehmend die Börse in Tokio. So verloren im Wochenvergleich die Mizuho Financial Group (WKN: 200455) mehr als zwölf Prozent, Mitsubishi UFJ Financial (WKN: 657892) knapp zehn Prozent und Nomura Holdings (WKN: 857054) sieben Prozent an Wert. „Erst wenn der Markt die Kapitalerhöhungen verarbeitet hat, werden wir sehen, in welche Richtung die Börse will. Aber momentan ist das Aufwärtspotential ziemlich begrenzt“, sagte Björn Marten von der Baader Bank AG in Stuttgart.
Hongkong handelte in einer engen Spanne und schloss bei 22.643 Punkten mit einem leichten Plus von 246 Zählern. Ebenso positiv präsentierte sich der HSCE mit einem Plus von 146 Punkten auf 13.471 Punkten. BYD (WKN: A0M4W9) – in den vorangegangenen Wochen einer der Börsenlieblinge – musste in dieser Woche kräftig Federn lassen. Die Aktie des größten chinesischen Batterieherstellers verlor 15 Prozent auf 62,80 HK-Dollar oder umgerechnet 6,45 Euro. Dagegen konnte Chaoda Modern (WKN: 603198) den Aufwärtstrend fortsetzten und notiert nun mit sieben HK-Dollar auf dem höchsten Stand seit September des vergangenen Jahres.
Am Donnerstag überraschte der Lebensmittel-Konzern Danone (WKN: 851194) den Aktienmarkt damit, dass das mittelfristiges Wachstumsziel aufgegeben wurde. Bisher war das französische Unternehmen davon ausgegangen, jedes Jahr um acht bis zehn Prozent zu wachsen. Dies wurde nun auf nur noch fünf Prozent korrigiert. Auch wenn die Prognose für dieses Jahr bestätigt wurde, ist von einer Verbesserung der operativen Marge keine Rede mehr. Danone ist unter anderem der Hersteller von Actimel und Activia. Die Hälfte des Umsatzes wird durch Milchprodukte erzielt. Die Aktie verlor am Donnerstag aufgrund dieser Nachricht zu Handelsbeginn fünf Prozent an Wert und zog auch den Schweizer Konkurrenten Nestle (WKN: A0Q4DC) mit einem Prozent ins Minus.
Bereits am Mittwochabend musste der Luftfahrtkonzern Air France-KLM (WKN: 855111) dem Markt mitteilen, dass im abgelaufenen ersten Geschäftshalbjahr der Umsatz um ein Fünftel eingebrochenen ist.
Außerdem stand in den ersten sechs Monaten ein Verlust von 573 Millionen Euro zu Buche. Im Vorjahr wurde noch ein Gewinn von 176 Millionen Euro erzielt. Darüber hinaus wurde bekannt gegeben, dass durch Hedging gegen steigende Treibstoffpreise allein schon ein Verlust von 430 Millionen Euro entstand. Um sich der schwierigen Lage anzupassen, werde das Unternehmen seine Kapazitäten weiter senken und für das folgende Jahr den Abbau von 1.700 Stellen auf freiwilliger Basis vorschlagen.
Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin (WKN: AB1000) mit Sitz in Großbritannien überraschte mit einem deutlich höheren Gewinn im dritten Quartal 2009. Die Grundlage der Ergebnisverbesserung war das im Vorjahr beschlossene Effizienzsteigerungsprogramm sowie die Kosteneinsparungen durch Kapazitäts-Anpassungen. Bei hohen Umsätzen schwankte die Aktie zwischen 3,45 und 3,80 Euro.
Der Goldpreis eilt von einem Hoch zum nächsten. In dieser Woche notierte der Preis für eine Feinunze in der Spitze bei über 1.150 US-Dollar. Seit Jahresanfang ergibt sich daraus eine Steigerung von 35 Prozent. Gründe hierfür sind der weiterhin schwache US-Dollar und das zunehmende Investitionsinteresse privater und institutioneller Anleger, das nicht zuletzt durch die steigende Angst vor Inflation angeheizt wird. Zusätzlich kaufen die chinesische und indische Notenbank große Goldmengen vom IWF auf, um ihre US-Dollar-Devisenpositionen abzusichern.
Der bekannte Hedgefonds Paulson&Co., der schon den richtigen Riecher in der Subprime-Krise bewiesen hatte und Milliarden damit verdiente, indem er gegen US-Subprimeprodukte wettete, legt ab 01. Jan 2010 einen Goldfonds auf. Der neue Hedgefond wird in Goldaktien und auf in Gold bezogene Derivate investieren. All diese Zutaten sind der optimale Treibsatz für die Gold- und Silberminenaktien. Die Anteilsscheine von Hecla Mining (WKN: 854693), einem nordamerikanische Gold- und Silberproduzenten, konnten sich seit Beginn dieses Monats um satte 59 Prozent verbessern und notierten in der Spitze bei 6,54 US-Dollar bzw. 4,36 Euro.
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Kontakt: Cornelia Frey, boerse-stuttgart AG,
Telefon: 0711 – 222 985 – 518,
E-Mail: cornelia.frey@boerse-stuttgart.de
Quelle: Börse Stuttgart
Die US-Börsen konnten im Wochenverlauf um knapp 1,5 Prozent zulegen, wobei zum Ende der Woche eher wieder dunkle Wolken am Börsenhimmel aufzogen. Der Halbleitersektor wurde von einem Investmenthaus herabgestuft. Daraufhin verloren der Chiphersteller Intel (WKN: 855681) rund drei Prozent auf 13,15 Euro und Texas Instruments (WKN: 852654) 3,5 Prozent auf 16,75 Euro an Wert. Der Dow Jones markierte sein Hoch bei 10.438 Punkten, der Nasdaq Composite kämpft um die Marke von 2.160 Punkten und der S+P 500 kann nur schwer seine 1.100 Punkte verteidigen.
Keine gute Woche hat der japanische Aktienmarkt hinter sich. Der Nikkei 225 verlor 255 Punkte und schloss am Donnerstag bei 9.549 Zählern. Der japanische Leitindex entfernt sich damit immer weiter von der psychologisch wichtigen Zehntausender-Marke. Die massiven Kapitalerhöhungen, vor allem aus dem Finanzbereich, belasten zunehmend die Börse in Tokio. So verloren im Wochenvergleich die Mizuho Financial Group (WKN: 200455) mehr als zwölf Prozent, Mitsubishi UFJ Financial (WKN: 657892) knapp zehn Prozent und Nomura Holdings (WKN: 857054) sieben Prozent an Wert. „Erst wenn der Markt die Kapitalerhöhungen verarbeitet hat, werden wir sehen, in welche Richtung die Börse will. Aber momentan ist das Aufwärtspotential ziemlich begrenzt“, sagte Björn Marten von der Baader Bank AG in Stuttgart.
Hongkong handelte in einer engen Spanne und schloss bei 22.643 Punkten mit einem leichten Plus von 246 Zählern. Ebenso positiv präsentierte sich der HSCE mit einem Plus von 146 Punkten auf 13.471 Punkten. BYD (WKN: A0M4W9) – in den vorangegangenen Wochen einer der Börsenlieblinge – musste in dieser Woche kräftig Federn lassen. Die Aktie des größten chinesischen Batterieherstellers verlor 15 Prozent auf 62,80 HK-Dollar oder umgerechnet 6,45 Euro. Dagegen konnte Chaoda Modern (WKN: 603198) den Aufwärtstrend fortsetzten und notiert nun mit sieben HK-Dollar auf dem höchsten Stand seit September des vergangenen Jahres.
Am Donnerstag überraschte der Lebensmittel-Konzern Danone (WKN: 851194) den Aktienmarkt damit, dass das mittelfristiges Wachstumsziel aufgegeben wurde. Bisher war das französische Unternehmen davon ausgegangen, jedes Jahr um acht bis zehn Prozent zu wachsen. Dies wurde nun auf nur noch fünf Prozent korrigiert. Auch wenn die Prognose für dieses Jahr bestätigt wurde, ist von einer Verbesserung der operativen Marge keine Rede mehr. Danone ist unter anderem der Hersteller von Actimel und Activia. Die Hälfte des Umsatzes wird durch Milchprodukte erzielt. Die Aktie verlor am Donnerstag aufgrund dieser Nachricht zu Handelsbeginn fünf Prozent an Wert und zog auch den Schweizer Konkurrenten Nestle (WKN: A0Q4DC) mit einem Prozent ins Minus.
Bereits am Mittwochabend musste der Luftfahrtkonzern Air France-KLM (WKN: 855111) dem Markt mitteilen, dass im abgelaufenen ersten Geschäftshalbjahr der Umsatz um ein Fünftel eingebrochenen ist.
Außerdem stand in den ersten sechs Monaten ein Verlust von 573 Millionen Euro zu Buche. Im Vorjahr wurde noch ein Gewinn von 176 Millionen Euro erzielt. Darüber hinaus wurde bekannt gegeben, dass durch Hedging gegen steigende Treibstoffpreise allein schon ein Verlust von 430 Millionen Euro entstand. Um sich der schwierigen Lage anzupassen, werde das Unternehmen seine Kapazitäten weiter senken und für das folgende Jahr den Abbau von 1.700 Stellen auf freiwilliger Basis vorschlagen.
Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin (WKN: AB1000) mit Sitz in Großbritannien überraschte mit einem deutlich höheren Gewinn im dritten Quartal 2009. Die Grundlage der Ergebnisverbesserung war das im Vorjahr beschlossene Effizienzsteigerungsprogramm sowie die Kosteneinsparungen durch Kapazitäts-Anpassungen. Bei hohen Umsätzen schwankte die Aktie zwischen 3,45 und 3,80 Euro.
Der Goldpreis eilt von einem Hoch zum nächsten. In dieser Woche notierte der Preis für eine Feinunze in der Spitze bei über 1.150 US-Dollar. Seit Jahresanfang ergibt sich daraus eine Steigerung von 35 Prozent. Gründe hierfür sind der weiterhin schwache US-Dollar und das zunehmende Investitionsinteresse privater und institutioneller Anleger, das nicht zuletzt durch die steigende Angst vor Inflation angeheizt wird. Zusätzlich kaufen die chinesische und indische Notenbank große Goldmengen vom IWF auf, um ihre US-Dollar-Devisenpositionen abzusichern.
Der bekannte Hedgefonds Paulson&Co., der schon den richtigen Riecher in der Subprime-Krise bewiesen hatte und Milliarden damit verdiente, indem er gegen US-Subprimeprodukte wettete, legt ab 01. Jan 2010 einen Goldfonds auf. Der neue Hedgefond wird in Goldaktien und auf in Gold bezogene Derivate investieren. All diese Zutaten sind der optimale Treibsatz für die Gold- und Silberminenaktien. Die Anteilsscheine von Hecla Mining (WKN: 854693), einem nordamerikanische Gold- und Silberproduzenten, konnten sich seit Beginn dieses Monats um satte 59 Prozent verbessern und notierten in der Spitze bei 6,54 US-Dollar bzw. 4,36 Euro.
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Quelle: Börse Stuttgart

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