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An der Wall Street geben die Bullen den Ton an

Posted by Slavisa Dosenovic • Friday, October 23. 2009 • Category: Forex
Zürich/Frankfurt/New York/Tokio Sehr geehrte Händlerinnen und Händler, wir werfen einen Blick auf die gestern veröffentlichten Wirtschaftszahlen bevor mit den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten fortgefahren wird.

Für die Handelsbilanz in der Schweiz ist für den Monat September ein Ergebnis von 1,92 Mrd. bekannt gegeben worden, noch im Vormonat schlugen 1,79 Mrd. zu Buche.

Die Leitzinsen wurden von Seiten der Schwedischen Reichsbank bei 0,25 Prozent belassen.

Bezüglich der saisonbereinigten Leistungsbilanz der Eurozone wurde im August ein Defizit von 1,3 Mrd. Euro (nach plus 3,7 Mrd. Euro im Monat zuvor) in die Bücher aufgenommen. Die Berechnung ohne Bereinigung liefert für den Berichtsmonat ein Minus von 5,0 Mrd. Euro.
Bei der Handelsbilanz wurde ein Überschuss von 6,0 Mrd. Euro ausgewiesen, die Dienstleistungsbilanz notiert im Plus bei 1,8 Mrd. Euro, die Einkommensbilanz ist mit minus 1,8 Mrd. Euro defizitär, die Transferbilanz notiert bei 7,2 Mrd. Euro.

Für den gesamten EU-Bereich weist die Leistungsbilanz in der zweiten Veröffentlichung für Q2/2009 ein Defizit von 49,2 Mrd. Euro aus. Zur Ihrer Orientierung: im Vorquartal hatte das Defizit bei -54,6 Mrd. Euro notiert, im Vergleichsquartal des Jahres zuvor waren -76,3 Mrd. Euro verbucht worden.
Die EU-Dienstleistungsbilanz liegt im Q2/2009 in der zweiten Veröffentlichung bei plus 17,5 Mrd. Euro. Nota bene: im Vorquartal war ein Überschuss von 13,1 Mrd. Euro aufgelaufen, im Vergleichsquartal des Vorjahres wurde ein Plus in Höhe von 22,6 Mrd. Euro in die Bücher aufgenommen.

Die zweite Bekanntgabe der Zahlen zum öffentlichen Defizit und zur Verschuldung für 2008 lieferte für die Euro-Zone ein defizitäres Ergebnis in Höhe von 2,0 Prozent des Bruttoinlandsproduktes nach 0,6 Prozent in 2007. Dabei kletterte die Verschuldung auf 69,3 Prozent des BIP nach zuvor 66,0 Prozent.
Für den gesamten EU-Raum liegt das öffentliche Defizit bei 2,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes nach 0,8 Prozent im Jahr zuvor. Die Verschuldung kletterte auf 61,5 Prozent des BIP, im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden 58,7 Prozent gemessen.

Bezüglich des Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe wurde in den Vereinigten Staaten ein Klettern auf 531.000 wahrgenommen. Im Vorfeld waren 517.000 bis 525.000 neue Anträge nach 520.000 erwartet worden, wobei bei dem letztgenannten Ergebnis von 514.000 wertberichtigt worden war.

Zu den US-amerikanischen Frühindikatoren: diese sind im vergangenen Monat um 1 Prozent geklettert. Die Marktteilnehmer hatten im Vorfeld ein Ergebnis im Bereich von 0,9 bis 1,0 Prozent erwartet, nachdem im Monat zuvor ein Plus von 0,4 Prozent verbucht worden war.

Bei den US-amerikanischen Erdgasvorräten, den Nat Gas Inventories ist in der letzten Woche ein Anstieg um 18 Bcf auf 3.734 Bcf gemessen worden. Bereits in der Vorwoche wurde ein Anstieg der Bestände in den Vereinigten Staaten um 58 Bcf wahrgenommen, im Vorjahr hatten diese bei 3.337 Bcf notiert.


Für die deutschen Aktienmärkte ging es gestern nach unten. Der Leitindex Dax verlor 1,21 Prozent auf 5.762,93 Punkte. Der MDax der mittelgrossen Werte büsste 2,08 Prozent auf 7.305,48 Zähler ein. Der TecDax sank um 1,62 Prozent auf 763,13 Stellen.
Die Anteilsscheine der Commerzbank sackten um 2,64 Prozent auf 8,10 Euro in die Tiefe. Deutsche Telekom gewannen 0,52 Prozent auf 9,685 Euro hinzu.
Die Papiere von Eon haben 0,62 Prozent auf 27,05 Euro nachgegeben.
Die EUREX/Renten-Futures sind vorwiegend leichter aus dem Handel hervorgegangen. Der Dezember-Bund-Kontrakt verlor 8 Ticks auf 121,16 Prozent. Dabei wurden in einer Tageshandelsspanne zwischen 121,01 Prozent und 121,43 Prozent rund 745.111 Kontrakte umgesetzt. Der Bobl konnte um einen Tick auf 115,26 Prozent klettern.

An den US-amerikanischen Aktienmärkten gab die Bullen den Ton an. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average konnte sich um 1,33 Prozent auf 10.081,31 Punkte verteuern. Der breiter gefasste S&P-500 legte um 1,06 Prozent auf 1.092,91 Zähler zu. An der Nasdaq ging es für den Composite-Index um 0,68 Prozent auf 2.165,29 Stellen nach oben. Der Nasdaq 100 schloss um 0,55 Prozent höher auf 1.763,15 Punkten.
Für die Papiere von AT&T ging es dank guter Zahlen um 0,62 Prozent auf 26,10 US-Dollar nach oben.
Xerox haussierten mit 4,02 Prozent um auf 8,03 US-Dollar zu schliessen.
Am US-Rentenmarkt wurden Verluste in die Bücher aufgenommen. Die zehnjährigen Titel mit einem Kupon von 3,625 Prozent sanken um 6/32 auf 101-24/32, ihre Rendite lag bei 3,41 Prozent. Der mit 4,500 Prozent verzinste Longbond gab um 14/32 auf 104-16/32 nach, er rentierte mit 4,23 Prozent.

Die japanischen Aktienmärkte sind uneinheitlich aus dem Handel hervorgegangen. Der Leitindex Nikkei-225 kletterte um 0,15 Prozent auf 10.282,99 Punkte. Der marktbreite TOPIX büsste 0,72 Prozent auf 902,03 Zähler ein.

Es folgen nun die Devisenhandelsstrategien, die mit grosser Sorgfalt für Sie erstellt werden. Das Forexone-Team wünscht Ihnen einen angenehmen Handelstag und ein erholsames Wochenende.


EUR/USD

Aktueller Kurs: 1,5017
Tageshandelsspanne: 1,4966-1,5086
Marktrichtung: Long
Ziel: 1,5068


- Heute steht einiges an wichtigen Zahlen auf der Agenda. Möglich ist ein Szenario, in dessen Zuge die europäische Leitwährung gegenüber dem US-Dollar bis in den 1,4931-1,4936-Bereich herunterverkauft wird um sich anschliessend bis zu der 1,4996-Marke zu erholen. Bleibt diese Marktbewegung aus, so kann man auf einen Bruch des 1,5021-1,5025-Bereiches setzen, den man in die Richtung der 1,5055-Linie handeln würde.
- 1,4942 war es hier auf der Unterseite, der eine oder der andere Händler konnte seinen Nutzen aus der gestrigen Empfehlung ziehen, zumal das Ziel angelaufen worden ist.

Im heutigen Tagesverlauf würde man einen Bruch der 1,5036-Marke in die Richtung der 1,5068-Linie handeln.


USD/CHF

Aktueller Kurs: 1,0065
Tageshandelsspanne: 1,0013-1,0166
Marktrichtung: Short
Ziel: 1,0118


- Zu beobachten wäre, ob der USD/CHF bis in den 1,0153-1,0156-Bereich aufwertet und etwas Halt aufweist. Falls ja, kann man hier mit einem engen Stop in die Richtung 1,0118-Linie arbeiten. Die Positionsgrösse kann mittelgroß gehalten werden.
- Leider wurde hier der Einstiegsbereich verfehlt.

Die obige Empfehlung kann heute übernommen werden. 1,0153-1,0161 ist auf der Oberseite zu beobachten und bei einem Anlaufen und Aufweisen von etwas Halt in die Richtung der 1,0118 leerzuverkaufen.


EUR/JPY

Aktueller Kurs: 137,86
Tageshandelsspanne: 137,26-138,56
Marktrichtung: Flat
Ziel: k. A.


- Heute besteht bis hoch in den 137,96-138,32-Bereich kaum Handlungsbedarf, zumal davon auszugehen ist, dass die Methode des auf den Zug Aufspringens mit grossen Gefahren verbunden sein dürfte. Es ist zu schauen, ob der obere Bereich der aufgeführten Spanne angelaufen wird um mit einem engen Stop in die Richtung der 135,86-Linie zu arbeiten.
- Hier muss man noch abwarten, gestern gab es nur eine Aufwertung bis hoch zu der 137,40-Linie.

Hier wird zum Wochenende hin nichts mehr riskiert.


GBP/USD

Aktueller Kurs: 1,6660
Tageshandelsspanne: 1,6599-1,6696
Marktrichtung: Short
Ziel: 1,6666


- Der 1,6691-1,6696-Bereich kann beobachtet werden um bei etwas Halt in die Richtung der 1,6666-Linie zu arbeiten. Die Positionsgrösse ist eher klein zu halten.
- Auch hier galt: die Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Es liegt eine schwierige, aber auch erfolgreiche Handelswoche hinter uns, so dass nichts zu überstürzen ist.

In der Tat: auch heute kann der 1,6691-1,6696-Bereich eines Blickes gewürdigt werden. Etwas Halt würde das Etablieren von Shortpositionen in die Richtung der 1,6666-Marke erlauben.


EUR/GBP

Aktueller Kurs: 0,9010
Tageshandelsspanne: 0,8994-0,9036
Marktrichtung: Short
Ziel: 0,9022


- Bricht der 0,9021-0,9016-Bereich auf der Unterseite, wird man wohl zügig in die Richtung der 0,9004 arbeiten können.
- Das konnte man mit Gewinn handeln.

Die Nähe der 0,9036-Marke wäre, sollten die Notierungen hier auf Widerstand stossen, eine gute Verkaufsmöglichkeit, allerdings liegt das Ziel bei 0,9022.


Wichtiger Hinweis

Dieser Marktkommentar stellt keine Aufforderung zur Teilnahme an Devisengeschäften dar. Die hier dargestellten Marktanalysen werden von der forexone (www.forexone.ch) erstellt. Diese Analysen stellen keine Handlungsempfehlungen von TRADE MONSTER dar. Für die Richtigkeit der Daten und Analysen kann TRADE MONSTER keine Gewährleistung übernehmen. Sie soll Ihnen lediglich Informationen und Hilfen geben, kann und will aber eine gründliche Ausbildung bzw. Einweisung in den Handel mit Devisenkontrakten nicht ersetzen. Wir übernehmen keine Haftung für Verluste, die aus Nutzung der hier dargestellten Inhalte und Informationen entstehen.
Anlageformen wie der Forex-Handel bieten Gewinnchancen unter Inkaufnahme großer Risiken. Hierbei handelt es sich um hochspekulative Anlagengeschäfte, bei denen Sie als Anleger Ihren gesamten Einsatz verlieren können. Bitte beachten Sie auch unseren Disclaimer.

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