Island droht der Staatsbankrott, Zentralbanken weiten Versorgung mit US-Dollar-Liquidität aus
Posted by Helaba Floor Research • Wednesday, October 8. 2008 • Category: Indizes
DAX Indikation 5.095 Unterstützungen 5.041 / 4.900 Widerstände 5.350 / 5.450 Handelsbreite 4.960 / 5.200
Euro Stoxx 50 Indikation 2.706 Unterstützungen 2.704 / 2.601 Widerstände 2.860 / 2.950 Handelsbreite 2.640 / 2.780
FED- wird unbesicherte Commercial Papers direkt vom Emittenten kaufen, vergibt Kredite auf Basis von CP
Auch am Dienstag setzten die US-Börsen ihren Abwärtstrend weiter fort. Ein negativer Ausblick von der Bank of America und ein zurückhaltender Kommentar von Fed-Chef Bernanke („immer größere Konjunkturrisiken“) belasteten das Sentiment.
Daran konnte auch die Ankündigung der Federal Reserve, dass man die kurzfristigen „Ausleihbedingungen“ über Commercial Papers verbessern möchte, nichts ändern. Auch die Aussicht auf eine Zinssenkung blieb wirkungslos. Der Dow Jones verlor mehr als 500 Punkte bzw. 5,11 %. Noch deutlicher fielen die Abschläge bei anderen Indizes aus. Das Verhältnis von Gewinnern zu Verlierern an der NYSE mit 386/2.815 verdeutlicht sehr eindrucksvoll, wie schwierig Situation an den Märkten ist. Der Volatilitätsindex (VIX) kletterte um 3,13 auf nun 53,68 % und befindet sich weiter auf historischen Höchstständen.
Nachbörslich standen die Zahlen und der Ausblick von Alcoa im Blickpunkt. Ein Preisverfall beim Aluminium sorgte dafür, dass der Quartalsgewinn des Unternehmens um die Hälfte zurückging. Die Aktie verlor nachbörslich bis zu 6 %, bereits während der Handelssitzung gab das Papier deutlich nach. Damit dürften die Aussichten für den weiteren Verlauf der Berichtssaison nicht sehr gut sein. Heute stehen weitere US-Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Die größte Bedeutung wird dabei den „schwebenden Hausverkäufen“ für den Monat August zukommen. Das technische Bild (siehe Grafik) der führenden Indizes ist weiter deutlich angeschlagen. Auf dem „monthly Chart“ des Dow Jones und dem darauf angewandten Fibonacci-Retracement lässt sich erkennen, dass das nächste Kursziel die Marke von 8.863,07 Zählern darstellt.
Auch der Dax ging mit einem Abschlag von 1,1 % bei 5.326,63 Zählern aus dem Handel. Dass die zwischenzeitlichen Kursverluste nicht noch deutlicher ausfielen, war auf die teils massiven Kursgewinne der VW-Aktie zurückzuführen. Diese stieg phasenweise mehr als 50 %, was auf „extreme Shorteindeckungen“ zurückgeführt wurde. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass das Papier schlussendlich mit einem Abschlag von 1,8 % aus dem Handel ging. Die Indikation für die heutige Markteröffnung fällt aufgrund der schwachen Vorgaben von den „Übersee-Börsen“ recht negativ aus. Nach den Kursverlusten an der Wall Street verliert auch die Börse in Tokio deutlich - aktuell rund 9 %. Eine aus charttechnischer Sicht sehr wichtige Marke findet sich bei 5.170 Punkten. Diese stellt das 50 %-Retracement ( ausgehend vom Hoch bei 8.151 und dem Tief bei 2.188 Zählern) dar und hat damit für den weiteren Verlauf einen richtungsweisenden Charakter. Sollte ein nachhaltiger Bruch der Unterstützung vollzogen werden, wären weitere Verluste in einer Größenordnung von bis zu 500 Punkten im Dax (das exakte Level lautet 4.466 Punkte) nicht mehr auszuschließen.
Christian Schmidt
Helaba FloorResearch
Quelle: www.helaba.de
Disclaimer
Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen kein Angebot, keine Empfehlung und keine Beratung dar, sondern dienen ausschließlich der Produktbeschreibung. Obwohl die in diesem Dokument enthaltenen Angaben Quellen entnommen wurden, die als zuverlässig erachtet werden, kann für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Angemessenheit keine Gewähr übernommen werden.
Helaba übernimmt keinerlei Beratungstätigkeit in Bezug auf steuerliche, bilanzielle und/oder rechtliche Fragestellung
Euro Stoxx 50 Indikation 2.706 Unterstützungen 2.704 / 2.601 Widerstände 2.860 / 2.950 Handelsbreite 2.640 / 2.780
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Auch am Dienstag setzten die US-Börsen ihren Abwärtstrend weiter fort. Ein negativer Ausblick von der Bank of America und ein zurückhaltender Kommentar von Fed-Chef Bernanke („immer größere Konjunkturrisiken“) belasteten das Sentiment.
Daran konnte auch die Ankündigung der Federal Reserve, dass man die kurzfristigen „Ausleihbedingungen“ über Commercial Papers verbessern möchte, nichts ändern. Auch die Aussicht auf eine Zinssenkung blieb wirkungslos. Der Dow Jones verlor mehr als 500 Punkte bzw. 5,11 %. Noch deutlicher fielen die Abschläge bei anderen Indizes aus. Das Verhältnis von Gewinnern zu Verlierern an der NYSE mit 386/2.815 verdeutlicht sehr eindrucksvoll, wie schwierig Situation an den Märkten ist. Der Volatilitätsindex (VIX) kletterte um 3,13 auf nun 53,68 % und befindet sich weiter auf historischen Höchstständen.
Nachbörslich standen die Zahlen und der Ausblick von Alcoa im Blickpunkt. Ein Preisverfall beim Aluminium sorgte dafür, dass der Quartalsgewinn des Unternehmens um die Hälfte zurückging. Die Aktie verlor nachbörslich bis zu 6 %, bereits während der Handelssitzung gab das Papier deutlich nach. Damit dürften die Aussichten für den weiteren Verlauf der Berichtssaison nicht sehr gut sein. Heute stehen weitere US-Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Die größte Bedeutung wird dabei den „schwebenden Hausverkäufen“ für den Monat August zukommen. Das technische Bild (siehe Grafik) der führenden Indizes ist weiter deutlich angeschlagen. Auf dem „monthly Chart“ des Dow Jones und dem darauf angewandten Fibonacci-Retracement lässt sich erkennen, dass das nächste Kursziel die Marke von 8.863,07 Zählern darstellt.
Auch der Dax ging mit einem Abschlag von 1,1 % bei 5.326,63 Zählern aus dem Handel. Dass die zwischenzeitlichen Kursverluste nicht noch deutlicher ausfielen, war auf die teils massiven Kursgewinne der VW-Aktie zurückzuführen. Diese stieg phasenweise mehr als 50 %, was auf „extreme Shorteindeckungen“ zurückgeführt wurde. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass das Papier schlussendlich mit einem Abschlag von 1,8 % aus dem Handel ging. Die Indikation für die heutige Markteröffnung fällt aufgrund der schwachen Vorgaben von den „Übersee-Börsen“ recht negativ aus. Nach den Kursverlusten an der Wall Street verliert auch die Börse in Tokio deutlich - aktuell rund 9 %. Eine aus charttechnischer Sicht sehr wichtige Marke findet sich bei 5.170 Punkten. Diese stellt das 50 %-Retracement ( ausgehend vom Hoch bei 8.151 und dem Tief bei 2.188 Zählern) dar und hat damit für den weiteren Verlauf einen richtungsweisenden Charakter. Sollte ein nachhaltiger Bruch der Unterstützung vollzogen werden, wären weitere Verluste in einer Größenordnung von bis zu 500 Punkten im Dax (das exakte Level lautet 4.466 Punkte) nicht mehr auszuschließen.
Christian Schmidt
Helaba FloorResearch
Quelle: www.helaba.de
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